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Hausärzte wollen zurück zur telefonischen Krankschreibung

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 21.09.2020

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung: Seit 1. Juni 2020 nicht mehr telefonisch erhältlich.
Foto: Ralf Liebhold / Shutterstock

Wegen der Corona-Pandemie konnten sich Patienten mit leichten Atembeschwerden telefonisch von ihrem Arzt oder ihrer Ärztin krankschreiben lassen. Seit 1. Juni ist für eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung wieder eine ärztliche Untersuchung notwendig. Angesichts der steigenden Infektionszahlen fordern Hausärzte die Rückkehr zur telefonischen Krankschreibung.

Während der Corona-Pandemie konnten sich Arbeitnehmer mit leichten Atembeschwerden bis Ende Mai telefonisch krankschreiben lassen. Dazu genügte ein Anruf beim Arzt. Diese Regelung ist seit 1. Juni nicht mehr möglich.

Hausärzte wollen telefonische Krankschreibung zurück

Mit den Reiserückkehrern, dem Schulbeginn und der kälteren Jahreszeit stiegen die Corona-Infektionszahlen jedoch wieder spürbar an. Eine telefonische Krankschreibung könnte vollen Arztpraxen vorbeugen. Bei der Delegiertenversammlung vergangene Woche forderte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, deshalb, bei "dieser patienten- wie praxisentlastenden Regelung dauerhaft bleiben" zu können. 

Aus seiner Sicht habe sich die Krankschreibung per Telefon bewährt, negative Befürchtungen seien ausgeblieben. Den Gegnern der telefonischen Krankschreibung hielt Weigeldt entgegen, dass die Krankschreibung am Telefon nicht verpflichtend sei, sondern lediglich eine sinnvolle Ergänzung für Arbeitnehmer, die bereits Patientinnen oder Patienten in einer Arztpraxis sind. 

Bei Corona-Verdacht: Telefonisch ärztlichen Rat einholen!

Haben Sie typische COVID-​19-Symptome wie trockenen Husten oder Fieber, hatten Sie Kontakt zu COVID-​19-Patienten oder haben Sie unklare Symptome, dann gilt: Nehmen Sie vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur Praxis auf, um das weitere Vorgehen zu klären.

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