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Igelhaus bauen: So legen Sie ein Winterquartier für Igel an

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Freizeit und Technik | 09.09.2020

Ein Igelhaus bauen hilft Igeln, sicher zu überwintern.
Foto: CC0 / Pexels / Pixabay

Sobald die Tage kälter werden, suchen sich Igel einen geeigneten Platz für den Winterschlaf. Mit einigen Handgriffen können Sie selbst ein Igelhaus bauen, in dem die Stacheltiere sicher überwintern können.

  • Igel halten Winterschlaf. Dafür benötigen sie eine geeignete Unterkunft.
  • Entfernen Sie Laub nicht aus dem Garten, sondern häufen Sie es auf. Igel können darin überwintern. 
  • Auch ein selbst gebautes Igelhaus aus Holz bietet ein sicheres Winterquartier.

Etwa ab Mitte Oktober beginnen Igel damit, ihr Quartier für den Winter zu bauen. Denn Igel halten Winterschlaf – oft bereits ab November. Die wichtigsten Bestandteile für eine sichere Winterschlafstätte: Laub, Reisig und totes Holz. Wer die Igel unterstützen möchte, kann selbst ein Igelhaus bauen oder sollte zumindest das Laub aus seinem Garten nicht entfernen.

Wie können Igel sicher überwintern?

Grundsätzlich gilt: Igel überwintern draußen in der freien Natur. Nur äußerst kranke, verletzte oder abgemagerte Tiere brauchen Ihre Hilfe. Ist das der Fall, kontaktieren Sie am besten den Tierarzt oder eine Igelstation.

Auch der NABU rät, nur auffallend unterernährte oder kranke Igel zu versorgen oder einer Igelstation zu übergeben. Gesunde Tiere kommen auch ohne den Menschen zurecht.

Was jedoch allen Igeln hilft: Lassen Sie das heruntergefallene Laub im Garten liegen. Noch besser ist es, wenn Sie es zu einem Haufen zusammenschieben. Darin können Igel gut überwintern. Auch Reisighaufen und Hecken sind bevorzugte Winterquartiere der stacheligen Insektenfresser.

Das fertige Igelhaus stellen Sie am besten an eine Hecke und häufen nebenan Laub an.
Das fertige Igelhaus stellen Sie am besten an eine Hecke und häufen nebenan Laub an. (Foto: CC0 / Pixabay / Alexas_Fotos)

Igelhaus bauen Schritt für Schritt

Als Ergänzung zu natürlichen Verstecken wie Wurzelwerken, Hecken und Treppenaufgängen können Sie ein Igelhaus bauen.

  1. Für das Igelhaus benötigen Sie trockene, unbehandelte Holzbretter, die für vier Wände und ein Dach ausreichen müssen. Wer es etwas einfacher haben möchte, verwendet eine alte Wein- oder Obstkiste.
  2. Schneiden Sie für die Vorderwand einen etwa zehn Zentimeter hohen Eingang aus dem Brett. Achten Sie darauf, keine scharfen Kanten zu hinterlassen.
  3. Wenn Sie einzelne Bretter verwenden, schrauben oder nageln Sie die Bretter zu einem Haus zusammen.
  4. Suchen Sie einen ruhigen Ort zum Aufstellen, am besten neben einer Hecke oder unter einem Treppenaufgang. Die Igel brauchen einen freien Zugang zu ihrem Winterquartier.
  5. Legen Sie den Boden des Igelhauses mit Laub aus, eine Ecke des Hauses zusätzlich mit Heu.

Der NABU bietet eine ausführliche Bauanleitung mit Maßangaben an, die eine zusätzliche Trennwand enthält, um Igel vor Räubern zu schützen. Sobald Sie das Igelhaus an seinem Platz aufgestellt haben, sollten Sie es bis zum Frühjahr am selben Ort lassen. Manchmal halten Igel bis Mai Winterschlaf oder kehren nochmals in ihr Winterquartier zurück.

So können Sie Igeln zusätzlich unterstützen

  • Verzichten Sie auf Laubbläser, denn sie schaden Igeln und töten Insekten.
  • Stellen Sie eine Schüssel mit Wasser in den Garten, Igel freuen sich über die Flüssigkeit.
  • Abgemagerte Tiere dürfen Sie füttern. Lesen Sie dazu jedoch vorab: Igel füttern: Wann es sinnvoll ist, und was Igel nicht fressen sollten
  • Seien Sie vorsichtig, wenn Sie im Herbst Sträucher und Hecken zuschneiden, es könnten sich bereits Igel eingenistet haben.

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