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Welcher Fisch darf noch auf den Teller?

Der neue WWF-Fischratgeber hilft weiter

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 24.10.2018

Welcher Fisch darf noch auf den Teller?
(Foto: Fotos: WWF; C0 Public Domain / Pixabay - Laborratte)

93 Prozent der weltweiten Fischvorkommen sind überfischt oder bis an die Grenzen befischt. Welche Fische noch guten Gewissens verspeist werden dürfen und welche nicht mehr auf den Teller sollten, erfahren Sie im aktualisierten WWF-Fischratgeber.

Wer die Meere schützen will, sollte darauf achten, welchen Fisch er isst. Die nachhaltige Wahl des richtigen Fischs ist aber eine Wissenschaft für sich. Eine übersichtliche Hilfe bietet der WWF-Einkaufsratgeber Fisch und Meeresfrüchte, der jetzt aktualisiert wurde.

„Man sieht es den vollen Fischtheken nicht an, aber unsere Meere sind am Limit. Auch wenn sich vereinzelt Bestände erholen, hat die Überfischung weltweit sogar zugenommen“, so Catherine Zucco, Fischereiexpertin beim WWF Deutschland.

Ihr Rat: „Wildlachs aus Alaska und Nordseehering sind eine gute Wahl, hier sind die Bestände gesund. Auch Bio-Forelle und Karpfen aus europäischer Zucht sind empfehlenswert.“ Nicht auf den Teller gehören dagegen Aal, Blauflossenthun, Granatbarsch, Schnapper, Wittling und der Ostseedorsch.

Wichtig: Die Fangmethode

Wer Fisch einkauft, sollte nicht nur auf die Fischart achten, sondern auch die Fangmethode berücksichtigen. Unproblematisch ist laut WWF der Fang mit Fangleinen. Dann darf man sogar den Bonito-Thunfisch verzehren. Von Thunfisch, der mit anderen Fangmethoden gefangen wird, raten die Experten eher ab. Bei Fangmethoden wie Schleppnetzen landen Millionen Tonnen Meereslebewesen pro Jahr unbeabsichtigt in den Netzen (als sogenannter Beifang), zudem wird der Meeresboden zerstört.

Bioprodukte sind am besten

Auf der Fischpackung finden sich Angaben zum Fanggebiet und zur Fangmethode. Noch einfacher ist es, wenn man auf das aufgedruckte Siegel achtet. „Das MSC-Siegel bietet eine schnelle Orientierung. Es ist derzeit der umfassendste Standard für Wildfisch, auch wenn es einzelne Zertifizierungen gibt, die der WWF nicht mitträgt“, so Fischereiexpertin Catherine Zucco. Für Fisch aus Aquakultur empfiehlt der WWF die Bio-Siegel von Naturland und Bioland sowie das ASC-Siegel für konventionelle Zuchten.

Wer seinen Fisch an der Fischtheke kauft, kann den Verkäufer immer nach Herkunft und Fangmethode fragen.

Gute Übersicht im WWF-Fischratgeber

Zu jedem Fisch erhalten Sie im neuen Einkaufsratgeber des WWF genaue Infos zur Bestandssituation, den ökologischen Effekten, die der Fang mit sich bringt und zur Zertifizierung. Auf einen Blick sehen Sie, welche Fanggebiete empfehlenswert (Grün), okay (Gelb) oder nicht tragbar (Rot) sind.

Den Fischratgeber gibt es zum Bestellen, als App für Android und iPhone / iPad, als Onlineversion und als Übersicht zum Ausdrucken (PDF).