1. Home
  2. Tests

Wasserkocher-Test: Geräte oft nicht sicher genug

Magazin Dezember 2019: Faires Fest | Autor: Jörg Döbereiner/Kai Thomas | Kategorie: Bauen und Wohnen | 06.12.2019

Im Wasserkocher-Test haben wir unter anderem Handhabung und Sicherheit von 15 Geräten überprüft.
Im Wasserkocher-Test haben wir unter anderem Handhabung und Sicherheit von 15 Geräten überprüft. (Foto: ÖKO-TEST )

Im Wasserkocher-Test erhitzt sich von einigen Modelle die Kanne zu stark oder der Deckel klemmt. Dennoch können wir viele der getesteten Geräte empfehlen, mit "sehr gut" allerdings nur vier.

Wasserkocher gibt es nahezu in jedem Haushalt. Die Küchenhelfer aus Glas, Edelstahl und Kunststoff erhitzen Trinkwasser schnell und energiesparend. Im Vergleich zu Ceran-, Elektro- oder auch Induktionsherden sind Wasserkocher dem Öko-Institut zufolge immer die bessere Option. Denn die Geräte sind so gebaut, dass nur wenig Wärme verloren geht und sie sich schnell nach dem Kochen abschalten.

Wasserkocher-Test: die besten aus Glas, Edelstahl und Plastik 

Das Angebot reicht vom simplen Reisewasserkocher bis zum Designwasserkocher mit vielen praktischen Zusatzfunktionen. Standard-Geräte bringen das Wasser auf Siedetemperatur. Mit technisch ausgefeilteren Wasserkochern können sie die Temperatur genauer einstellen und Wasser in der Kanne warmhalten. Allerdings haben Wasserkocher auch ein Manko: Wenn sie kaputt gehen, landen sie meist im Müll. Denn die Geräte sind oft nicht teuer und Reparaturen kosten.

Gute Wasserkocher müssen etwas aushalten. Sie sollten sicher und natürlich auch einfach zu bedienen sein. Denn über die Zeit nimmt man die Elektrogeräte oft tausendfach in die Hände, öffnet und schließt den Deckel und erhitzt eben Wasser darin. Wir haben die Wasserkocher im Test daher für Sie gründlich überprüft.

Weiter zu den getesteten Produkten 

Wasserkocher mit Temperatureinstellung getestet

Ein Labor hat im Wasserkocher-Test auch geprüft, wie sicher sich heißes Wasser ausgießen lässt.
Ein Labor hat im Wasserkocher-Test auch geprüft, wie sicher sich heißes Wasser ausgießen lässt. (Foto: showcake/Shutterstock)

Im Test: Unser Test umfasst insgesamt 15 Wasserkocher aus Glas, Metall (bspw. Edelstahl) sowie Kunststoff. Fünf sind Wasserkocher mit Temperatureinstellung und Warmhaltefunktion. Die Preise liegen zwischen 12 und 80 Euro. Alle Wasserkocher im Test mussten in einem auf Haushaltsgeräte spezialisiertem Testinstitut zeigen, wie schnell sie einen Liter Wasser kochen und wie viel Energie sie dafür benötigen. Im Belastungstest mussten die Kocher 365-mal hintereinander Wasser zum Sieden bringen.  

Die Tester checkten auch die Handhabung der Wasserkocher – vom Deckel-Öffnen bis zum Ausgießen des heißen Wassers. Außerdem prüften sie die Ausstattung, maßen die Gehäuse-Temperatur und kontrollierten die elektrische Sicherheit. Bei den Wasserkochern mit Temperaturwahl und Warmhaltefunktion überwachten die Experten auch die Genauigkeit.

Natürlich wollten wir auch wissen, ob die Wasserkocher im Test mit Schadstoffen belastet sind. Labore analysierten, ob die Geräte problematische Substanzen enthalten oder welche ins Wasser übergehen.

Weiter zu den getesteten Produkten

Im Wasserkocher-Test nur wenige Testsieger

Das Ergebnis: Einige Wasserkocher können wir mit dem Gesamturteil "gut" empfehlen. Mit Note "sehr gut" überzeugen allerdings nur vier Wasserkocher im Test: Sie sind benutzerfreundlich und sehr sicher. Unter diesen Testsiegern kochen zwei Modelle besonders schnell.

Unsere Kritik: Im Test bemängeln wir vor allem Handhabung und Sicherheit. Mehrere Wasserkocher bewerten wir deshalb insgesamt nur mit "befriedigend" oder "ausreichend". Fünf Modelle zeigen nennenswerte Schwächen in Sachen Schadstoffe.

Jetzt kompletten Test mit allen Ergebnissen als ePaper kaufen

Wasserkocher-Test: Deckel oft unpraktisch

Der Deckel mancher Wasserkocher erwies sich im Test als besonders unpraktisch. Bei einem getesteten Wasserkocher klemmte der Aufsatz. Auch die Deckel von zwei weiteren Modellen erwiesen sich nicht gerade als nutzerfreundlich. Dabei wäre es ganz einfach: Viele Kocher, auch günstige, verfügen über einen leicht zu bedienenden Schalter am Griff. So lässt sich der Behälter mit einer Hand zugleich halten und öffnen.

Bei einem Wasserkocher im Test schloss der Deckel im Test nur ruckartig. Bei diesem Modell rieben sich zudem mit bloßem Auge erkennbare Plastikteilchen ab und fielen in den Behälter. Das kritisieren wir als gravierenden Verarbeitungsmangel.

Weiter zu den getesteten Produkten

Erhöhter Stromverbrauch bei Wasserkochern

Je größer die Wattzahl, desto schneller kocht‘s: Zwei "sehr gute" Wasserkocher mit vergleichsweise hoher Leistung bringen einen Liter Wasser in rund zweieinhalb Minuten zum Blubbern. An drei Wasserkochern im Test kritisieren wir eine auffallend lange Kochzeit bis zum Abschalten von mehr als 3 Minuten und 25 Sekunden.

An vier getesteten Wasserkochern bemängeln zudem wir einen erhöhten Energieverbrauch. Sie verbrauchten beim Kochen von einem Liter Wasser mehr als 115 bis 120 Wattstunden. Am stromsparendsten erhitzte einer der Testsieger.

Weiter zu den getesteten Produkten

Wasserkocher aus Edelstahl und Glas überhitzen

Ein spezialisiertes Prüfinstitut hat im Wasserkocher-Test die Hitzeentwicklung an Gehäuse und Griff gemessen.
Ein spezialisiertes Prüfinstitut hat im Wasserkocher-Test die Hitzeentwicklung an Gehäuse und Griff gemessen. (Foto: Labor)

Alle getesteten Wasserkocher erfüllen grundlegende Sicherheitsstandards. Sie gehen automatisch aus, wenn man sie ohne Wasser anschaltet. Ihre Elektrik ist sicher. Und sie kippen nicht leicht um. Bei neun Wasserkochern im Test aus Glas oder Metall erhitzt sich das Gehäuse binnen zehn Minuten nach dem Kochen besonders stark. Das kann zu Hause schmerzhaft werden. Spitzenwert bei einem Modell: mehr als 97 Grad Celsius. Die getesteten Wasserkocher aus Plastik haben dieses Problem nicht.  

Die sich stark erhitzenden Wasserkocher im Test sind an den Griffen immerhin besser isoliert. Mit etwas Vorsicht können Sie auch diese Modelle sicher gebrauchen. Dennoch meinen wir: Je nach Material sollte auch das restliche Gehäuse bestimmte Temperaturen nicht überschreiten.

Weiter zu den getesteten Produkten

Ein Wasserkocher im Test kaum nutzerfreundlich

Zum Mindeststandard eines nutzerfreundlichen Wasserkochers gehört für uns ein verdeckte Heizelement. Das erleichtert die Reinigung. Außerdem sollte der Behälter flexibel auf seinen Sockel zu stellen sein, und nicht nur in einer Position.

Nur ein Wasserkocher im Test erfüllte diese beiden grundsätzlichen Kriterien nicht. Seine Heizspirale liegt offen und er lässt sich nur in einer Position aufsetzen.

Schadstoffe in getesteten Wasserkochern

Schadstoffe waren kein großes Thema im Wasserkocher-Test. So bemängeln wir nur an einem Kocher, dass zu viel Nickel ins Wasser übergeht. Für gesunde Menschen ist die analysierte Menge nicht gefährlich, doch Allergikern reichen manchmal schon relativ geringe Mengen für eine Reaktion.

An einem Wasserkocher im Test kritisieren wir auffallend hohe Werte an giftigem Antimon und Brom im Griffmaterial, wahrscheinlich als flammhemmende Ausrüstung eingesetzt. Einige bromierte Verbindungen sind in der Umwelt schwer abbaubar. Auch chlorierte Verbindungen sind ein Umweltproblem. Sie stecken in allen Stromkabeln. 

Jetzt kompletten Test mit allen Ergebnissen als ePaper kaufen

Wasserkocher kaufen: Was wir Ihnen raten

Das Angebot an Wasserkochern im Handel ist groß. Unsere sechs Tipps, wenn Sie einen Wasserkocher kaufen möchten:

  1. Der Preis sagt wenig über die Qualität. Denn wir können Ihnen auch Wasserkocher für unter 20 Euro empfehlen. Zudem schwächeln im Test auch teure Geräte bei Sicherheit und Handhabung.  
  2. Im Praxistest überzeugen vor allem Wasserkocher aus Kunststoff, auch weil sie gut isoliert sind.
  3. Ein Kocher mit verdecktem Heizelement ist besser zu reinigen als einer mit freiliegender Heizspirale.
  4. Wasserkocher mit Temperaturwahl eignen sich besonders für Fans von grünem Tee. Sie bringen Wasser gezielt auf Temperaturen unter 100 Grad Celsius.
  5. Entsorgen Sie alte und kaputte Wasserkocher bei ihrer regionalen Sammelstelle, auf keinen Fall im Hausmüll.
  6. Bevor Sie einen neuen Wasserkocher kaufen: Im Repair-Café können Sie kaputte Geräte möglicherweise günstig reparieren.

Wasserkocher entkalken: So einfach geht's

Entkalken Sie Ihren Wasserkocher regelmäßig. Das verlängert die Lebensdauer. Es muss kein fertiger Entkalker sein, ein altes Hausmittel tutʼs immer noch: Zitronensäure. Sie können sie als Pulver, flüssige Säure oder als frisch gepressten Zitronensaft zum Entkalten des Wasserkochers verwenden. So geht's:

  1. Geben Sie einen Liter kaltes Wasser mit etwas Zitronensäure in den Wasserkocher.
  2. Lassen Sie die Lösung für eine Zeit einwirken.
  3. Spülen Sie den Wasserkochern anschließend gründlich aus.

Auch das Aufkochen mit Essigessenz löst Kalk im Wasserkocher. Allerdings raten manche Hersteller für ihren Wasserkocher von Essig ab. Werfen Sie deshalb vor dem Reinigen besser einen Blick in die Gebrauchsanleitung.


Weiterlesen auf oekotest.de:


Testverfahren

Wir haben 15 Wasserkocher eingekauft, darunter fünf mit Temperaturregler und Warmhaltefunktion. Die Geräte kosten zwischen knapp 12 und 80 Euro. Alle Geräte durchliefen eine anspruchsvolle Praxisprüfung in einem auf Haushaltsgeräte spezialisierten Testinstitut:

Sie mussten zeigen, wie schnell sie einen Liter Wasser kochen und wie viel Energie sie dafür benötigen. In einem Dauertest mussten sie 365-mal hintereinander Wasser kochen. Die Tester checkten die Handhabung, vom Öffnen des Deckels bis zum Ausgießen des heißen Wassers. Und sie prüften die Ausstattung, maßen die Temperatur am Gehäuse und kontrollierten die elektrische Sicherheit und wie leicht die Geräte kippen. Bei Geräten mit Temperaturregler und Warmhaltefunktion überwachten sie außerdem die Präzision der Kocher.

Ein Schadstofflabor analysierte, ob problematische Elemente wie Nickel aus den Kochern ins Wasser übergehen. Die Kocher selbst ließen wir unter anderem auf giftiges Antimon und auf umweltschädliche chlorierte Verbindungen testen, weiches Griffmaterial auf hormonell wirksame Weichmacher. Schließlich untersuchte ein namhaftes Prüfinstitut exemplarisch fünf Kocher auf Mikroplastik: drei aus Kunststoff, einen Glaskocher und einen aus Metall. Die Experten bestimmten die Anzahl kleiner Teilchen in einem Liter Kochwasser und identifizierten mehrere Hundert von jeder Probe genauer.

Ein sehr guter Kocher ist einfach zu handhaben und sicher. Diese Aspekte machen die Hälfte der Gesamtnote aus. Wie gut die Geräte kochen, fließt zu 40 Prozent ein, die Schadstoffergebnisse machen den Rest aus. Die Mikroplastik-Analyse bleibt als Stichprobe unberücksichtigt.  

Bewertungslegende 

Für die unter den Bereichen Kochen sowie Handhabung und Sicherheit genannten Mängel vergeben wir Minuspunkte. Die Summe der Minuspunkte jedes Bereichs wandeln wir jeweils in eine Schulnote um: 0 bis 1 Minuspunkt (MP) = "sehr gut"; 2 bis 4 MP = "gut"; 5 bis 7 MP = "befriedigend"; 8 bis 10 MP = "ausreichend"; 11 bis 13 MP = "mangelhaft"; 14 und mehr MP = "ungenügend".

Bewertung Testergebnis Kochen: Unter dem Testergebnis Kochen führt zur Abwertung um 4 MP: geringes Leck im Bodenbereich nach dem Dauertest, nach einiger Zeit kein Wasseraustritt mehr erkennbar. Zur Abwertung um 3 MP führt: eine auffallend lange Kochzeit bis zum Abschalten von 1 Liter Wasser (hier: mehr als 3 Minuten, 25 Sekunden). Zur Abwertung um 2 MP führt: eine stark erhöhte Temperaturschwankung von mehr als 10 Kelvin (K) beim Warmhalten (nur bei Geräten mit Warmhaltefunktion). Zur Abwertung um jeweils 1 MP führen: a) ein Energiebedarf beim Kochen von 1 Liter Wasser von mehr als 115 bis 120 Wh; b) eine erhöhte Temperaturschwankung von mehr als 5 bis 10 K beim Warmhalten (nur bei Geräten mit Warmhaltefunktion).

Bewertung Testergebnis Handhabung und Sicherheit: Unter dem Testergebnis Handhabung und Sicherheit führen zur Abwertung um jeweils 4 MP: a) eine offene Heizwendel, Gerät dadurch schwer zu reinigen und nicht über 360 Grad hinweg aufsetzbar, sondern nur in einer Position; b) eine Temperatur eines Kunststoffgehäuses nach dem Kochen von mehr als 85 °C (entspricht einer Temperaturerhöhung von mehr als 65 K), beziehungsweise eine Temperatur eines Gehäuses aus unbeschichtetem/beschichtetem Metall nach dem Kochen von mehr als 65 °C/75 °C (entspricht einer Temperaturerhöhung von 45/55 K), beziehungsweise eine Temperatur eines Glasgehäuses nach dem Kochen von mehr als 80 °C (entspricht einer Temperaturerhöhung von 60 K) (in der Tabelle: "Gehäuse wird zu heiß"). Zur Abwertung um jeweils 3 MP führen: a) Deckel schwergängig; b) Abrieb von Kunststoffteilchen in den Behälter. Zur Abwertung um jeweils 2 MP führen: a) kein automatisches Abschalten des Ein-Aus-Schalters beim Abnehmen der Kanne vom Sockel während der Kochphase; b) erhöhte Gefahr, heißen metallischen Bereich am Deckel zu berühren; c) Deckel etwas schwer zu bedienen. Zur Abwertung um jeweils 1 MP führen: a) kein oder lediglich ein grober Ausgießfilter; b) keine Deckelautomatik am Griff; c) keine skalierte Wasserstandsanzeige.

Bewertung Testergebnis Material: Unter dem Testergebnis Material führt zur Abwertung um eine Note: ein Übergang von Nickel in Wasser nach 24 und/oder 48 Stunden von mehr als 20 μg/l.

Bewertung Testergebnis Weitere Mängel: Unter dem Testergebnis Weitere Mängel führt zur Abwertung um zwei Noten: mehr als 1.000 mg/kg Antimon und Brom im Griffmaterial. Zur Abwertung um jeweils eine Note führen: a) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen im Produkt (hier: im Stromkabel); b) PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in der Verpackung (hier: im Kabelbinder).

Das Gesamturteil beruht zu 40 Prozent auf dem Testergebnis Kochen, zu 50 Prozent auf dem Testergebnis Handhabung und Sicherheit und zu 10 Prozent auf dem Testergebnis Material. Es wurde kaufmännisch gerundet. Das Gesamturteil kann nicht besser sein als "ausreichend", wenn das Testergebnis Handhabung und Sicherheit "mangelhaft" ist. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "befriedigend" oder "ausreichend" ist, verschlechtert das Testergebnis Material um eine Note. Ein Testergebnis Weitere Mängel, das "gut" ist, führt zu keiner Verschlechterung des Testergebnisses Material.  

Testmethoden 

Analyse je nach Zusammensetzung des Produkts. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen in Produkt und Verpackung, Elemente im Produkt: Röntgenfluoreszenzanalyse. Elemente, Übergang ins Wasser nach 24 und 48 h: Auskochen mit 1 Liter Leitungswasser (5,4 °dH, Jahresmittelwert), Auskippen des gekochten Wassers, Nachspülen, Kochen von 500 Millilitern Leitungswasser. Probenahme nach 24 und 48 Stunden, ICP-MS. Phthalate, Ersatzweichmacher, phosphororganische Verbindungen und sonstige Verbindungen: GS/MS nach Extraktion und Derivatisierung. Benzophenon: Migration in Anlehnung an DIN EN 71-10:2006, HPLC-FLD.

Praxisprüfung

Kochfunktion: Kochen von 1 Liter Wasser, Verwendung von Leitungswasser Härtegrad "weich" (< 1,5 mmol/l), Wassertemperatur zu Beginn des Tests 20 °C +/- 2 °C. Ermittlung der Kochzeit bis zum Abschalten, der verdampften Wassermenge, des Energiebedarfs bis zum Abschalten und des Energieverbrauchs im Standby. Jeweils Bilden des Durchschnittswerts aus zwei Durchgängen. Bedienung: Beurteilung durch zwei Laborprüfer: Bedienungsanleitung, Sockel: Behälter abnehmen und aufsetzen, Deckel öffnen und schließen, Griffergonomie, Befüllen/Entleeren, Wasserstandsanzeige, Ein-Aus-Schalter bedienen, Temperaturregelung (sofern vorhanden), Kabelaufwicklung, Ausgießfilter, Kleckerneigung bei schnellem Ausgießen, Verbrennungsgefahr beim Ausgießen durch Heißdampf, Herausspritzen von Wasser beim Kochen (max. Befüllung), Öffnen des Gehäuses im Servicefall. Dauer- und Dichtigkeitsprüfung: 365 Zyklen, ein Zyklus besteht aus einmal Wasseraufkochen je 30 Minuten, Verwendung von Leitungswasser Härtegrad "weich" (< 1,5 mmol/l), Wasser wurde zweimal täglich bis auf die maximale Füllmenge aufgefüllt. Nach ca. 200 Zyklen eine zweitägige Pause (Wochenende). Sicherheit in Anlehnung an DIN EN 60335-1/A13:2018-07; VDE 0700-1/A13:2018-07 und DIN EN 60335-2-15. Temperatur am Wasserkocher direkt nach dem Kochen: Messung am Gehäuse, am Griffgehäusebereich und am Griff. Bestimmung der maximalen Temperatur innerhalb 10 Minuten Verweilzeit nach dem Kochen. Temperatur der Messstellen zu Beginn des Tests 20 °C +/- 2 °C. Elektrische Sicherheit: Hochspannungs-, Isolationsfestigkeits- und Schutzleiterprüfung. Abschalten beim Abnehmen der Kanne vom Sockel während der Kochphase. Abschalten bei kurzzeitigem Stromausfall. Abschalten beim Abnehmen der Kanne vom Sockel beim Warmhalten (nur bei Warmhaltefunktion). Überhitzungsschutz: Messung der Zeit bis zur Aktivierung des Trockengehschutzes. Standfestigkeit (Kippstabilität) auf einer Arbeitsplatte mit 15 Grad Neigung: Leer und mit 1 Liter Befüllung, jeweils Kocher ohne und mit Sockel. Besonderheiten (Grate, eckige Kanten). Bei Geräten mit Temperaturregelung - Temperaturgenauigkeit: Erhitzen von 1 Liter Wasser, Genauigkeit der Temperatureinstellung bei 40 °C beziehungsweise am nächsthöheren einstellbaren Temperaturminimum sowie bei 70 °C. Zwei Durchgänge. Bei Geräten mit Warmhaltefunktion - Temperaturgenauigkeit beim Warmhalten auf 80 °C über die maximale Warmhaltedauer: Mittelwert, maximale und minimale Temperatur, Prüfung der Warmhaltedauer und des Energiebedarfs für einen Warmhaltezyklus bei 80 °C.

Partikelanalyse in gekochtem Wasser: Vorbehandlung und Filtration: Füllen des Wasserkochers mit Reinstwasser (0,055 μS/cm bei 25°C) bis zum maximalen Füllvolumen (1,7 l); Kochen und Verwerfen des eingefüllten Wassers; neunmaliges Wiederholen dieses Vorgangs; danach Füllen des Wasserkochers mit 1,0 Liter Reinstwasser, Kochen des eingefüllten Wassers, Überführen des gekochten Wassers in einen Messzylinder; Filtration des gekochten Wassers auf einen zuvor gereinigten Si-Filter (11 mm x 11 mm; Porengröße: 6 μm, Porenabstand: 22 μm); Kochvorgang sowie Filtration in einer Laminar-Flow-Box (EN DIN ISO 14644-1, ISO class 5); Blindprobe: 1 Liter Reinstwasser wird in einen zuvor gereinigten Messzylinder gefüllt, Filtration analog zur Probenfiltration; lichtmikroskopische Auswertung analog zu den Proben. Lichtmikroskopische Untersuchung: Erstellen eines Übersichtsbilds von den filtrierten Proben durch automatisches Zusammensetzen mehrerer Einzelbilder ("Stitching") mit Fokuskorrektur; lichtmikroskopische Aufnahmen im Hellfeld (20x-Objektiv) und im Dunkelfeld (20x-Objektiv) mit einem inVia Qontor Raman-Mikroskop; Bildauswertung anhand des Dunkelfeldbildes; Bestimmung der Partikelgrößen mittels Feret-Durchmesser; untere Größengrenze der Partikelauswertung 6 μm. Ramanspektroskopische Partikelidentifikation: Aufnahme eines Raman-Spektrums von mehreren Hundert der mittels Bildauswertung ermittelten Partikeln, zufällige Auswahl der Partikel, falls Gesamtpartikelanzahl 500 deutlich übersteigt; Parameter für die Messung: 532 nm Laser, Laserleistung 10 %, 20x-Objektiv, Beleuchtungszeit 1 s, Scananzahl: 10, Gitter: 600; Einstufung hinsichtlich "Kunststoff ja/nein"; falls "ja", Bestimmung der Kunststoffart; sofern möglich, Identifizierung der Materialart weiterer Partikel ("Kunststoff nein"); Aufnahme von Referenzspektren aller Kunststoffteile des Kochers sowie der Verpackung.

Einkauf der Testprodukte: August 2019 

Tests und deren Ergebnisse sind urheberrechtlich geschützt. Ohne schriftliche Genehmigung des Verlags dürfen keine Nachdrucke, Kopien, Mikrofilme oder Einspielungen in elektronische Medien angefertigt und/oder verbreitet werden.

Informationen zum Abruf bei United Kiosk
So funktioniert der Artikel-Abruf
Wenn Sie zum ersten Mal Artikel bei unserem Service-Partner United Kiosk abrufen, lesen Sie bitte vorab unsere Anleitung zum Abruf von Tests, Ratgebern, Einzelseiten und ePapern durch. Gekaufte Artikel, ePaper oder eBundles können Sie im Fall eines Verlustes nur dann wiederherstellen, wenn Sie sich zuvor registriert haben.