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Veganuary 2020 – im Januar vegan leben

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 31.12.2019

Veganuary 2020 – im Januar vegan leben
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / TheoCrazzolara)

Ein guter Neujahrsvorsatz, der Klima und Umwelt zu Gute kommt: Vegan essen und die Klimakrise auf dem Teller bekämpfen. Die gemeinnützige Organisation "Veganuary" ruft Menschen weltweit auf, im Januar eine vegane Ernährung auszuprobieren.

Wenn nicht jetzt, wann dann? Der Start ins neue Jahr ist der beliebteste und vielleicht auch beste Zeitpunkt für gute Vorsätze. Wer schon länger damit liebäugelt, sich vegan zu ernähren, kann sich im Januar der Kampagne "Veganuary" anschließen. 

Bekannte Gesichter wie Paul McCartney, Joaquin Phoenix und Kaya Yanar ruften zusammen mit der Non Government Organisation (NGO) "Veganuary" Menschen weltweit dazu auf, sich im Januar rein pflanzlich zu ernähren. Der Name der ursprünglich britischen Kampagne "Veganuary" ist ein Wortspiel aus "vegan" und "January". 2020 startet sie erstmals auch in Deutschland. Die NGO möchte dazu ermutigen, einen Monat lang eine rein tierproduktfreie Ernährung auszuprobieren, um die Umwelt und die Tiere zu schützen.

Hollywood-Superstar Joaquin Phoenix äußert sich zu der Idee: "Wenn man die Klimakrise oder die Missstände in unserem Lebensmittelsystem betrachtet, kann einen schnell ein Gefühl der Hilflosigkeit überkommen. Doch es gibt etwas, das man sofort dagegen tun kann: Mach mit und probier's diesen Januar vegan." Seine Botschaft wird von Komiker Kaya Yanar bestätigt: "Ein Mensch, der sich vegan ernährt, spart täglich Wasser, Regenwald und Tierleben! Versucht es mal für einen Monat, dann habt Ihr schon eine Menge bewirkt."

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Mehr als eine Viertelmillion Menschen aus über 150 Ländern haben im vergangenen Jahr am Veganuary teilgenommen. Um dieses Jahr 350.000 Menschen zur Teilnahme zu inspirieren, startet die Organisation zum ersten Mal auch offiziell Kampagnen in den USA, Lateinamerika, Südafrika und Deutschland.

Enorme kollektive Wirkung von "Veganuary"

Die Ergebnisse des Umweltforschers Joseph Poore zeigen, welche positiven Auswirkungen es hätte, wenn sich tatsächlich 350.000 Menschen im Januar rein pflanzlich ernähren würden:

  • circa 41.200 Tonnen CO2-Äquivalent weniger – das entspricht mehr als 450.000 Flügen von Berlin nach London.
  • ungefähr 160 Tonnen Phosphat-Äquivalente weniger in Gewässern – das entspricht etwa der gleichen Wirkung wie die Vermeidung von 650 Tonnen Klärschlamm in unseren Gewässern.
  • Einsparung von circa 2,5 Millionen Liter Wasser – das ist genug Wasser, um ein Olympia-Schwimmbecken zu füllen.
  • Es werden außerdem geschätzt 1 Million Tiere weniger für die Tierproduktion benötigt und vor dem Tod im Schlachthof bewahrt.
Joseph Poore: Wirkung von Veganuary 2020
Joseph Poore: Wirkung von Veganuary 2020 (Foto: obs / Veganuary)

Wer Interesse hat, kann sich auf der Veganuary-Website anmelden und sich mit VeganerInnen auf der ganzen Welt austauschen. Einen Monat lang gibt es dort Tipps, Rezepte und Hintergrundinformationen. Sie können den veganen Januar natürlich auch alleine für sich oder mit gleichgesinnten Bekannten umsetzen.

Wichtig für eine vegane Ernährung

Wenn Sie überlegen, einen Monat lang auf Milchproduke, Fleisch, Fisch und Eier zu verzichten, achten Sie auf eine ausreichende Nährstoffversorgung! Mit diesen Lebensmitteln bekommen Sie genug Proteine, Kalzium, Eisen und Omgea-3-Fettsäuren:

  • Proteinzufuhr (Fleisch): Brokkoli, Rosenkohl, Linsen, Erbsen, Bohnen, Kürbiskerne, Mandeln
  • Kalziumversorgung (Milchprodukte): Mineralwasser, Algen, Mohn, Mandeln, Kichererbsen, Tofu
  • Eisenversorgung (Fleisch): Amaranth, Leinsamen, Quinoa, Haferflocken, Spinat
  • Omega-3-Fettsäuren (Fisch): Leinöl, Rapsöl, Walnussöl, Chia-Samen
  • Vitamin B12: Ernährungs-Experten halten höhere Tagesdosis für angemessen 
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Quellen: Veganuary / Science

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