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Plogging: Dieser Trend ist gut für die Umwelt und den Körper

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 11.01.2019

Plogging: Dieser Trend ist gut für die Umwelt und den Körper
(Foto: © David Pereiras - Fotolia.com)

Wer sich fürs neue Jahr vorgenommen hat, mehr Sport zu treiben, kann dabei nicht nur seinem Körper Gutes tun, sondern nebenbei auch noch der Umwelt. Und zwar, indem er sich auf seiner Joggingrunde nach Müll bückt und Flaschen, Dosen & Co. einsammelt.

Joggen und sich dabei für die Umwelt engagieren? Der neue Laufsport für Naturschützer hat einen Namen: Plogging. Die Idee dahinter ist naheliegend und zur Nachahmung empfohlen: Wer durch städtische Parks oder den Wald joggt und dabei Müll findet, nimmt ihn mit und entsorgt ihn anschließend fachgerecht. Und je mehr Gleichgesinnte mitmachen, desto mehr Spaß macht das Ganze!

Der umweltbewusste Sporttrend kommt aus Schweden. Plogging ist eine Kombination aus dem schwedischen Verb „plocka“ (aufsammeln) und „Jogging“. Trendsetter war der schwedische Umweltaktivist Erik Ahlström. Ihn störte der viele Müll in seiner Heimatstadt Stockholm. Sein Gegenrezept: Laufgruppen, die durch die Stadt joggen und dabei Abfall einsammeln.

Inzwischen ist daraus eine Bewegung geworden, und langsam, aber sicher kommt die Plogging-Welle auch in Deutschland an. In vielen Städten gibt es regelmäßige Plogging-Events, zum Teil werden sie von engagierten Umweltschützern organisiert, zum Teil von Städten und Abfallwirtschaftsbetrieben.

In München beispielsweise stellen die Abfallwirtschaftsbetriebe Warnwesten, Handschuhe, Beutel und Getränke bereit. In Köln vereinbaren die Entsorgungsbetriebe einen Treffpunkt mit den engagierten Ploggern, um nach der Laufrunde den Müll entgegenzunehmen und zu entsorgen.

Plogging ist ein intensives Ganzkörpertraining

Wer ploggt, absolviert im Vergleich zum Joggen ein besonders vielseitiges Training. Die kurzen Müllpausen machen aus der Laufrunde ein intensives Intervall-Training. Die Plogging-Ausrüstung ist dabei spartanisch: Außer Turnschuhen brauchen die laufenden Müll-Sammler nur einen Müllsack und ein paar stabile Handschuhe.

Anita Horn, Initiatorin von Plogging Cologne, weiß die Vorzüge des Umwelt-Sports zu schätzen: „Das häufige Bücken kräftigt Oberschenkel, Po und Rücken. Eine spezielle Technik ist beim Bücken nicht nötig. Nur wer Rückenprobleme hat, sollte beim Mülleinsammeln lieber in die Knie gehen, als sich von oben herunterzubeugen.“

Plogging: Einfach loslegen und mitmachen

Wem Joggen zu anstrengend ist (oder wer gesundheitlich nicht zu schnell laufen sollte), der kann auch einen Gang herunterschalten und alternativ eine Plogging-Runde im gemächlicheren Walking-Tempo absolvieren.

Und: Müllsammeln muss natürlich nicht in Sport ausarten. Auch bei der Gassirunde mit dem Hund oder beim nächsten Waldspaziergang kann jeder die Natur sauberer hinterlassen, als er sie vorgefunden hat. Besonders Engagierte setzen nach der Plogging-Runde übrigens ein Zeichen auf Facebook oder Twitter, um andere zum Mitmachen zu animieren.

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