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Ratgeber: Bewegungsprogramme

Kraftvolles Zentrum

Spezial Rücken | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 17.04.2015

Ratgeber: Bewegungsprogramme

Einfach nur Rumpfbeugen war gestern: Mittlerweile gibt es spezielle Bewegungsprogramme, die gezielt die Bauch- und Rückenmuskulatur trainieren. Denn eine starke Körpermitte verbessert die Haltung, löst Verspannungen und wirkt wie ein Korsett für die Wirbelsäule.

Pilates

Begründet von dem Deutschen Joseph Pilates. Sein Credo: "Man ist so alt, wie die Wirbelsäule beweglich ist!" Pilates wanderte 1926 nach Amerika aus und eröffnete in New York ein Studio, in dem er mit Profitänzern arbeitete. Sein System vereint östliche und westliche Philosophien, zum Beispiel die Atemtechnik des Yogas mit Gymnastikübungen anderer Sportarten. Säulen im Pilates sind eine bewusste Atmung, die Konzentration auf jede einzelne Bewegung, Kontrolle über Körper und Geist sowie die Zentrierung auf die Körpermitte als Ausgangspunkt jeder Bewegung. Auch wenn es viele Parallelen gibt - im Gegensatz zum Yoga hat Pilates keinen spirituellen Hintergrund. Im Mittelpunkt des Trainings steht das "Powerhouse" - das ist die Körpermitte: die Rumpfmuskulatur mit den Bauchmuskeln, der unteren Rückenmuskulatur und den Gesäßmuskeln. Das Besondere am Pilates: Die langsam und konzentriert ausgeführten Übungen erreichen die tiefe Muskulatur, auch um die Wirbelsäule. Das Training verbessert Körperkraft, Beweglichkeit, Balance, Koordination und Haltung. Im Idealfall wird die Haltung aufrechter und anmutiger. Pilatesübungen können mit speziellen Geräten oder als Übungen auf der Matte ausgeführt werden. Der Schwierigkeitsgrad steigert sich nach Trainings- und Ausbildungsstand. Die Übungen können auch zu Hause gut ausgeführt werden, viele lassen sich gut in den Alltag integrieren.

Empfehlung: Das Richtige für alle, die im Schulsport lieber Gymnastik statt Zirkeltraining gemacht haben. Pilatestraining verlangt keine besonderen Voraussetzungen und ist für jeden geeignet - als Ausgleich zum vielen Sitzen am Schreibtisch, als Grundlagentraining für Sportler, aber auch zur Rückbildung nach einer Schwangerschaft. Werden die Übungen richtig ausgeführt, ist der Erfolg schon nach acht bis zehn Einheiten an der Muskulatur und der Haltung spürbar. Das motiviert zum Weitermachen. Doch wie für jedes Training gilt auch im Pilates: Wer zu schnell zu viel will und falschen Ehrgeiz entwickelt, erreicht oft das Gegenteil und schadet eher seinem Körper. Daher werden auch alle Übungen entsprechend der persönlichen Konstitution ausgeführt. Das Training wird teilweise als Ergänzung zu physiotherapeutischen oder osteopathischen Behandlungen empfohlen. Es eignet sich zur Rehabilitation von Sportverletzungen, bei Nackenproblemen, Rücken- und Schulterverletzungen. Wer krank ist, sollte vorher seinen Arzt fragen.

Kosten: 80 bis 200 Euro für zehn Trainingseinheiten. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Teilnahme an einem Kurs bis zu 100 Prozent. Voraussetzung dafür ist, dass der Übungsleiter eine Qualifikation nachweisen kann, die von der Krankenkasse anerkannt wird.

Weitere Infos: www.pilates-verband.de

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Mehr als 8,6 Millionen Menschen in Deutschland sind in einem Fitnessstudio angemeldet. Mit den schlichten Muckibuden von einst haben die modernen Studios häufig kaum noch etwas zu tun. Einer der Erfo

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vom 17.04.2015
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Erschienen am 17.04.2015

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