Startseite

Spezial Umwelt 5: 2011
vom

Trinkwasser

Der große Durst

Fast 900 Millionen Erdenbürger haben nicht einmal zuverlässig sauberes Trinkwasser. Denn das kostbare Gut wird in aller Welt verschwendet, vergiftet und verhökert. Nicht jedes Gegenrezept taugt, doch es gibt hoffnungsvolle Ansätze. Die Welt muss nur entschlossen handeln.

461 | 65

04.11.2011 | Kinder planschen, das Vieh wird getränkt, Frauen waschen, Mädchen füllen Krüge für zu Hause - eine pittoreske Szene, wie wir sie von Flüssen und Seen in der Dritten Welt kennen. Doch sauberes Trinkwasser gibt es an solchen Wasserstellen kaum. Mit diesem Mangel leben fast 900 Millionen Menschen weltweit. Das UN-Kinderhilfswerk Unicef meldet, dass jährlich 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Durchfall sterben, weil sie verschmutztes Wasser getrunken haben - ein Skandal.

Als sich die Regierungschefs der wichtigsten Staaten dieser Erde feierlich im September 2000 bei der UN in New York versammelten, um Pläne für das neue Millennium zu schmieden, beschlossen sie denn auch neben anderen hehren Zielen, die Zahl der Menschen ohne sichere Wasserversorgung bis zum Jahr 2015 zu halbieren. Und tatsächlich: Statt mehr als einer Milliarde Erdenbürger zu Beginn der Kampagne, waren 2010 nur noch 880 Millionen unversorgt, meldet die für die Millenniumprojekte zuständige UN-Kulturorganisation Unesco. Weil viele weitere Projekte noch laufen, könne das Ziel wohl sogar schon vorzeitig erreicht werden, jedoch bleibt Afrika weiterhin zurück.

Im Juni 2011 hat die UN-Vollversammlung dann eigens die Liste der Menschenrechte erweitert: Der Zugang zu sauberem Trinkwasser gehört nun dazu. Pech nur, dass diese Rechte nicht einklagbar sind. Die Wasserversorgung zu verbessern ist nicht nur eine moralische Pflicht, sondern auch volkswirtschaftlich hochrentabel, errechnete die Weltgesundheitsorganisation WHO. Jeder Euro, der dafür aufgebracht werde, bringe einen Vorteil von mindestens drei Euro, in Fällen, in denen damit Krankheiten vermieden werden, sogar bis 34 Euro.

Keine Frage: Das lebensnotwendige Nass muss gerechter verteilt und effizienter eingesetzt werden, zumal der zu erwartende globale Temperaturanstieg die Lage vor allem in den schon heute trockenen Weltregionen dramatisch verschärfen wird. 2030 wird fast die Hälfte der Erdbevölkerung in Gebieten mit Wassermangel leben, kalkulieren UN-Wasserexperten. Schon jetzt aber wird in vielen Teilen der Welt mehr Wasser verbraucht, als auf Dauer zur Verfügung steht.

Gnadenloser Raubbau durch die Landwirtschaft

Der bei Weitem wichtigste Wassernutzer ist die Landwirtschaft. Fährt man durch die Mittelmeerländer, schweift der Blick über Landschaften, die bis zum Horizont in Plastikfolien verpackt sind. Derart geschützt wachsen Früchte aller Art für den Export in die wohlhabenden Länder Mittel- und Nordeuropas heran. Dort w

Spezial Umwelt 5: 2011

Gedruckt lesen?

Spezial Umwelt 5: 2011 für 5.00 € kaufen (zzgl. Versand)

Zum Shop

Spezial Umwelt 5: 2011

Online lesen?

Spezial Umwelt 5: 2011 für 4.99 € kaufen

Zum ePaper

Ratgeber: Trinkwasser

Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 114
Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 115
Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 116
Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 117
Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 118
Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 119
Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 120
Spezial Umwelt 5: 2011 Seite 121

8 Seiten
Seite 114 - 121 im Spezial Umwelt 5: 2011
vom 04.11.2011
Abrufpreis: 1.06 €

Artikel bei Unser Service-Partner: United Kiosk kaufen

Informationen zum Abruf bei United Kiosk

So funktioniert der Artikel-Abruf

Wenn Sie zum ersten Mal Artikel bei unserem Service-Partner United Kiosk abrufen, lesen Sie bitte vorab unsere Anleitung zum Abruf von Tests, Ratgebern, Einzelseiten und ePapern durch. Gekaufte Artikel, ePaper oder eBundles können Sie im Fall eines Verlustes nur dann wiederherstellen, wenn Sie sich zuvor registriert haben.