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15 Katzenstreumarken im Test

Pipikatz

ÖKO-TEST Kompakt Haustiere | Kategorie: Freizeit und Technik | 03.06.2011

15 Katzenstreumarken im Test

Katzen sind reinliche Tiere, eine gute Streu für die Katzentoilette ist daher wichtig. ÖKO-TEST hat 15 Marken unter die Lupe genommen.

Neuer Artikel vorhanden: 15 Katzenstreumarken im Test

In jedem sechsten Haushalt leben Katzen. Insgesamt sind es rund 8,2 Millionen, die in Deutschland als Heimtiere gehalten werden. Damit sich Mensch und Mieze wohlfühlen, geben Katzenhalter viel Geld für Katzenstreu aus, die den größten Posten ausmacht im Markt für Heimtierzubehör - nur noch getoppt von der Fertignahrung.

Katzenstreu kann aus ganz unterschiedlichen Materialien bestehen. Wir haben für unseren Test Produkte aus Bentonit, Calciumsilikathydrat, Holzfasern und Recyclingzellstoff eingekauft. Alle 15 Marken haben wir nicht nur auf bedenkliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen, sondern auch einer Praxisprüfung unterzogen.

Das Testergebnis

Viele Katzenstreus gehen mit "sehr guten" und "guten" Noten aus unserem Test. Die schlechtesten Produkte erhalten nur ein "ausreichend" und "mangelhaft", weil sie in der Praxisprüfung versagen.

In zwei Katzenstreus hat das beauftragte Labor vereinzelt lungengängige Fasern festgestellt. Solche Fasern stehen zwar im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Bei den betroffenen Produkten handelt es sich aber um Katzenstreu aus dem Tonmineral Bentonit. Im feuchten Milieu, also wenn es in den Atemtrakt gelangt, quillt es auf und verliert dann seine gefährliche Faserform. Im Vergleich zu Asbest, das im Körper extrem beständig ist und eine hohe sogenannte Bio-Persistenz besitzt, ist Bentonit weniger biopersistent. Daher vergeben wir nur einen Minuspunkt.

In drei Marken aus Bentonit analysierte das beauftragte Labor erhöhte Gehalte der bedenklichen Schwermetalle Nickel, Thallium und/oder Kobalt. Da diese in den Körper gelangen können, wenn der Staub eingeatmet wird, quittieren wir das mit Notenabzug.

Katzenstreu muss saugstark sein: Besonders saugfähig waren die Bio-Catolet Sanftes Hygienestreu, die Cat's Best Öko Plus Öko-Katzenstreu Klumpend und die Dehner Zoo Öko Katzenstreu. Besonders schlecht präsentierten sich dagegen die Catsan Hygiene Plus und die Ja! Katzenstreu. Diese Streus lagen weit unter dem Durchschnitt der Marken im Test.

Bei den Klumpstreuprodukten haben wir zusätzlich noch die Ergiebigkeit untersucht und überprüft, wie viel Streumaterial verbraucht wird, um eine bestimmte Menge Wasser zu binden. Denn je größer die Klumpen sind, desto mehr muss nach Entfernen der Klumpen nachgefüllt werden, um die vom Hersteller empfohlene Schütthöhe der Streu im Katzenklo einzuhalten. Auch hier gab es erhebliche Unterschiede: Von der Premiere Excellent Premium Klumpstreu wird nur 125 Milliliter Material für 250 Milliliter Wasser verbraucht. Bei der Biokat's Classic Naturklumpstreu sind es dagegen mehr als 450 Millimeter Material.

Alle Hersteller empfehlen, täglich das Katzenklo zu reinigen. Dennoch ist es wichtig, dass die Streu den Geruch gut bindet, denn wenn der Katzenurin erst mal von Bakterien zersetzt wird, kann es wirklich unangenehm riechen. Wir ließen den Geruch von vier Personen subjektiv erschnuppern und haben auch die Ammoniakentstehung gemessen. Besonders stark müffelten die Ja! Katzenstreu und


Katzenstreu: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Tip Katzenstreu Bentonit
  • Real

Edeka Klumpstreu
  • Edeka

Dehner Zoo Öko Katzenstreu
  • Dehner

Vitakraft Compact Ultra Klumpstreu
  • Vitakraft

Biokat's Classic Naturklumpstreu
  • H. v. Gimborn

Natusan Premium Klumpstreu
  • Masterfoods

Ja! Katzenstreu
  • Rewe

Coshida Katzenstreu Klümpchenbildend
  • Lidl

Thomas Klumpstreu
  • Masterfoods

Cat's Best Öko Plus Öko-Katzenstreu Klumpend
  • JRS - Rettenmaier & Söhne

Premiere Excellent Premium Klumpstreu
  • Multifit

AS Care for Cats Bio Katzenstreu
  • Schlecker

Bio-Catolet Sanftes Hygienestreu
  • Catolet

Winston Klumpstreu für Katzen
  • Rossmann

Catsan Hygiene Plus
  • Mars

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6 Seiten
Seite 42 - 47 im ÖKO-TEST Kompakt Haustiere
vom 03.06.2011
Abrufpreis: 1,00 €

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Der Einkauf fiel unseren Profi-Shoppern nicht leicht. Das lag aber nicht an der Auswahl in den Super- und Fachmärkten, bei den Discountern und in den Drogerien, sondern daran, dass viele Katzenstreus richtig schwer wiegen. Dieser Umstand kann Katzenhaltern beim Einkauf und nicht zuletzt beim Handling zu Hause die Schweißperlen auf die Stirn treiben. Einige Produkte sind aber leichter als die anderen, beispielsweise Streus aus Pflanzenfasern, aus Recyclingzellstoff oder Calciumsilikathydrat. Da Klumpstreus mittlerweile am verbreitetsten sind, haben wir überwiegend solche Katzenstreu, die häufig aus Bentonit hergestellt ist, eingekauft.

Problematische Stoffe

In der Vergangenheit haben wir lungengängige Mineralfasern in Katzenstreu gefunden. Auch dieses Mal ließen wir die Materialien darauf untersuchen: Diese kritischen Partikel haben ein Länge-Durchmesser-Verhältnis von 3:1, sind mindestens fünf Mikrometer lang und dabei weniger als drei Mikrometer dick. Zudem haben wir Schwermetalle analysieren lassen, denn auch diese können mit dem Staub, wenn er eingeatmet wird, in den Atemtrakt gelangen.

Die Bewertung

Eine Katzenstreu sollte weder Inhaltsstoffe aufweisen, die problematisch für die Gesundheit sind, noch sollte sie in der Praxis untauglich sein. Daher kann das Gesamturteil nicht besser sein als das Testergebnis Inhaltsstoffe und das Testergebnis Praxisprüfung. Bei den meisten Streus gab jedoch die Leistung im Praxistest den Ausschlag für das Gesamturteil - hier unterschieden sich die einzelnen Produkte erheblich. Minuspunkte verteilten wir etwa für eine unterdurchschnittliche Feuchtigkeitsaufnahme sowie dann, wenn die Geruchsbindung schlecht war und die Streu zu stark staubte.

Die Praxisprüfung

Unangenehm für Mensch und Katze ist es, wenn die Streu Staub aufwirbelt, sei es beim Einfüllen und Entleeren oder beim Scharren mit den Pfötchen. Den Staubeffekt haben vier Personen beurteilt, indem sie die Katzenstreu aus 50 Zentimeter Höhe in einen Behälter schütteten. Wir haben aus den vier Urteilen eine Durchschnittsnote gebildet.

Wie viel Klumpstreu wird verbraucht, wenn die Katze auf die Toilette geht? Haben die Klumpen bei allen Streumarken die gleiche Größe? Um das herauszufinden, wurde Katzenstreu acht Zentimeter hoch in einen Behälter gefüllt. An fünf Stellen wurde ein schwacher Strahl von 50 Milliliter Wasser aufgetragen, dann entnahmen die Tester mit einer Siebschaufel die Klumpen und wogen sie.

Wie viel Wasser kann die Streu aufnehmen? Die Katzenstreu wurde in ein Sieb geschüttet, gewogen und das Sieb unter Wasser getaucht. Genau 20 Minuten hatte die Streu Zeit, Wasser aufzunehmen, dann wurde das Sieb aus dem Wasser gehoben. Nach einer Abtropfzeit wurde das Sieb erneut gewogen und die aufgenommene Feuchtigkeitsmenge berechnet.

Wie gut verhindert die Streu unangenehme Gerüche durch den Katzenurin? Ersatzurin wurde mit Katzenstreu und Bakterien in einem großen Gefäß verschlossen. Vier Personen schnupperten am zweiten Tag an den Gefäßen und verteilten Noten für die Geruchsintensität.

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Erschienen am 03.06.2011

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