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6 Gründe, die gegen den Böller-Wahnsinn sprechen

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Freizeit und Technik | 02.12.2019

6 Gründe, die gegen den Böller-Wahnsinn sprechen
(Foto: C0 Public Domain / Pixabay - geralt)

Inzwischen ist die Feinstaub-Diskussion in den Supermärkten und Baumärkten angekommen: Einige Märkte bieten dieses Jahr keine Raketen und Kracher an. Der Feinstaub ist nur einer von vielen Gründen, warum Sie die Silvester-Böllerei boykottieren sollten.

Die Böllerei zu Silvester steht unter keinem guten Stern mehr und gerät zunehmend in Verruf: Mehr und mehr Städte richten böllerfreie Zonen ein, diverse Supermärkte und Baumärkte nehmen Raketen & Co. aus ihrem Sortiment. So haben einige Edeka- und Rewe-Märkte beschlossen, dieses Jahr kein Zubehör fürs Feuerwerk anzubieten. Und die Baumarktkette Hornbach hat angekündigt, ab kommendem Jahr keine Böller mehr zu verkaufen.

Klingt gut – noch handelt es sich aber um wenige Ausnahmen. Märkte wie Aldi, Lidl, Kaufland und Real halten beispielsweise am Verkauf von Feuerwerkskörpern fest. Lidl bietet sogar bis zum 26.12. über eine Extra-Webseite einen Reservierungsservice für Feuerwerks-Batterien an. In Deutschland dürfen Feuerwerkskörper nur zwischen dem 28. und 31. Dezember verkauft werden.  

6 Gründe gegen das Silvester-Feuerwerk

Klimaschutz, Tierschutz, Sicherheit – es gibt viele Gründe, warum die Knallerei keine gute Idee ist.

  1. Klimaschutz: Die Feinstaubbelastung in der Neujahrsnacht liegt bei rund 4.500 Tonnen Feinstaub, das entspricht ungefähr einem Sechstel des gesamten jährlichen Straßenverkehrs in Deutschland (Quelle: Umweltbundesamt).
  2. Gefahr: Jedes Jahr gibt es in der Silvesternacht zahlreiche Verletzte und immer wieder sogar Tote. Die meisten Verletzungen sind Verbrennungen, Schäden des Innenohrs und Verstümmelungen. In den vergangenen Jahren hat zudem die Zahl der Übergriffe auf Polizisten und Rettungskräfte zugenommen.
  3. Stress für Tiere: Haus- und Wildtiere werden durch den Lärm in der Silvesternacht in Panik versetzt und verlieren die Orientierung.
  4. Geldverschwendung: An Silvester wird viel Geld regelrecht verballert und in die Luft geschossen. Beim vergangenen Jahreswechsel erzielte die Branche Verkäufe in Höhe von rund 133 Millionen Euro (Quelle: Statista). 
  5. Herstellung unter extrem gefährlichen Arbeitsbedingungen: Feuerwerkskörper werden meist in Entwicklungsländern gefertigt. Die Zustände in den Fabriken in Fernost sind oft katastrophal: Der Kontakt mit chemischen Substanzen wie Schwefel und Schwarzpulver kann zu Verätzungen, Asthma und Tuberkulose führen. Das Risiko von Arbeitsunfällen aufgrund von Explosionen und Feuer ist hoch.
  6. Müllberge in den Städten: Das neue Jahr beginnt mit gigantischen Müllmengen in Städten, Parks und Freiflächen. Nur wenige Menschen nehmen ihre Kartonagen, Reste der Feuerwerkskörper und leeren Flaschen nach der Party wieder mit. In den ersten Tagen des neuen Jahres sind Mitarbeiter der Stadtreinigung damit beschäftigt, den Müll der Böller-Freunde wegzuräumen.

Wie wäre es, das Geld dieses Jahr nicht in Feuerwerk zu investieren, sondern eine gemeinnützige Organisation zu unterstützen?

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