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Dürfen Hunde Nüsse essen?

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 02.09.2021

Welche Nüsse dürfen Hunde essen?
Foto: Shutterstock / Natalia Bostan

Für Hunde sind einige Lebensmittel, die uns Menschen schmecken, nicht gesund oder sogar gefährlich. Beispiel Nüsse: Hier hängt es von der Nusssorte ab, ob die Vierbeiner sie vertragen oder ob die Nüsse sogar giftig sind.

Nüsse sind gesund – für uns Zweibeiner, aber auch für unsere Vierbeiner. Nüsse enthalten reichlich gesunde Fettsäuren und versorgen uns mit Mineralien und Vitaminen (vor allem Vitamine aus der B-Gruppe und Vitamin E) sowie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor.

Die allermeisten Nüsse werden von Hunden gut vertragen – es gibt aber auch einige Sorten, die Ihr Hund auf keinen Fall fressen darf.

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    Nüsse für Hunde – das sollten Sie wissen

    • Nüsse enthalten viel Fett und sind damit auch für Vierbeiner kleine Kalorienbomben und können zu Übergewicht führen. Fettreiche Lebensmittel können bei Hunden zudem zu Magen-Darm-Problemen und einer Entzündung der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) führen.
    • Deshalb Nüsse immer nur in kleinen Portionen verfüttern und nur an Hunde, die sich viel bewegen und einen guten Kalorienumsatz haben.
    • Wenn Sie Ihrem Hund Nüsse geben wollen, starten Sie vorsichtig, denn auch Hunde können allergisch auf Nüsse reagieren. Testen Sie mit einer kleinen Menge, ob Ihr Hund Nüsse verträgt. Anzeichen für eine Allergie sind Bauchschmerzen, Juckreiz und ein Anschwellen der Schleimhäute.
    • Nüsse für Hunde sollten immer naturbelassen sein, das heißt nicht gesalzen, gezuckert oder gewürzt.
    • Viele Nüsse haben für Hunde eine problematische Größe: Sind sie zu klein, können sie schwer oder gar nicht zerkaut werden. Werden sie unzerkaut geschluckt, können sie in der Speiseröhre hängen bleiben oder im Magen-Darm-Trakt zu Problemen führen. Mischen Sie Nüsse am besten gehackt oder gemahlen unters Hundefutter.
    • Lassen Sie Ihren Hund beim Gassi gehen keine herumliegenden Walnüsse, Eicheln oder Bucheckern fressen. Es droht die Gefahr von gefährlichen Vergiftungen.
    Die meisten Nusssorten dürfen Hunde essen – aber nur in Maßen.
    Die meisten Nusssorten dürfen Hunde essen – aber nur in Maßen. (Foto: Shutterstock / Dionisvera)

    Walnüsse für Hunde

    Hunde dürfen Walnüsse fressen, aber nur, wenn sie reif und geschält sind. Unreife, ungeschälte Nüsse können von einem für Hunde gefährlichen Pilz befallen sein. Der Schimmelpilz, der auch Eicheln befallen kann, kann für Hunde tödlich sein. Lassen Sie Ihren Hund beim Gassi gehen auf keinen Fall ungeschälte Walnüsse aufbeißen und fressen.

      Dürfen Hunde Mandeln essen?

      Beim Füttern mit Mandeln ist Vorsicht geboten: Süße Mandeln sind für Hunde okay, nicht aber Bittermandeln. Süßmandelbäume können vereinzelt Bittermandeln tragen, optisch lassen sich die beiden Sorten nicht voneinander unterscheiden. Bittermandeln sind wegen des enthaltenen Amygdalins für Hunde giftig. Mandeln enthalten jede Menge Vitamine, Folsäure, Magnesium und Kalium. 

      Esskastanien für Hunde

      Esskastanien (Maronen) enthalten deutlich weniger Fett, kein Gluten und sind auch für empfindliche Hunde gut verträglich. Darüber hinaus sind Esskastanien reich an Vitamin B, Mineralien und Spurenelementen.

      Dürfen Hunde Cashewkerne essen?

      Ja, aber wie bei anderen Nüssen gilt auch hier: Nur in Maßen und nur die ungesalzene Version. Cashewkerne sind aufgrund der enthaltenen Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren gesund.

      Sind Pistazien für Hunde erlaubt?

      Pistazien sind reich an Vitamin B und Kalium, sie sind generell nicht schädlich für Hunde. Sie enthalten jedoch häufig Schimmelsporen, die für Hunde (und natürlich auch für Menschen) schädlich sind. Hunde reagieren auf den Schimmelpilz allerdings stärker als Menschen. Wenn Sie Ihrem Hund Pistazien zu fressen geben, sollten diese unbedingt frisch und geschält sein. 

      Erdnüsse für Hunde

      Erdnüsse sind für Hunde prinzipiell gut verträglich und wegen ihrer gesunden Inhaltsstoffe (Eiweiß, Zink, Magnesium) auch ein wertvoller Snack. Erdnüsse sollten Sie nicht an herz- oder nierenkranke Hunde füttern.

      Gut zu wissen: Erdnüsse können allerdings leicht Allergien auslösen.

      Haselnüsse für Hunde

      Hunde dürfen durchaus Haselnüsse, die mit viel Eiweiß, Calcium, Kalium und Vitaminen punkten, essen.

      Gut zu wissen: Wie bei Erdnüssen gilt auch bei Haselnüssen: Die Nüsse können eine Allergie auslösen. Deshalb die Nüsse nur in kleinen Portionen und vorsichtig füttern.

      Kokosnüsse für Hunde

      Der Vorteil der Kokosnuss, die eigentlich keine Nuss, sondern eine Steinfrucht ist: Sie ist gesund, enthält aber nicht so viel Fett. Zudem stecken in ihr B-Vitamine, Vitamin E, Biotin und Folsäure.

      Kokosöl wird häufig zur Zeckenabwehr und gegen Würmer eingesetzt.

      Diese Nüsse sind giftig für Hunde

      Es gibt einige Nusssorten, die Ihr Hund auf keinen Fall fressen darf. Sie enthalten giftige Inhaltsstoffe, die im schlimmsten Fall zum Tod führen können.

      Diese Nüsse sind für Hunde tabu:

      • Macadamianüsse
      • Bittermandeln
      • Muskatnuss
      • Eicheln
      • Bucheckern

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      Viele Nusssorten sind für Hunde unproblematisch, sie bergen aber einige Gefahren: Angefangen von Schimmelsporen über mögliche Allergien bis zur Gefahr, dass sie in der Speiseröhre stecken bleiben. Deshalb der Tipp: Wenn Sie Ihren Hund mit einem kleinen extra Snack verwöhnen möchten, geben Sie ihm ein Stückchen Wurst oder spezielle Hundeleckerli. Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass Ihr Vierbeiner extra Vitamine oder Mineralstoffe benötigt: In einem artgerechten, ausgewogenen Hundefutter ist alles enthalten, was Ihr Hund braucht.

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