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Weihnachten in der Corona-Pandemie: 6 Tipps, damit das Weihnachtsfest sicherer wird

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 15.12.2021

Weihnachten wird dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie wohl für viele anders aussehen.
Foto: Shutterstock / Lunarts Studio

Auch dieses Weihnachten steht im Zeichen der Pandemie. Die Regeln sind glücklicherweise nicht so streng wie vergangenes Jahr, aber die hohen Inzidenzahlen der vierten Welle und die Corona-Variante Omikron sorgen nichtsdestotrotz dafür, dass wir Weihnachten 2021 nicht völlig unbesorgt feiern können. Hier erfahren Sie, wie sich das Risiko für Treffen mit der Familie an den Festtagen reduzieren lässt. 

    Weihnachten bedeutet Feiern mit der Familie, am besten mit der Großfamilie, Treffen mit Freunden und alten Klassenkameraden und Zusammenkünfte mit den Kollegen und Kolleginnen und in den Vereinen – Weihnachten ist quasi das Synonym für das Zusammenkommen vieler Menschen. Genau das ist in Zeiten der Corona-Pandemie keine gute Idee. Statt von Vorfreude ist die Vorweihnachtszeit auch dieses Jahr von Ängsten und Fragen geprägt. Je näher Weihnachten rückt, umso klarer wird: Weihnachten und die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel werden auch dieses Jahr anders aussehen als in den Jahren vor der Pandemie.

    Viele Menschen beschäftigt die Frage, wie sie dieses Jahr Weihnachten feiern werden. Sind Treffen mit den Großeltern nicht zu riskant – auch wenn sie erlaubt sind und der Großteil der Familie geimpft ist? Ist das Risiko zu groß, mit dem Zug quer durch die ganze Republik zu reisen? Wie können wir uns möglichst sicher treffen, ohne uns und andere zu gefährden?

    Corona-Fahrplan für die Weihnachtszeit 2021

    Die Infektions- und Todeszahlen sind hoch, neben der Delta-Variante breitet sich derzeit die Omikron-Variante aus. Auch wenn viele von uns inzwischen geimpft und eventuell sogar geboostert sind, ist es deshalb nicht ratsam, völlig sorglos zu feiern.

    Das sind die derzeit geltenden Corona-Regeln (Quelle Bundesregierung):

    • Private Zusammenkünfte im öffentlichen oder privaten Raum, an denen Personen teilnehmen, die weder geimpft noch genesen sind, sind auf den eigenen Haushalt sowie höchstens zwei weitere Personen eines weiteren Haushalts zu beschränken. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs zählen nicht mit. 

    • In Kreisen mit mehr als 350 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen können sich höchstens 50 Personen bei privaten Feiern in Innenräumen treffen. Im Außenbereich dürfen es maximal 200 Personen sein. Das gilt für Geimpfte und Genesene.

    6 Tipps für sicheres Feiern mit der Familie

    Ganz ausschließen lässt sich das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus leider nicht - aber es lässt sich in jedem Fall deutlich minimieren:

    Weihnachten in der Corona-Pandemie wird mit Einschränkungen verbunden sein.
    Weihnachten in der Corona-Pandemie wird mit Einschränkungen verbunden sein. (Foto: Shutterstock / Corona Borealis Studio)

    1. Freiwillige Selbstquarantäne vor dem Fest

    Um Weihnachten mit der Familie – Großeltern inklusive – mit einem möglichst geringen Corona-Risiko feiern zu können, sollten Sie in der Zeit vor Weihnachten sämtliche Sozialkontakte reduzieren.

    Je weniger Treffen in der Zeit vor dem Familienfest liegen, umso geringer ist das Risiko einer Corona-Infektion, erklärt der Virologe Christian Drosten. "Wenn überhaupt, dann hat man sich vielleicht eher in der Woche zuvor angesteckt und, dass in diesem Fall alle aus der Familie symptomfrei bleiben, ist eher unwahrscheinlich." Drosten weist aber daraufhin, dass dieser Ansatz keine totale Sicherheit bieten kann, ein gewisses Restrisiko bleibe immer.

    Je länger die freiwillige Selbstisolation dauert, desto besser. Denn die Inkubationszeit (die Zeitspanne von der Ansteckung bis zu den ersten Corona-Symptomen) liegt bei 3 bis 14 Tagen. 

    Die gängigen Hygieneregeln gelten auch an Weihnachten
    Die gängigen Hygieneregeln gelten auch an Weihnachten (Foto: Shutterstock / Alina Bitta)

    2. Sind Antigen-Schnelltests die Lösung für Weihnachten?

    Zusätzlich zur Einschränkung von Kontakten macht es Sinn, sich kurz vor dem Weihnachts- oder Silvesterfest per Schnelltest auf Corona testen zu lassen. Und zwar am besten täglich. Denn gerade zu Beginn einer Corona-Infektion sind die Schnelltests oft falsch-negativ. Auch gegen das Coronavirus geimpfte Personen sollten sich testen.

    Wichtig zu wissen: Schnelltests liegen häufiger falsch als die aufwändigeren PCR-Labortests, bieten damit also auch nur eine begrenzte Sicherheit. PCR-Tests müssen allerdings in der Regel selbst bezahlt werden. Sie kosten zwischen 30 und 150 Euro. Bis das Ergebnis vorliegt, kann es zum Teil gut 24 Stunden dauern. 

    Hier erfahren Sie mehr: 

    3. Schützen Sie sich und Ihre Liebsten

    Beim Zusammensein mit der Familie wird das Coronavirus schnell vergessen und verdrängt. Wichtig ist aber, dass Sie auch an den Festtagen auf die Hygieneregeln achten:

    • Abstand halten
    • Hygiene beachten
    • Maske tragen
    • Lüften
    • Corona-App nutzen
    • große Gruppen vermeiden
    • geschlossene Räume vermeiden
    • Gespräche mit wenig Distanz meiden

    Auch wenn nur im kleinen Kreis gefeiert wird: Halten Sie Abstand – so schützen Sie sich und andere vor dem Coronavirus. Wenn ältere oder vorerkrankte Familienmitglieder dabei sind, sollten Sie überlegen, drinnen eine Maske zu tragen, auch wenn das nicht vorgeschrieben ist. Denken Sie auch bei kalten Außentemperaturen an regelmäßiges Lüften.

    Achten Sie bei der Tischordnung auf große Abstände oder die Aufteilung auf mehrere Tische. Platzieren Sie ältere Menschen oder Menschen mit Vorerkrankung nicht unbedingt gegenüber von den Menschen, die in den vergangenen Tagen die meisten Kontakte hatten.

    4. Impfung gegen das Coronavirus

    Das wirksamste Mittel gegen Corona ist die Impfung. Wer vollständig geimpft ist, hat ein geringeres Risiko sich zu infizieren und schwer zu erkranken. Da der Impfschutz mit der Zeit nachlässt, sollten sich alle, bei denen die zweite Impfung schon länger als fünf Monate her ist, "boostern". Vor allem für ältere Menschen und Menschen mit einem schwachen Immunsystem ist die dritte Impfung wichtig.

    5. Einkäufe gut planen

    Planen Sie die Einkäufe für Weihnachten so gut wie möglich vorab – das gilt sowohl für Geschenke als auch für Lebensmitteleinkäufe. So können Sie überfüllte Märkte und lange Schlangen an den Kassen umgehen.

    Lebensmittel können Sie sich auch von vielen Märkten nach Hause liefern lassen. Die meisten Restaurants bieten Weihnachtsmenus zum Abholen oder Liefern an, so der Tipp der Verbraucherzentrale.

    6. Im Zweifel umplanen

    Die größte Angst vieler Familien ist, dass am Weihnachtsmorgen ein Familienmitglied mit leichtem Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen aufwacht. Dann steht die Frage im Raum: Ist das bloß eine normale Erkältung – oder eine Infektion mit dem Coronavirus? Da die Corona-Symptome alles andere als eindeutig sind, lässt sich die Frage nur mit Hilfe eines Tests beantworten. 

    So schwer die Entscheidung auch fällt: Wenn Sie das Weihnachtsfest mit älteren oder vorerkrankten Menschen feiern möchten, sollten der Erkrankte und seine Familie in keinem Fall mitfeiern.

    So wird Weihnachten trotz Corona ein schönes Fest

    Weihnachten ist mit vielen Emotionen, einer nicht unerheblichen Erwartungshaltung sowie unzähligen lieb gewordenen Traditionen verknüpft. Diese Gewohnheiten in diesem Jahr teilweise erneut über Bord werfen zu müssen, tut weh. Was hilft, ist der positive Blick auf die Dinge, die auch dieses Weihnachten möglich sind.

    Weihnachten 2021 wird anders ablaufen als Weihnachten vor der Pandemie – ganz klar. Aber es muss deshalb nicht zwingend schlechter sein. Weihnachten unter Corona bedeutet weniger Stress und birgt die Chance, alte Rituale zu kippen und neue Bräuche einzuführen.

    Nichts spricht gegen geliebte Traditionen wie schöne Weihnachtsdekoration, einen prächtigen Weihnachtsbaum, liebevoll ausgesuchte Geschenke, Berge von Weihnachtsplätzchen und ein mehrgängiges Weihnachtsmenu. 

    Corona-Alternativen für Weihnachten 

    Weihnachtsmärkte fallen dieses Jahr oft aus. Eine schöne Alternative zu einem Bummel über den Weihnachtsmarkt ist ein Winterspaziergang mit der Familie. Nehmen Sie heißen Tee, Glühwein und Lebkuchen mit und genießen Sie das Zusammensein mit netten Menschen. Übrigens: Glühwein selber machen ist ganz einfach, hier drei Rezepte für selbstgemachten Glühwein, mit und ohne Alkohol.

    Auch große Gottesdienste wird es Heiligabend 2021 nicht geben. Live-Übertragungen über das Internet unterliegen keinen Hygienevorschriften und können eine schöne Alternative zu den sonst meist überfüllten Kirchen sein. Statt den Gottesdienst zu besuchen, ist Weihnachten 2021 ein besinnlicher Waldspaziergang angesagt. Wenn Sie Kinder haben, nehmen Sie kleine Gemüsestückchen mit, mit denen Sie einen Tannenbaum im Wald dekorieren können, quasi als Weihnachtsbaum für die Tiere. 

    Wo persönliche Treffen nicht stattfinden dürfen, können Sie dieses Jahr mal wieder zum Füller greifen und Weihnachtsbriefe oder -karten schreiben.

    Ohne Weihnachtsfeiern und diverse Aufführungen bleibt mehr Zeit zum Basteln und Backen für Familie und Freunde. Wir hätten da ein paar Ideen:

    Ideen für die virtuelle Familien-Weihnachtsfeier

    Und auch virtuelle Familien-Weihnachtsfeiern bieten ungeahnte Möglichkeiten. Wer will kann gemeinsam Fotos anschauen (z.B. über Zoom und dann den Bildschirm teilen), zusammen Musik hören über eine gemeinsame Playlist, miteinander einen Film anschauen (entweder übers reguläre Fernsehprogramm oder über Streamingdienste), zusammen kochen und dabei quatschen (über FaceTime oder Zoom) und und und. Wenn die Großeltern den Kindern eine Geschichte vorlesen oder die Kinder Weihnachtslieder vorspielen wollen, funktioniert das problemlos übers Telefon oder Handy. 

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