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Sonnencreme richtig anwenden

Autor: Redaktion ÖKO-TEST | Kategorie: Freizeit und Technik | 24.07.2020

Sonnencreme richtig anwenden

Wer Sonnencreme richtig anwendet, schützt sich vor den aggressiven Sonnenstrahlen. Unsere Tipps rund um die Kunst des Eincremens plus die besten Sonnencremes.

Besser dick auftragen: Das empfehlen wir zum Start in den Sommer. Erwachsene benötigen drei bis vier Esslöffel, um sich von Kopf bis Fuß einzucremen. Nur mit einer solchen Menge an Sonnencreme lässt sich der ausgelobte Lichtschutzfaktor erreichen. Die meisten Menschen tragen Sonnenschutzmittel aber zu dünn und zu unregelmäßig auf, wie Umfragen zeigen. Dann ist der Schutz vor den aggressiven Sonnenstrahlen nicht ausreichend.

Sonnencreme reichlich und am ganzen Körper auftragen

Tragen Sie Sonnenschutz auch auf, wenn es wolkig ist. Eine leichte Wolkendecke lässt 90 Prozent der UV-Strahlung durch.

Vergessen Sie beim Eincremen keine Stelle. Füße, Hände, die Rückseiten der Arme, die Ränder der Kleidung und der Rücken kommen häufig zu kurz.

Fürs Gesicht gibt es spezielle Sonnencremes. Alternativ können Sie auch eine Tagescreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden.

So hoch muss der Lichtschutzfaktor sein

Die Schutzdauer der Sonnencreme lässt sich mit Hilfe des angegebenen Lichtschutzfaktors relativ einfach errechnen: Bei Menschen, die ohne Sonnencreme nach etwa zehn Minuten einen Sonnenbrand bekommen, verlängert sich der Eigenschutz der Haut gegen UVB-Strahlen mit Lichtschutzfaktor 20 auf 200 Minuten. Davon sollte man am besten nur zwei Drittel ausschöpfen. Für unser Beispiel wären das rund 120 Minuten.

Im Prinzip reicht für die meisten ein Sonnenschutzmittel mit mittlerem LSF zwischen 15 und 25 aus, denn der zusätzliche Schutz vor Sonne wächst nicht proportional zum Lichtschutzfaktor. Absorbiert ein Mittel mit LSF 20 immerhin 95 Prozent der UV-B-Strahlung, sind es bei LSF 50 nur wenig mehr, nämlich 98 Prozent. Die Verbesserungen sind also eigentlich unbedeutend. Trotzdem sind Produkte mit hohem LSF meist deutlich teurer. Sinnvoll sind Sonnenschutzmittel mit sehr hohem LSF zum Beispiel für Menschen mit Pigmentstörungen oder frischen, größeren Narben.

Tipp: Wichtig ist es, alle zwei bis drei Stunden nachzucremen, denn Baden, Schwitzen und Abtrocknen mindern den Schutz.

Bei hoher UV-Strahlung die Sonne meiden

Ob Sonnenschutz nötig ist, hängt in erster Linie von der UV-Belastung ab. Dieser wird mittlerweile als weltweit einheitlicher UV-Index in den Wetterprognosen angegeben, beispielsweise in der WarnWetter-App des Deutschen Wetterdienstes. Klettert der UV-Index auf 3, was auch im Frühling und Herbst der Fall sein kann, ist bei einem Aufenthalt in der Sonne ein Sonnenschutz nötig. "Der effektivste Schutz vor hohen UV-Belastungen und UV-bedingten Erkrankungen ist, ist die Sonne zu vermeiden. An zweiter Stelle steht Kleidung als Schutz vor der Sonne. Erst an dritter Stelle steht das Eincremen mit Sonnencreme", sagt Jan Henrik Lauer vom Bundesamt für Strahlenschutz. Lesen Sie dazu auch: Der richtige Sonnenschutz: So geht gesundes Sonnenbaden

So beugen Sie Hautkrebs vor

Um Ihre Haut vor Hautkrebs zu schützen, halten Sie sich in der Mittagszeit am besten im Schatten auf, tragen Sie lange Kleidung, einen Hut und eine Sonnenbrille und cremen Sie die freiliegenden Hautstellen mit Sonnenschutzmittel ein. Wir haben Sonnenschutzmittel mit mineralischen und chemischen UV-Filtern, mit und ohne Nanopartikel und teure und günstige Produkte getestet.

Wie lange ist Sonnencreme haltbar?

Jede Sonnencreme trägt auf der Rückseite das Symbol eines kleinen Tiegels mit der Haltbarkeit. Diese Zahl sagt, wie viele Monate das Produkt nach dem Öffnen mindestens haltbar ist. Ungeöffnet halten Sonnencremes mindestens 30 Monate. Wenn die Creme nicht mehr gut riecht und sich die Konsistenz verändert hat, sollten Sie das Produkt besser entsorgen.

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