Wildbienen freuen sich über Strand und Pool im Garten

Autor: Benita Wintermantel / dpa | Kategorie: Freizeit und Technik | 11.03.2022

Wildbienen freuen sich über Strand und Pool im Garten
Foto: Shutterstock / manfredxy

Wildbienen brauchen genauso wie wir ein schützendes Zuhause, unsere Gärten bieten dafür nicht immer die besten Voraussetzungen. Selbst dann nicht, wenn wir ihnen ein Insektenhotel aufstellen. Und nun?

Nicht jede Wildbiene verweilt gerne im Insektenhotel. Die meisten brauchen vielmehr ein Stückchen Strand, um glücklich zu sein. Wie bitte?

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät, den Wildbienen eine sonnige Sandfläche im Garten zu schaffen. Denn die meisten Arten dieser Insektengruppe nisten im Boden. Auch ein Stück totes Holz oder ein Haufen mit Gehölzresten dient den Wildbienen als Lebensraum.

Wer insektenfreundlich gärtnern möchte, sollte außerdem an einen kleinen Pool für die Tiere denken. Die Wasserstellen dienen den Insekten zum Trinken. Der BUND empfiehlt, am besten eine flache Schale regelmäßig aufzufüllen und ein paar Steine oder etwas Holz reinzulegen. Diese dienen den Insekten als Lande- und Trinkstellen. Denn schwimmen wollen sie in dem kleinen Bienen-Pool eher nicht.

    Tipps für insektenfreundliches Gärtnern

    • Setzen Sie heimische Pflanzen in Ihren Garten und legen Sie Wiesen mit blühenden Blumen an. Je vielfältiger die Pflanzenauswahl ist, umso besser. Wählen Sie möglichst Pflanzen aus, die zeitversetzt blühen, um die Wildbienen möglichst lange zu versorgen. Die Blüten sollten weit geöffnet sein, so dass die Bienen den Nektar gut erreichen können.
    • Übertreiben Sie es nicht mit der Ordnung im Garten. Wilde Ecken, in denen die Natur sich ausbreiten darf, bieten Futter, Nistplätze, Schutz und Überwinterungsquartiere. 
    • Verwenden Sie keine Pestizide.
    • Und: Verwenden Sie nur torffreie Erde.

    10 erstaunliche Fakten über Wildbienen

    1. Wildbienen sind friedfertige Nützlinge.
    2. In Deutschland gibt es rund 500 verschiedene Wildbienenarten.
    3. Wildbienen erzeugen zwar keinen Honig, aber sie bestäuben bis zu 5.000 Blüten an einem Tag.
    4. Von den Wildbienenarten in Deutschland steht mehr als die Hälfte auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Gut 30 Arten sind sogar vom Aussterben bedroht.
    5. Fast die Hälfte der Wildbienen nistet unter der Erde.
    6. Wildbienen sind von März bis Oktober aktiv.
    7. Anders als Wespen stechen Wildbienen fast nie.
    8. Der Großteil der bei uns heimischen Wildbienen sind Solitärbienen, sie leben nicht im Bienenvolk.
    9. Auch die Hummeln gehören zu den Wildbienen.
    10. Wildbienen finden durch die Zunahme der Monokultur bei uns immer weniger Nahrungspflanzen und geeignete Nistplätze. 

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