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Topinambur zubereiten, schälen, kochen: So geht es

Autor: Online-Redaktion | Kategorie: Essen und Trinken | 15.12.2019

Topinambur zubereiten, schälen, kochen: So geht es
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - silviarita)

Die Knolle Topinambur hat viele Vorteile: Sie ist ballaststoffreich, für Diabetiker geeignet und lässt sich auf verschiedenste Art zubereiten. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Schälen und Kochen achten sollten.

Im Winter – von Oktober bis Mai – haben frische Topinamburknollen in Deutschland Saison. Sie schmecken ähnlich wie Pastinaken (nur nussiger), punkten mit vielen wertvollen Inhaltsstoffen und lassen sich vielseitig verwenden, um den Speiseplan in den dunklen Monaten zu bereichern. Lesen Sie hier, worauf es dabei ankommt.

Topinambur schälen und kochen: Darauf sollten Sie achten

  • Topinambur können Sie roh oder gekocht, mit und ohne Schale essen.
  • Verarbeiten Sie Topinambur möglich rasch nach dem Einkauf, weil die Knollen durch die dünne Schale schnell austrocknen und nicht lange haltbar sind.
  • Wollen Sie verhindern, dass sich das Fleisch der Knollen verfärbt, beträufeln Sie sie mit etwas Zitronensaft.
  • Vor der Zubereitung säubern Sie die erdigen Knollen am besten mit einer Gemüsebürste und kaltem Wasser und entfernen Sie dunkle Stellen mit einem Messer.
  • Schälen ist zwar nicht nötig, schadet aber auch nicht – wenn Sie es lieber ohne die dünne Schale mögen, lösen Sie sie am einfachsten ab, wenn der Topinambur bereits gekocht ist.
  • Wenn Sie die Knolle roh essen möchten, eignet sich dafür zum Beispiel die Methode, sie geraspelt oder gehobelt in einen Salat zu geben (Feldsalat bietet sich dafür an).
  • Wenn Sie Topinambur kochen möchten, sollten Sie je nach Zubereitungsart 15 bis 30 Minuten Garzeit einplanen.
  • Topinambur lässt sich für eine Vielfalt an Gerichten verwenden: Zum Beispiel als Püree, Suppe, Auflauf, Gratin oder Rösti. Tipp: Butter oder Walnussöl unterstreichen das nussige Aroma.
Topinambur zubereiten: Die Knolle schmeckt in vielen verschiedenen Gerichten.
Topinambur zubereiten: Die Knolle schmeckt in vielen verschiedenen Gerichten. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - ivabalk)
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Topinambur zubereiten: gesundheitliche Vorteile

Topinamburknollen bieten einige Vorzüge für die Gesundheit: Sie sind reich an Mineralstoffen wie Kalium und Eisen, enthalten Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe, etwas Vitamin C und viele Ballaststoffe. Insbesondere letztere sollten die meisten Menschen unbedingt mehr essen, wie eine große Studie gezeigt hat. Der hohe Ballaststoffgehalt macht die Knollen auch sehr sättigend. Da Topinambur zugleich kalorienarm ist, ist er interessant für Menschen, die abnehmen möchten.

Darüber hinaus handelt es sich bei den enthaltenen Ballaststoffen um Inulin, das keinen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel hat. Daher sind Topinamburknollen bei Diabetikern besonders beliebt. Inulin wirkt präbiotisch, das heißt, es fördert das Wachstum günstiger Bakterien im Darm und wirkt sich somit positiv auf die Verdauung aus.

Die Kehrseite davon: Unter Umständen kann der Verzehr bei empfindlichen Personen zu starken Blähungen und sogar Durchfall führen. In diesem Fall kann es helfen, zunächst mit kleinen Portionen zu beginnen, damit sich die Darmflora an die große Menge Ballaststoffe gewöhnen kann.

Topinambur: eine knollige Verwandte der Sonnenblume

Topinambur: leckere Knolle, schöne Blüte.
Topinambur: leckere Knolle, schöne Blüte. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - ivabalk)

Wer nur die Knollen zum Kochen nutzt, hat möglicherweise noch nie blühenden Topinambur mit seinen kleinen gelben Blüten gesehen. Tatsächlich ist die Pflanze eine enge Verwandte der Sonnenblume: Der botanische Name Helianthus tuberosus bedeutet "knollige Sonnenblume". Topinambur stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist seit dem 17. Jahrhundert auch in Europa heimisch.

Quellen: bzfe.de, Verbraucherzentrale 

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