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Tipps und Wissenswertes: So nutzen Sie Leitungswasser gesund und optimal

Autor: Sven Heitkamp | Kategorie: Essen und Trinken | 29.06.2019

Tipps und Wissenswertes: So nutzen Sie Leitungswasser gesund und optimal
(Foto: ÖKO-TEST)

Leitungswasser ist hierzulande eins der bestkontrollierten Lebensmittel. Wir haben sechs Tipps gesammelt, wie Sie es optimal nutzen können. Außerdem: Sechs Fakten rund um Wasser, die staunen lassen.

Mit diesen sechs Tipps gelingt Ihnen ein optimaler und gesunder Umgang mit Trinkwasser. Auch für die Umwelt können Sie etwas tun.

Sechs Tipps, wie Sie Leitungswasser richtig nutzen

  1. Verwenden Sie kein abgestandenes Leitungswasser zum Essen und Trinken. Darin könnten sich Inhaltsstoffe, etwa aus dem Installationsmaterial, angereichert haben. Daher nur frisches und kühles Wasser aus dem Zapfhahn trinken. Trinkwasser, das etwa vier Stunden oder länger in der Leitung gestanden hat, kurz ablaufen lassen, bis es etwas kühler über die Finger läuft. Erst dann besitzt es wieder seine optimale Qualität.
  2. Gerade nach mehrtägiger Abwesenheit, beispielsweise einem Urlaub, Wasser erst einmal ablaufen lassen. Menschen, die gegen Nickel sensibilisiert sind, sollten auch Trinkwasser, das in verchromten Armaturen länger als 30 Minuten gestanden hat, nicht zum Händewaschen und zur Körperpflege verwenden. Mit abgelaufenem Wasser können Sie Blumen gießen.
  3. Wasserkocher, Teekessel und Suppentopf am besten mit Wasser aus der Kaltleitung füllen, denn in Warmwassersystemen stagniert das Wasser oft länger.
  4. Die App "Trinkwasser unterwegs" gibt Hinweise zu öffentlichen Trinkwasserbrunnen. Sie stammt vom vom Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft.
  5. Nicht verbrauchte und abgelaufene Arzneimittel gehören nicht in den Abfluss – wie auch Farbreste und andere wassergefährdende Chemikalien. Über den Ausguss oder die Toilette entsorgte Substanzen gelangen in die Umwelt, weil Kläranlagen nicht alle im Abwasser enthaltenen Stoffe zurückhalten können. Arzneimittelreste in der Apotheke abgeben, Chemikalien zu einer Schadstoffsammelstelle – etwa auf den Recyclinghof – bringen.
  6. Die rund 6.000 Wasserversorger in Deutschland bieten im Netz gute Infos: Wo kommt mein Trinkwasser her, wie wird es im Wasserwerk aufbereitet? Auch der Härtegrad des Wassers, erhöhte natürliche Uranbelastungen und andere Untersuchungsergebnisse werden in der Regel veröffentlicht. Viele Versorger bieten zudem preisgünstige Untersuchungen von Proben aus privaten Haushalten an.

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Wasser ist lebensnotwendig, wir alle trinken und verbrauchen es. Sechs Fakten rund um Verbrauch, Kosten und Logistik, die nachdenklich machen und staunen lassen.

Täglicher Wasserverbrauch: 34 Liter für Toilettenspülung 

  • 500.000 Kilometer lang sind die Wasserverteilnetze in Deutschland. Die Wasserverluste halten sich mit etwa sieben Prozent in Grenzen; noch weniger sei technisch kaum machbar, heißt es.
  • 62 Prozent des Trinkwassers werden aus Grundwasser gewonnen, weitere acht Prozent aus Quellwasser. Zwölf Prozent stammen aus Seen und Talsperren, ein Prozent stammt aus Flüssen. Die übrigen 17 Prozent sind Uferfiltrate, künstlich angereichertes Grundwasser und sonstige Ressourcen.
  • 46 Liter des täglichen Wassergebrauchs der Deutschen entfallen auf Baden, Duschen und Körperpflege. Es folgen mit 34 Litern die Toilettenspülung, danach Wäsche, Geschirr,  Auto und Garten. Für Essen und Trinken werden nur fünf Liter benötigt.
  • Etwa zehn Prozent der Energiekosten eines Haushalts fließen durchschnittlich in die Bereitung von Warmwasser. Ein sorgsamer Umgang mit warmem Wasser schont den Geldbeutel – und das Klima.
  • 2,5 Prozent des auf der Erde vorhandenen Wassers ist Süßwasser. Der Weltbevölkerung von 7,7 Milliarden Menschen steht davon lediglich ein kleiner Teil zur Verfügung, da der größte Anteil des Süßwasservorrats an den Polen und Gletschern als Eis gebunden ist oder sich zu tief im Boden befindet.
  • 0,2 Cent kostet etwa ein Liter Leitungswasser in Deutschland. Für einen Euro bekommt man also 500 Liter Trinkwasser. Das Umweltbundesamt warnt allerdings: Die Kosten könnten durch eine teurere Wasseraufbereitung wegen hoher Nitrateinträge um 32 bis 45 Prozent steigen, also 55 bis 76 Cent pro Kubikmeter.

(Quellen: Umweltbundesamt, Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft)

Mineralwasser im Test: Viele Marken sind empfehlenswert 

Jedes zweite Mineralwasser können wir mit dem Gesamturteil „sehr gut“ und „gut“ empfehlen. Allerdings sind einige Flaschen im Test Mineralwasser mit Süßstoffen, Pestizid-Reste, Arsen oder aber Uran und Bor belastet. Zudem kritisieren wir unnötige Plastik-Einwegflaschen – vor allem die der Discounter, aber auch anderer Anbieter.

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