1. Home
  2. Ratgeber

Corona-Warn-App zeigt rot: Was muss ich tun?

Autor: Hannah Pompalla | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 24.11.2021

Wer eine rote Warnmeldung erhält, hat ein grundsätzliches Anrecht auf einen PCR-Test.
Foto: Wirestock Creators/Shutterstock

Wenn die Corona-Warn-App auf rot springt, heißt es handeln. Aber wie gehen Betroffene am besten vor? Und haben sie Anspruch auf einen kostenlosen Test?

Die Inzidenzen in Deutschland steigen rapide an. Damit erhöht sich auch das Risiko, Kontakt zu einer infizierten Person zu haben und anschließend eine Warnmeldung über die Corona-App zu bekommen.

Die Warn-App schlägt bei Geimpften und Ungeimpften an, wenn sie sich längere Zeit in der Nähe einer Person aufgehalten haben, die sich später mit dem Corona-Virus infiziert und das der App mitgeteilt hat. Sobald die App einen Hinweis gibt, ist Handeln gefragt. Denn es besteht ein "erhöhtes Risiko", sich angesteckt zu haben.

Corona-Warn-App: Das ist bei einer roten Warnmeldung zu tun

Wird eine rote Warnmeldung in der App angezeigt, gibt sie erste Hinweise, was nun zu tun ist. Falls möglich, soll der Betroffene nach Hause gehen beziehungsweise dort bleiben und Kontakte vermeiden. Als nächstes sollte man sich telefonisch mit dem Hausarzt, dem ärztlichen Bereitschaftsdienst (Telefonnummer 116 117) oder dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen.

Im telefonischen Gespräch wird dann das individuelle Infektionsrisiko ermittelt, um das weitere Vorgehen abzustimmen. So werden Betroffene unter anderem nach Symptomen befragt, oder ob sie möglicherweise Kontakt zu Menschen hatten, die mit dem Virus infiziert sind. Dabei wird auch geklärt, ob ein Corona-Test sinnvoll ist.  

Nutzer der Corona-Warn-App, die eine Warnmeldung erhalten haben, können sich kostenlos testen lassen. Ein PCR-Test wird aber nicht immer gemacht.
Nutzer der Corona-Warn-App, die eine Warnmeldung erhalten haben, können sich kostenlos testen lassen. Ein PCR-Test wird aber nicht immer gemacht. (Foto: Drazen Zigic/Shutterstock)

Gibt es ein Anrecht auf einen kostenlosen PCR-Test?

Prinzipiell gilt: Menschen, bei denen die App angeschlagen hat und die über Symptome klagen, die auf eine Corona-Infektion hindeuten, haben ein Anrecht auf einen PCR-Test. Aber wie sieht es bei symptomfreien Nutzern der Corona-Warn-App aus, die eine Risikomeldung bekommen haben?

Ein Blick auf die Website des Bundesgesundheitsministeriums zeigt: Für die Betroffenen besteht ein grundsätzlicher Anspruch auf eine kostenlose Testung.

Aber: Die kann entweder über einen Schnell- oder einen Nukleinsäuretest wie zum Beispiel einen PCR-Test erfolgen. Ein "strikter Anspruch" auf einen PCR-Test bestehe nicht. Schließlich sei "auch eine Diagnostik durch Antigen-Tests möglich". So heißt es in den FAQ zu Corona-Tests auf der Homepage des Gesundheitsministeriums. Auch in der offiziellen Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums ist die Rede von verschiedenen Testungsarten.

RKI bevorzugt PCR-Tests bei Kontaktpersonen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät in seinem Artikel zur nationalen Teststrategie (Stand 1.11.2021) zu einem PCR-Test. Auf der Homepage des RKI steht, dass Antigen-Schnelltests bei asymptomatischen Kontaktpersonen nur "im Ausnahmefall" angewendet werden sollten, etwa "bei begrenzter PCR-Kapazität oder in dringenden Fällen zur Überbrückung der Wartezeit auf das Ergebnis einer gleichzeitig eingeleiteten PCR-Untersuchung".

Es kann also durchaus vorkommen, dass "nur" ein Schnelltest empfohlen wird. Fällt dieser positiv aus, muss unverzüglich ein PCR-Test gemacht werden. Schließlich ist dieser deutlich zuverlässiger und bringt somit Gewissheit. 

Das Ergebnis des PCR-Tests zu Hause abwarten

Bis das Ergebnis des PCR-Tests vorliegt, sollte man zu Hause bleiben und Kontakte meiden. Zusätzlich wird geraten, die eigenen Kontaktpersonen über die mögliche Infektion zu informieren, damit diese ebenfalls vorsichtig handeln können.

Ist der PCR-Test positiv, müssen sich Betroffene in häusliche Isolation begeben. Wann diese aufgehoben werden kann, entscheidet das zuständige Gesundheitsamt. 

Weiterlesen auf oekotest.de: