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Black-Friday: Das allergrößte Schnäppchen gibt's am Kauf-Nix-Tag

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 29.11.2019

Der Anti-Shopping-Tag heißt "Kauf-Nix-Tag"
Der Anti-Shopping-Tag heißt "Kauf-Nix-Tag" (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - Kevin-Sanderson)

Es ist Vorweihnachtszeit, der Shopping-Countdown läuft. Von Black Friday bis Cyber Monday – in Onlineshops und in den Läden wird zur großen Konsumschlacht aufgerufen. Der Kauf-Nix-Tag am kommenden Samstag propagiert das Gegenteil: bewussten Konsumverzicht.

Deals und Schnäppchen ohne Ende: Die Zeit vor Weihnachten steht für Onlineshops und Einkaufsmeilen im Zeichen des Konsums. Der "Buy Nothing Day" oder Kauf-Nix-Tag zielt auf das Gegenteil und ruft zum Verzicht auf.

Organisationen wie Greenpeace nutzen den Tag traditionell, um auf Alternativen zum Konsumdenken aufmerksam zu machen. Passenderweise fällt auch der Tag des Einkaufsfastens in die Vorweihnachtszeit – vermutlich der beste Zeitpunkt, um sich die Folgen des eigenen Konsums zu vergegenwärtigen.

Kauf-Nix-Tag statt Black Friday

In den USA findet der "Buy Nothing Day" zeitgleich zum Black Friday (29. November 2019) statt – am Tag nach Thanksgiving. In Deutschland wurde der Kauf-nix-Tag einen Tag nach hinten verschoben, dieses Jahr auf Samstag, den 30. November 2019.

Der Kauf-Nix-Tag ruft zu 24 Stunden Konsumverzicht auf. Nicht mit dem Ziel, alle Einkäufe am Tag davor oder am Tag danach zu erledigen – sondern, um in Ruhe darüber nachzudenken, wie sich der eigene Lebensstil verändern und der eigene ökologische Fußabdruck verkleinern lässt.

Jetzt lesen: Black Friday 2019 bietet kaum echte Schnäppchen

Wir leben über unsere Verhältnisse

Längst ist klar: Wir leben über unsere ökologischen Verhältnisse. Die Pro-Kopf-Berechnung zeigt, welchen Fußabdruck ein Deutscher, Österreicher oder Schweizer im Vergleich zu Menschen in anderen Ländern hinterlässt. Würden alle Menschen weltweit leben und konsumieren wie wir, bräuchten wir drei Erden, um den Bedarf zu decken.

Eine Gruppe von Forschern, das Global Footprint Network, berechnet Jahr für Jahr den weltweiten Verbrauch an Energie, Fläche, fossilen Brennstoffen, Wasser und die Verschmutzung, die wir zu verantworten haben. Dieser Wert wird dem gegenübergestellt, was die Erde Jahr für Jahr an Ressourcen zur Verfügung stellen kann.

Die Webseite des Fußabdruck-Rechners von Global Footprint Network.
Die Webseite des Fußabdruck-Rechners von Global Footprint Network. (Foto: https://www.footprintcalculator.org/ (Screenshot))

Angebot und übermäßige Nachfrage entwickeln sich dabei immer weiter auseinander, und der sogenannten "Earth Overshoot Day" ist jedes Jahr früher erreicht. Der "Earth Overshoot Day" ist der Tag, an dem wir Menschen alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht haben, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren und nachhaltig zur Verfügung stellen kann (WWF). Dieses Jahr waren die Erdressourcen bereits am 29. Juli 2019 erschöpft, also fünf Monate zu früh.

Fünf Fragen, die Sie sich vor jedem Kauf stellen sollten

Vor diesem Hintergrund sollten Sie bewusst konsumieren. Folgende Fragen helfen dabei:

  1. Brauche ich das Produkt wirklich?
  2. Werde ich das Produkt auch oft genug nutzen?
  3. Was mache ich mit dem Produkt, wenn ich es nicht mehr brauche?
  4. Wo und unter welchen Arbeitsbedingungen wurde das Produkt hergestellt?
  5. Lässt sich das Produkt reparieren, wenn es kaputt ist?

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