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Die richtige Zahnpflege: So haben Sie gut lachen

Autor: Redaktion | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 25.08.2020

Mit der richtigen Zahnpflege fällt ein strahlendes Lächeln leichter.
Foto: bbernard/Shutterstock

So mancher putzt sein Auto mehr als sein Gebiss, widmet den Haaren mehr Aufmerksamkeit als den Zähnen. Dabei öffnet ein schönes Lächeln Tür und Tor. Obwohl wir das eigentlich wissen, schenken wir der Zahnpflege oft viel zu wenig Aufmerksamkeit. Wir klären die wichtigsten Fragen für eine gesunde Zahnpflege.

    • Beim Zähneputzen kommt es auf die Dauer an: Zweimal am Tag mindestens drei Minuten sollten es schon sein.
    • Gute Zahnbürste und die richtige Zahnpasta sind wichtig – entscheidender ist aber die Zahnputztechnik.
    • Bei der Zahnpflege gerne vergessen: Zahnseide zum Reinigen der Zahnzwischenräume.

    Ein strahlendes Lächeln ist in vielen Lebenssituationen wichtig – beim Bewerbungsgespräch ebenso wie beim Flirten. Doch wer lächelt, zeigt auch seine Zähne. Sind dann ungepflegte, verfärbte Beißerchen zu sehen, trübt das den ersten Eindruck deutlich. Schöne Zähne dagegen, selbst wenn sie nicht unbedingt ebenmäßig gerade in Reih und Glied stehen, tragen viel zu einem positiven Anblick und einem guten ersten Eindruck bei.

    Wenn Zahnärzte erzählen sollen, welche Fehler bei der Zahnpflege am häufigsten gemacht werden, fallen ihnen auf Anhieb drei Punkte ein: zu kurz, zu unsystematisch, die falsche Technik. Dabei braucht man gar nicht viel Zeit, um Verfärbungen und gefährliche Zahnbeläge, die Karies und Parodontitis verursachen, zu beseitigen. Es reicht, zwei- bis dreimal am Tag mindestens drei Minuten mit der Zahnbürste zu putzen und einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide zu reinigen. Ob bequem elektrisch gebürstet oder den Zahnbelägen lieber per Handarbeit zu Leibe gerückt wird, spielt eher eine untergeordnete Rolle. Hauptsache, es wird geputzt.

    Gute Zahnpflege: Putzen elektrische oder manuelle Zahnbürsten besser?

    Immerhin scheinen elektrische Zahnbürsten ein etwas besseres Ergebnis zu bringen. Das ergab jedenfalls eine Metaanalyse der Cochrane Collaboration, einem internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern, die Studien zu medizinischen Themen zusammenfassen und bewerten. Die Übersichtsarbeit aus 51 Studien mit 4.624 Teilnehmern zeigt, dass die elektrischen Varianten den klassischen Handzahnbürsten bei der Entfernung von Belägen und der Verringerung von Zahnfleischentzündungen leicht überlegen sind. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass elektrische Zahnbürsten Beläge zwar nicht unbedingt gründlicher, dafür aber schneller entfernen. Bei der wenigen Zeit, die der Durchschnittsdeutsche für die Pflege seines Gebisses aufbringt, macht sich dieser Vorteil dann durchaus bemerkbar.

    >> Lesen Sie auch: Elektrische Zahnbürsten: Studie zeigt, wo sie Handzahnbürsten überlegen sind

    Unterschieden wird bei den elektrischen Zahnbürsten zwischen sogenannten schallaktiven und den oszillierend-rotierenden Bürsten. Letztere haben runde Köpfe, die halbkreisförmig hin- und herschwingen und teilweise zusätzlich pulsieren. Solche Modelle erfordern etwas mehr Geschicklichkeit. Häufigster Fehler: Faule Anwender lassen die Putzbewegungen automatisch ausführen, statt die Zahnbürste aktiv und gezielt durch die jeweiligen Gebisszonen zu führen. Vor allem Zahnfleischsaum und Kauflächen kommen häufig zu kurz. Bei schallaktiven Bürsten mit den länglichen Köpfen vibrieren die relativ weichen Borsten mit sehr hoher Geschwindigkeit. Hier ist die präzise Führung nicht so entscheidend, denn der längliche Bürstenkopf bearbeitet eine größere Fläche.

    Egal ob manuelle oder elektrische Zahnbürste: Drei Minuten sollten Sie Ihre Zähne in jedem Fall putzen.
    Egal ob manuelle oder elektrische Zahnbürste: Drei Minuten sollten Sie Ihre Zähne in jedem Fall putzen. (Foto: CC0 / Pixabay / slavoljubovski)

    Putzzeit verkürzt sich mit elektrischen Zahnbürsten nicht

    Wie bei der Putztechnik per Hand sollte der Bürstenkopf stets im 45-Grad-Winkel aufgesetzt werden und nach einigen Sekunden dann vom Zahnfleisch weggezogen werden.

    Eine Zeitersparnis jedenfalls bringen die elektrischen Bürsten nicht, denn auch mit ihnen sollte morgens und abends zwei Minuten geschrubbt werden. Sinnvoll ist es in jedem Fall, darauf zu achten, dass die Bürste einen Timer hat, denn die eigene Putzzeit wird häufig falsch eingeschätzt. Geräte mit Batterie sind oft preiswerter, aber meist auch leistungsschwächer als Bürsten mit aufladbarem Akku – der möglichst auszutauschen sein sollte.

    Öko-Test hat 13 elektrische Zahnbürsten getestet – der Preis ist dabei nicht unbedingt entscheidend:

    Elektrische Zahnbürsten im Test: Was Oral-B, Sonicare und Co. taugen

    Wer nach wie vor lieber manuell putzt, hat ebenfalls eine reiche Auswahl an Modellen: harte, mittlere und weiche bzw. sensitive Härtegrade mit starrem oder federndem Bürstenkopf, mit gerade oder x- bzw. v-förmig oder auch teilweise rund angeordneten Borsten. Auf jeden Fall sind Kunststoffborsten empfehlenswert, da sich in Naturborsten Mikroorganismen leichter einnisten. Ein kurzer Bürstenkopf hat den Vorteil, dass man auch in schwer zugängliche Ecken gelangt. Der Griff der Zahnbürste sollte gut in der Hand liegen, eine Rutschbremse am Griff ist inzwischen Standard.

    Harte Zahnbürsten können bei einer falschen Putztechnik zu Zahnfleischverletzungen führen. Deshalb empfehlen die meisten Zahnärzte inzwischen mittlere Härtegrade. Wer empfindliches Zahnfleisch hat, kann auch auf Bürsten zurückgreifen, die als "weich" oder "sensitiv" ausgelobt sind – allerdings ist deren Reinigungskraft geringer, weshalb damit länger geputzt werden muss. Bis vor einigen Jahren hat man noch geglaubt, dass zu einer guten Zahnbürste unbedingt auch ein eben geschnittenes Bürstenfeld und parallel angeordnete Borsten gehören. Doch Professor Stefan Zimmer, Inhaber des Lehrstuhls für Zahnerhaltung und Präventive Zahnmedizin der Universität Witten/Herdecke, empfiehlt eher Bürsten, die kürzere und längere, gespreizt oder überkreuzt angeordnete Borsten haben: "Die Reinigungsleistung ist meist besser."

    Bei der Zahnpflege kommt es nicht auf glänzend weiße Zähne an

    Gepflegte Zähne müssen nicht zwingend strahlend weiß sein. So individuell jeder Mensch ist, so individuell sind auch seine Zähne und deren Farbe. Die Nuancen reichen von weiß über Grautöne bis zu Ockerfarben. Verantwortlich dafür ist das im Zahninneren liegende Dentin mit seinen Farbstoffen, das durch den Zahnschmelz hindurchschimmert. Zudem werden Zähne im Laufe ihres Lebens ganz natürlich dunkler, da zum einen der Zahnschmelz dünner wird und die dunkleren inneren Schichten stärker hervortreten. Zum anderen lagern sich Farbstoffe aus Kaffee, Tee, Rotwein und Zigarettenrauch im Zahnschmelz ab. Aber auch Medikamente können die Zahnfarbe verdunkeln, etwa das Antibiotikum Tetrazyklin, Appetitzügler, Blutdrucksenker oder auch Entwässerungsmittel. Gegen die Ablagerungen lässt sich der Zahnbürste auf jeden Fall gegensteuern.

    Die richtige Zahnpasta finden

    Für die Zahnpflege ist neben der Bürste ist eine gute Zahnpasta wichtig, die gründlich reinigt und das Zahnfleisch nicht reizt. Ob antibakteriell, sensitiv oder strahlend weiß – für jeden Bedarf gibt es inzwischen die passende Creme. Besonders bei antibakteriellen Zahnpasten ist aber Vorsicht angesagt: Sie sollen Keime töten, die Zähne und Zahnfleisch angreifen. Doch der vermeintliche Schutz ist oft gesundheitsschädlich, denn es werden auch die Bakterien zerstört, die nützlich und wichtig für die Mundflora sind.

    Besonders Triclosan gilt als gesundheitlich bedenkliche Substanz. Der Bakterienkiller kann mit Dioxinen verunreinigt sein. Es steht außerdem im Verdacht, die Resistenz von Bakterien auch gegen Antibiotika zu fördern. Steckt Triclosan als antibakterieller Zusatz in einer Zahnpasta, muss der Stoff deklariert sein – ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe ist also empfehlenswert. Seit November 2014 ist Triclosan in vielen Kosmetika, etwa in Aftershaves und Körperlotionen, verboten. Zugelassen ist der umstrittene Stoff aber unter anderem noch in Zahnpasta und Mundwasser.

    Zahnweißpasten können keine Wunder vollbringen, sondern höchstens auf den Zähnen abgelagerte Verfärbungen entfernen. Das schaffen aber bis zu einem gewissen Grad auch normale Zahncremes. Außerdem sollte man wissen, dass das Putzergebnis nie heller als die natürliche Zahnfarbe sein kann – aus graugelblich kann also nie ein strahlendes Weiß werden. Und auch an den Inhaltsstoffen gibt es bei vielen Zahncremes für weiße Zähne etliches auszusetzen.

    Für den normalen Putzbetrieb reicht eine herkömmliche Zahncreme, die einfach nur die Zähne reinigt. Sinnvoll ist aber ein Fluoridzusatz von 1.000 bis 1.500 mg/kg. Er beschleunigt die Wiedereinlagerung von Mineralien in den Zahnschmelz und verhindert, dass Mineralien herausgelöst werden. Fluorid wirkt vor allem lokal, wenn der Mineralstoff direkt mit den Zähnen in Berührung kommt – und das ist beim Putzen mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta auf jeden Fall gegeben.

    Öko-Test hat zahlreiche verschiedene Zahnpasta-Marken für Sie getestet:

    Zahnbürste und Zahnpasta gehören zum Zähneputzen selbstverständlich dazu – die Zahnseide für eine gründliche Zahnpflege wird oft vergessen.
    Zahnbürste und Zahnpasta gehören zum Zähneputzen selbstverständlich dazu – die Zahnseide für eine gründliche Zahnpflege wird oft vergessen. (Foto: CC0 / Pixabay / Bru-nO)

    Die Deutschen sparen – und zwar an Zahnseide

    Doch um das Gebiss gründlich zu reinigen, braucht man mehr als Zahnbürste und -creme. Denn damit lassen sich nur die Kau- und Glattflächen putzen. Aber immerhin zwei Fünftel der Zahnoberfläche verstecken sich in den für die Bürste nur schwer erreichbaren Ritzen. Und gerade deshalb setzen sich in den Zwischenräumen die Beläge ab, aus denen Karies entsteht. Interdentalbürstchen oder die gute alte Zahnseide sind daher weitere wichtige Hilfsmittel, damit der Zahnarzt den Bohrer stecken lassen kann.

    Der Griff zur Zahnseide ist allerdings noch lange nicht so üblich wie das Putzen der Zähne. Die Deutschen fädeln nur äußerst spärlich. Nach den Empfehlungen der Zahnärzte müsste jeder Bundesbürger jährlich 150 bis 180 Meter Zahnseide durch seine Zähne ziehen. Doch nach einer Studie der Universität Witten/Herdecke zu den Zahnputzgewohnheiten der Deutschen griffen nur elf Prozent der Befragten täglich zur Zahnseide. Der tatsächliche Verbrauch liegt pro Kopf und Jahr demnach rechnerisch bei etwa eineinhalb Metern.

    Ursprünglich bestand der dünne Faden für die Reinigung der Zahnzwischenräume wirklich einmal aus Seide – heute werden hauptsächlich Kunstfasern wie Teflon, Nylon oder Polyethylen eingesetzt. Ungewachste Fäden haben den Vorteil, dass sie bei Gebrauch im Zahnzwischenraum auffasern und somit den Zahnbelag gründlicher erfassen. Gewachste Zahnseide ist glatter und lässt sich deshalb leichter in den Zahnzwischenraum einführen. Spezialzahnseiden mit aufgefaserten oder flauschigen Fadenanteilen ("Floss") reinigen größere Zahnzwischenräume sowie unter Brückengliedern gut.

    Für größere Zwischenräume kommen Interdentalbürsten infrage. Welche Größe hier die richtige ist, misst am besten der Zahnarzt aus. Klassische Zahnhölzer entfernen hauptsächlich Essensreste, aber kaum die Plaque. Im Gegensatz zu Zahnstochern sind die medizinischen Hölzchen nicht rund, sondern dreieckig geformt. Sie werden einfach – bis es klemmt – in den Zahnzwischenraum eingeführt und wieder herausgezogen. Da sie aber recht starr sind, reinigen sie nicht den gesamten Zahn. Ebenfalls nur von begrenztem Nutzen sind Mundduschen. Sie spülen lediglich bereits mit der Bürste von der Zahnoberfläche losgerüttelte Plaque weg.

    Öko-Test hat die Zahnzwischenreiniger für Sie getestet – und kann viele Produkte empfehlen:

    Jetzt lesen: 16 Interdentalbürsten und Dental-Sticks im Test

    Zahnseide: So wird sie angewendet

    Nehmen Sie einen 40 bis 50 Zentimeter langen Faden und schlingen Sie seine Enden mehrmals um die Mittelfinger. Dann den Faden mit Daumen und Mittelfinger straffen. Für den Unterkiefer den Faden über die Zeigefinger laufen lassen, für den Oberkiefer über die Daumen.

    Setzen Sie den Faden im Kontaktpunkt zweier Zähne an und führen Sie ihn durch vorsichtiges Hin- und Herbewegen in den Zwischenraum ein. Legen Sie den Faden erst an eine Zahnseite an und reinigen Sie diese durch mehrmalige Auf- und Ab-Bewegungen, danach kommt die andere Seite dran. Zahnseide bis unters Zahnfleisch führen.

    Drücken Sie die Seide aber nie mit Schwung in die Zwischenräume. Die Gefahr, sich Schnittverletzungen am Zahnfleisch zuzufügen, ist groß.

    Ein Trick von geübten Anwendern: Legen Sie die Zahnseide doppelt. Der Doppelfaden reinigt besser als ein Einzelfaden und lässt sich noch besser dirigieren, da er nicht so tief in die Fingerkuppen einschneidet.

    Die schlimmsten Zahnkiller

    Schlecht für die Zähne sind vor allem klebrige Süßigkeiten, die lange im Mund bleiben, wie die beliebten Kaubonbons. Wenn schon Süßes, dann ist es weniger schädlich, einmal am Tag eine größere Menge zu essen, als dieselbe Menge über den Tag verteilt zu naschen.

    Nicht ungefährlich für die Zähne ist auch stark säurehaltiges Obst wie Orangen oder Grapefruits beziehungsweise Saft aus diesen Früchten. Weil die Säuren den Zahnschmelz weich machen, sollte man nach dem Genuss mit dem Zähneputzen möglichst eine halbe Stunde warten. Dann hat sich der Zahn so weit erholt, dass ihn die Bürste nicht mehr beschädigen kann. Auch Softdrinks sind wahre Zahnkiller – zum einen wegen des enthaltenen Zuckers, zum anderen wegen der zugesetzten Zitronensäure, die den Zahnschmelz schwächt. Lesen Sie dazu auch: Test Versteckter Zucker: So viel Würfelzucker steckt in bekannten Lebensmitteln.

    So geht richtiges Zähneputzen

    • Beginnen Sie mit den hinteren Außenflächen: Die Borsten im 45-Grad-Winkel so am Zahnfleisch auflegen, dass Zahnoberfläche und Zahnfleisch etwa zu gleichen Teilen bedeckt sind. Dann mit ganz leichtem Druck kleine rüttelnde Bewegungen machen und dann die Zahnbeläge mit einer Art Wischbewegung Richtung Kaufläche wegfegen. Am besten mit der oberen Zahnreihe rechts hinten beginnen und dem Zahnbogen folgend nach links hinten vorarbeiten. Anschließend die Außenflächen der unteren Zahnreihe genauso reinigen.
    • Das Ganze an den Innenflächen der Zähne wiederholen. Immer dran denken: Vom Zahnfleisch über den Zahn bürsten, um weggeputzte Zahnbeläge nicht gleich wieder unters Zahnfleisch zu schieben.
    • Dann die Zahnbürste hinter den Frontzähnen möglichst senkrecht stellen und mit kleinen rüttelnden und fegenden Bewegungen putzen. Zum Schluss sind die Kauflächen oben und unten an der Reihe.

    Wem das zu schwierig ist, der kann auch einfach nur fegen. Experte Stefan Zimmer meint: "Die Qualität der Reinigung leidet darunter zwar etwas, aber dafür ist die reine Fegetechnik wesentlich einfacher. Und eine gut ausgeführte einfache Technik reinigt im Zweifel besser als eine schlecht ausgeführte komplizierte."

    Wenn ordentlich geputzt wird, reicht es, die Zähne zweimal täglich zu reinigen. Drei Minuten sollten dafür aber mindestens eingeplant werden. Allerdings hat jeder Mensch ein unterschiedliches Gebiss und unterschiedlich geschickte Hände – was sich aus auf die angemessene Zahnputzzeit auswirkt. "Mit einer Zahnfärbetablette und einer Stoppuhr kann jeder seine individuelle Putzzeit bestimmen", erklärt Zimmer. "Messen Sie einfach bei sich selbst, wie lange Sie brauchen, um die angefärbten Zahnbeläge komplett zu entfernen. Sie werden überrascht sein."

    Zur Zahnpflege gehört nach dem Zähneputzen auch die gründliche Reinigung der Zahnbürste mit fließendem Wasser.
    Zur Zahnpflege gehört nach dem Zähneputzen auch die gründliche Reinigung der Zahnbürste mit fließendem Wasser. (Foto: CC0 / Pexels / Andrea Piacquadio)

    Tipps für eine ausgewogene Zahnpflege

    Eine Zahnbürste braucht Pflege: Nach jedem Putzen gründlich unter fließendem Wasser abspülen, sonst landen die Bakterien beim nächsten Schrubben wieder im Mund. Zwischen zwei Anwendungen sollte die Bürste richtig trocknen, denn im feuchten Milieu vermehren sich Bakterien blitzschnell.

    Nach spätestens drei Putzmonaten ist auch bei elektrischen Zahnbürsten der Bürstenkopf abgearbeitet und sollte durch einen neuen ersetzt werden, was zum Teil erhebliche Folgekosten verursacht. Preisbewusste Zahnpflegerinnen und Zahnpfleger sind mit einer Handzahnbürste besser bedient.

    Als Ergänzung zur Zahn- und Mundpflege sind zuckerfreie Kaugummis sinnvoll. Sie regen den für die Selbstreinigung wichtigen Speichelfluss an. Das Zähneputzen ersetzen Zahnpflegekaugummis aber nicht. Öko-Test hat 32 Zahnpflegekaugummis getestet.

    Zähneputzen bei Kindern

    Auch für die Pflege von Milchzähnen hat Öko-Test viele Tipps parat:

     Mundgeruch? Meist lässt sich etwas dagegen tun

    Schlechter Atem am Morgen ist kein Grund zur Sorge: Da nachts weniger Speichel produziert wird, lagert sich in diesen Stunden vermehrt Plaque ab. Die darin enthaltenen Mikroorganismen produzieren schwefelhaltige Stoffwechselprodukte – die eigentliche Ursache des unangenehmen Mundgeruchs. Entfernen Bürste und Zahnseide regelmäßig die Beläge, haben die Bakterien kaum eine Chance.

    >> Lesen Sie auch: Was hilft gegen Knoblauchgeruch – Tipps gegen die Geruchsbelästigung

    Wenn man jedoch auch tagsüber häufig unter Mundgeruch leidet, empfiehlt sich ein Besuch beim Zahnarzt: In acht von zehn Fällen liegt der Grund für den schlechten Atem in der Mundhöhle verborgen. Nicht nur Zahnfleischtaschen, sondern auch die Zunge kann ein Nährboden für geruchsbildende Bakterien sein. In ihren Furchen setzt sich Belag ab, der aus abgestoßenen Schleimhautzellen, Speichel und Nahrungsresten besteht. Die regelmäßige Anwendung von Zungenreinigern kann Mundgeruch deutlich vermindern. Die flachen Bürsten und Schaber werden am besten zweimal täglich angewendet. Dabei reinigt man die Zunge mit leichtem Druck von hinten nach vorne.

    Weniger sinnvoll sind dagegen die meisten Mundwässer und -sprays. Oft bauen sie auf die Wirkung von desinfizierenden oder antibakteriellen Stoffen. Doch die Mundhöhle ist ein empfindliches System und eine tägliche Desinfektion nicht anzuraten. Denn scharfe antibakterielle Substanzen blockieren auch die Tätigkeit von Enzymen im Speichel, ohne die wir unsere Nahrung nicht richtig verdauen können. Außerdem überdecken die Mundwässer den Mundgeruch zwar kurzzeitig, die Ursache aber wird nicht beseitigt.

    Wenn alles nichts hilft, bleibt nur der Gang zum Experten: Die Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde listet auf der Internetseite Zahnärzte auf, die sich auf die Behandlung von Mundgeruch, (Halitosis) spezialisiert haben. Denn häufig sind unbemerkter Karies oder Zahnstein ursächlich für schlechten Mundgeruch - beide Probleme kann der Zahnarzt beheben.

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