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Corona-Impfung für Kinder: Früher als gedacht

Autor: Benita Wintermantel / dpa | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 01.12.2021

Alle wichtigen Infos zur Corona-Impfung für Kinder und was Eltern jetzt wissen sollten
Foto: Shutterstock / Studio Romantic

Schon bald ist die Impfung von Fünf- bis Elfjährigen in Deutschland möglich. Deutschland soll den Kinderimpfstoff schon Mitte Dezember erhalten, eine Woche früher als geplant. Die Entscheidung, das eigene Kind impfen zu lassen oder nicht, beschäftigt derzeit viele Eltern. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Corona-Impfung ab fünf Jahren.

Viele Eltern haben angesichts der steigenden Infektionszahlen auf die Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) gewartet. Jetzt hat die EMA grünes Licht gegeben. Die Zulassung des Corona-Impfstoffes für Kinder ab fünf Jahren in Europa ist beschlossen. Geimpft werden soll mit dem Impfstoff des Herstellers Pfizer/Biontech. Dieses Vakzin wird damit der erste Corona-Impfstoff sein, der in der EU für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen ist. 

Deutschland soll den Kinderimpfstoff am 13. Dezember 2021 erhalten, eine Woche früher als ursprünglich geplant.

Corona-Impfung für Kinder: Was Eltern jetzt wissen sollten

Kinder erkranken zwar nur höchst selten an Covid-19. Doch, so sagen die EMA-Experten, auch sie könnten schwer krank werden. Die Vorzüge der Impfung seien daher höher zu bewerten als mögliche Risiken.

Bisher waren Impfungen nur bei Kindern über zwölf Jahren möglich. Seit Ende August empfahl die Ständige Impfkommission (Stiko) die Impfung mit dem mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer. In den Monaten davor war der Impfstoff für Jugendliche zwar bereits von der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) zugelassen, aufgrund der geringen Datenlage hatte die Stiko mit ihrer Empfehlung gewartet.

Wann wird es die Corona-Impfung für Kinder unter 12 geben?

Da für den Impfstoff für Kinder andere Fläschchen produziert und verteilt werden müssen, wird zwischen Zulassung und Auslieferung ein bisschen Zeit vergehen. Für Deutschland werden wohl schon am 13. Dezember 2,4 Millionen Impfstoffdosen für Kinder zur Verfügung stehen. Weitere Lieferungen seien in den ersten Monaten des neuen Jahres zu erwarten.

Aber auch jetzt gibt es schon Ärztinnen und Ärzte, die 5- bis 11-Jährige impfen. Auf der Internetseite U12schutz.de haben sich 60 Mediziner vernetzt, die Kinder, vor allem mit Vorerkrankungen, schon vor der offiziellen Zulassung gegen Covid-19 impfen. Diese Impfungen werden als sogenannte Off-Label-Impfungen bezeichnet. Rein rechtlich sind diese Impfungen nicht verboten, Eltern und die impfenden Ärzte müssen das Risiko selbst abwägen. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) empfiehlt die Off-Label-Impfungen nicht.

Reicht die EMA-Zulassung für die Kinderimpfung?

Für eine Impfung der unter Zwölfjährigen genügt die Zulassung der EMA. Eine Empfehlung der Stiko braucht es dafür nicht. Unklar ist, wie viele Eltern ihr Kind ohne Stiko-Empfehlung impfen lassen – und wie viele Ärzte ohne die Empfehlung dieses Gremiums Kinder impfen würden.

Wird die Stiko die Impfung für Kinder empfehlen?

Die Entscheidung der EMA heißt nicht automatisch, dass nun auch die Impfung von Kindern empfohlen wird. Das müssten nationale Regierungen beziehungsweise Gesundheitsbehörden entscheiden, betont die EMA. In Deutschland wird zunächst ein Gutachten der Ständigen Impfkommission (Stiko) erwartet. Sie will ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder von fünf bis elf Jahren vor Jahresende abgeben.

Kinderärzte-Sprecher Maske rechnet wie bei den 12- bis 17-Jährigen zunächst mit einer Stiko-Empfehlung für chronisch kranke Kinder und eventuell mit einer "Kann-Regelung", die auch Impfungen aller anderen Kinder ermöglicht. "Die Schwierigkeit ist, dass bisher Erfahrungswerte anderer Länder fehlen." Bestimmte Vorerkrankungen gelten als Risikofaktoren für einen schweren Covid-19-Verlauf.

Wie wirkungsvoll ist die Corona-Impfung bei Kindern?

Die Wirksamkeit des Impfstoffs entspreche bei Kindern nach einer relativ kurzen Beobachtungszeit etwa der bei Erwachsenen. In einer Zulassungsstudie der Firma Biontech/Pfizer seien keine schwerwiegenden Impfreaktionen oder Nebenwirkungen dokumentiert worden, sagt der Vorsitzende der Stiko Thomas Mertens. 

Zahlen aus den aktuellen Studien reichten aber nicht aus, um seltene Nebenwirkungen auszuschließen. Man müsse die Ergebnisse früherer Studien und Anwendungsdaten einbeziehen. Man bereite die Entscheidung über eine Empfehlung vor, sagte Mertens.

Er äußerte Verständnis für Eltern, die skeptisch sind. "Das kann ich sehr gut verstehen, und es entspricht im Grunde auch dem Problem, vor dem die Stiko mit ihrer Empfehlung steht - nämlich dem Abwägen von Nutzen und möglichen "Restrisiken" bei den Kindern in dieser Altersgruppe", sagte Mertens der "Schwäbischen Zeitung".

Ob die Stiko die Corona-Schutzimpfung für Kinder empfiehlt, ist noch nicht klar.
Ob die Stiko die Corona-Schutzimpfung für Kinder empfiehlt, ist noch nicht klar. (Foto: Shutterstock / Ira Lichi)

Warum wird es bis zur Stiko-Empfehlung noch dauern?

Für das Gremium stelle sich das gleiche Problem wie vor der Impfempfehlung für die 12- bis 17-Jährigen, erklärt Stiko-Chef Thomas Mertens. "Kinder haben eine sehr geringe Krankheitslast durch Sars-CoV-2. Es gilt deshalb, erwartbare positive Effekte und denkbare unerwünschte Wirkungen durch die Impfung sehr genau gegeneinander abzuwägen." Die Stiko werde wieder eine eigene Datenanalyse durchführen.

"Eine Zulassung ist etwas völlig anderes als eine Impf-Empfehlung", betont Fred Zepp, Mitglied der Ständigen Impfkommission. Um den Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren zuzulassen, reichten die Daten wahrscheinlich aus: Dafür müsse zunächst nachgewiesen werden, dass die Impfung eine schützende Antikörperantwort auslöst und dass sie bei den Probanden keine akuten unerwünschten Nebeneffekte hatte. "Was Sie in der Zulassungsstudie nicht sehen, sind Risiken, die seltener auftreten als es statistisch in einer so kleinen Gruppe zu erwarten ist." Bei der Zulassungsstudie haben nur rund 1.500 Kinder den Impfstoff erhalten. "Sehr seltene Nebenwirkungen kann man da nicht erkennen", sagt Zepp. Herzmuskelentzündungen zum Beispiel habe man bei jungen Männern erst nach breiterer Anwendung des Impfstoffs entdeckt. 

Was ist der Unterschied von EMA und Stiko?

Zulassung und Empfehlung sind zwei verschiedene Dinge:

Die EMA (Europäische Arzneimittel-Agentur) hat die Aufgabe, Studiendaten zu prüfen und den Impfstoff gegebenenfalls europaweit zuzulassen, wenn er in ihren Augen sicher, wirksam und gut verträglich ist.

Die Stiko (Ständige Impfkommission) ist nur für Impfempfehlungen für Deutschland zuständig. Dabei wägt sie den Nutzen und die Risiken ab – nicht nur für die Geimpften, sondern für die gesamte Bevölkerung. Bei der Empfehlung durch die Stiko geht es um die Frage, für wen eine Impfung wann Sinn ergibt. Wenn sich das Infektionsgeschehen oder die Datenlage ändern, kann sich auch die Empfehlung der Stiko ändern.

Das Fazit der Stiko lautet in Bezug auf die Altersgruppe 12 bis 17: "Nach sorgfältiger Bewertung dieser wissenschaftlichen Beobachtungen und Daten kommt die Stiko zu der Einschätzung, dass nach gegenwärtigem Wissenstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen."

Was raten Virologen?

Die Hamburger Virologin Marylyn Addo rät zu einer Corona-Impfung bei Kindern. Inzwischen gebe es relativ viele Sicherheitsdaten zu Impfungen in verschiedenen Altersgruppen, auch bei Kindern, sagte die Leiterin der Infektiologie am Universitätskrankenhaus Hamburg-Eppendorf (UKE) am Mittwoch in Hamburg. Und "die Wirksamkeit bei den Kindern war sehr hoch, die Verträglichkeit war sehr hoch, besser sogar als bei den Erwachsenen".

Der Virologe Christian Drosten wies in der Vergangenheit wiederholt darauf hin, dass mit Corona infizierte Kinder auch bei einem milden Verlauf noch Symptome wie dauerhafte Müdigkeit, Geruchs- und Geschmacksverlust hätten. Sein Fazit: "Aus Eltern­perspektive wäre mein Kind geimpft. Klarer Fall. Dieses Risiko möchte ich nicht", so Drosten gegenüber dem Schweizer Online-Magazin Republik.

Karl Lauterbach bezeichnet den Tag der EMA-Entscheidung als "guten Tag für Kinder in Europa": "Im Vergleich zur Erkrankung ist die Impfung die bessere Wahl. Ohne Impfung werden die meisten Kinder leider irgendwann erkranken" schreibt der SPD-Gesundheitsexperte auf Twitter

Bei welchen Vorerkrankungen ist die Schutzimpfung gegen Covid-19 besonders wichtig?

Schon vor ihrer allgemeinen Empfehlung hat die Stiko die Corona-Schutzimpfung Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren mit bestimmten Vorerkrankungen empfohlen. Hintergrund der Empfehlung ist ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf bei einer Corona-Infektion.

Liste der Vorerkrankungen (Quelle: Stiko):

  • Starkes Übergewicht
  • Schwäche des Immunsystems oder Unterdrückung des Immunsystems
  • angeborener zyanotischer Herzfehler mit einer Sauerstoff-Ruhesättigung unter 80%
  • schwere Herzschwäche
  • schwerer Lungenhochdruck
  • chronische Lungenerkrankung mit anhaltender Einschränkung der Lungenfunktion
  • dauerhaft verringerte Nierenfunktion
  • chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankung
  • bösartige Tumorerkrankung
  • Trisomie 21
  • Syndromale Erkrankung mit schwerer Beeinträchtigung
  • Diabetes mellitus (nicht gut eingestellt)
Für Kinder ist nur ein Drittel der Erwachsenendosis vorgesehen.
Für Kinder ist nur ein Drittel der Erwachsenendosis vorgesehen. (Foto: Shutterstock / siam.pukkato)

Welche Impfreaktionen und Nebenwirkungen hat die Impfung bei Kindern?

Schmerzen an der Einstichstelle und Müdigkeit zählen zu den häufigsten Reaktionen auf eine Impfung – das ist bei der Corona-Schutzimpfung nicht anders als bei anderen Impfungen für Kinder. Diese Nebenwirkungen sind jedoch völlig ungefährlich.

Wenn sich Eltern um die eventuellen Nebenwirkungen einer Impfung für Kinder sorgen, geht es allermeist um gravierende gesundheitliche Probleme. Bei der Zulassungsstudie traten keinerlei "schwere unerwünschte Ereignisse, die als impfstoffbezogen bewertet wurden" auf.

Eine im "New England Journal of Medicine" veröffentlichte Evaluation beurteilt die Studie von Biontech/Pfizer. Ihr Fazit: Die Impfung sei sicher und effektiv. Die einzigen drei schwereren Schäden im Beobachtungszeitraum hatten nach Ansicht der Autoren keinen Zusammenhang zur Impfung – in einem Fall war es ein gebrochener Arm. Herzmuskelentzündungen, wie sie nach breiterer Impfung von über Zwölfjährigen vereinzelt vorkamen, wurden in dieser – recht kleinen – Probandengruppe nicht festgestellt.

Impfreaktionen treten in der Regel kurz nach der Impfung auf und dauern wenige Tage an. Lokale Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, eine Rötung oder Schwellung sind relativ häufig, aber völlig ungefährlich. Auch Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Schüttelfrost, Muskelschmerzen, Fieber oder Gelenkschmerzen zählen zu Impfreaktionen, die auftreten können. Weitere Infos zur Häufigkeit finden Sie bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Was hat es mit den Herzmuskelentzündungen nach der Corona-Impfung auf sich?

Im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung mit den mRNA-Impfstoffen wurden sehr seltene Fälle von Herzmuskelentzündungen (Myokarditis), unter anderem bei Kindern und Jugendlichen, beobachtet. Sie traten zumeist wenige Tage nach der Impfung und überwiegend nach der zweiten Impfstoffdosis auf.

Jungen und junge Männer sind besonders häufig betroffen (ca. 1:16.000). Die Verläufe sind zumeist gutartig, es fehlen jedoch Daten zum Langzeitverlauf. Weitere schwerwiegende unerwünschte Ereignisse sind bei 12- bis 17-Jährigen nach der COVID-19-Impfung bisher nicht nachgewiesen worden, obwohl allein in den USA und Kanada in dieser Altersgruppe bereits über 12 Millionen Impfstoffdosen verabreicht wurden. Neuere Untersuchungen weisen allerdings auch darauf hin, dass Herzmuskelentzündungen nach einer COVID-19-Infektion auftreten können. 

Symptome für die Entzündung des Herzmuskels sind Brustschmerzen, Herzrhythmusstörungen und Herzklopfen. Wichtig ist, dass die Entzündung zeitig erkannt wird – dann lässt sie sich gut behandeln.

Wichtig: Wenn Ihr Kind wenige Tage nach der Impfung unter Brustschmerzen, Kurzatmigkeit, beschleunigtem Puls oder Herzpochen leidet, sollten Sie medizinischen Rat einholen.

Wie oft muss mein Kind geimpft werden?

Für Kinder zwischen 12 und 17 Jahren werden zwei Impfdosen im Abstand von drei bis sechs Wochen empfohlen. Die Empfehlung für jüngere Kinder wird voraussichtlich dieselbe sein. Kinder unter zwölf Jahren werden allerdings nur ein Drittel der Dosis von Jugendlichen und Erwachsenen verabreicht bekommen.

Wie lange der Impfschutz anhält, ist derzeit noch nicht bekannt.

Wo soll ich mein Kind impfen lassen?

Im Rahmen der Gesundheitsministerinnen- und Gesundheitsministerkonferenz wurde Anfang August beschlossen, dass alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren ein möglichst niedrigschwelliges Angebot für die Corona-Schutzimpfung erhalten sollen. Sie können sich derzeit in Impfzentren, bei niedergelassenen Kinder-, Jugend-, Haus- und auch bei Betriebsärztinnen und -ärzten impfen lassen.

Wo sich jüngere Kinder impfen lassen können, ist derzeit noch nicht geregelt. Da der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte seinen Mitgliedern rät, auf die Stiko-Empfehlung zu warten, wird es die Kinderimpfung anfangs voraussichtlich vorrangig in Impfzentren geben.

Wird es auch andere Impfstoffe für Kinder geben?

Derzeit laufen auch bei Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson klinische Studien zur Impfung von Kindern.

Und wie sieht es in anderen Ländern mit der Kinderimpfung aus?

Israel hat diese Woche mit der Impfung von Kindern im Alter von fünf bis elf Jahren begonnen. Für sie wird der Impfstoff von Biontech/Pfizer verwendet. Kinder bekommen in Israel ein Drittel der Erwachsenen-Dosis verabreicht.

In den USA wird ebenfalls bereits geimpft. Die amerikanische Gesundheitsbehörde CDC hat eine Empfehlung für die Impfung von Kindern ab fünf Jahren ausgesprochen. Auch hier bekommen die Kinder zehn Miktogramm verabreicht, was einem Drittel der Dosis für über 12-Jährige entspricht. In den USA sind bereits mehr als zwei Millionen Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren gegen Corona geimpft worden. 

Was spricht für das Impfen jüngerer Kinder?

Eltern sind geteilter Meinung über die Corona-Impfung für Kinder. Während die einen es kaum erwarten können, sind andere skeptisch.

Autoren der Studie im "New England Journal of Medicine" argumentieren mit einem direkten und einem indirekten Nutzen: Eine Impfung schütze Kinder vor einem – wenn auch seltenen – schweren Verlauf oder Spätfolgen einer Covid-Erkrankung. Indem man sie schütze, schütze man auch Menschen in ihrem Umfeld, die ein Risiko für einen schwereren Krankheitsverlauf hätten. Ungeimpft könne diese Altersgruppe Überträger werden auch für neu entstehende Varianten des Virus.

In der Debatte gibt es Fred Zepp, Mitglied der Ständigen Impfkommission, zufolge verschiedene Parameter. Das eine sei die Krankheitslast des einzelnen Kindes, das andere der Nutzen für die gesamte Gesellschaft. Möglicherweise sei es in einer Pandemie auch sinnvoll, Kinder zu impfen, um für die Gemeinschaft mehr Teilhabe und eine bessere Lebensführung zu ermöglichen. Hingegen hat die Impfung von Kindern nur einen geringen Effekt auf die Übertragung des Virus zwischen Erwachsenen.

Man dürfe nicht vergessen: "Ein großer Teil unseres Problems sind ungeimpfte Erwachsene. Wir müssen aufpassen, dass wir nicht wieder eine Stellvertreter-Diskussion zum Nachteil von Kindern haben", sagt Zepp. Die wichtigste Maßnahme zur Überwindung der Pandemie bleibt unverändert möglichst viele, am besten alle Erwachsenen durch Impfung zu schützen."

Hilfreich für die Entscheidungsfindung: Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA), das Robert-Koch-Instiut und das Paul-Ehrlich-Institut haben gemeinsamen eine Leitfaden entwickelt und gehen dort auf die wichtigsten Fragen zur Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen ein. 

Eltern uneins: Wer über Corona-Impfung für Kind entscheiden darf

Können sich gemeinsam sorgeberechtigte Eltern nicht über eine Schutzimpfung für ihr Kind einigen, kann das Gericht einem Elternteil die Entscheidungsbefugnis übertragen.

Ausschlaggebend ist dabei, welcher Elternteil sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (Stiko) orientiert. Über eine entsprechende Entscheidung des Oberlandesgerichts Frankfurt (Az: 6 UF 120/21) informiert die Arbeitsgemeinschaft Familienrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV).

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