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Quittengelee: Schnelles Rezept mit und ohne Gelierzucker

Autor: Katharina Schmidt | Kategorie: Essen und Trinken | 11.10.2021

Quittengelee: Rezept mit und ohne Gelierzucker
Foto: Shutterstock/Agave Studio

Für dieses einfache Quittengelee-Rezept brauchen Sie nur vier Zutaten und es gelingt ganz ohne Gelierzucker. Praktisch: Der fertige Brotaufstrich ist sogar über mehrere Jahre haltbar.

Quitten haben in Deutschland von Oktober bis November Saison. In dieser Zeit finden Sie das regionale Obst auf dem Wochenmarkt oder in gut sortierten Supermärkten. Die Früchte schmecken nach einer Mischung aus Birne und Apfel und in wenigen Schritten lässt sich aus ihnen ein leckeres Quittengelee zubereiten. Achtung: Roh schmecken die heimischen Sorten eher bitter. 

Quittengelee-Rezept: Die Zutaten

Dieses Quittengelee-Rezept reicht für etwa zehn Gläser. Sie brauchen folgende Zutaten: 

  • 1,5 kg Quitten
  • 1,5 l Wasser
  • 500 g Zucker
  • Saft einer Zitrone

Außerdem brauchen Sie folgende Utensilien:

  • ein Sieb
  • ein Passiertuch
  • 10 ausgekochte Einmachgläser 

Quittengelee: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Um selbst gemachtes Quittengelee herzustellen, benötigen Sie etwas Zeit – denn die Mischung muss über Nacht abkühlen. So gelingt das Rezept:

  1. Reiben Sie die Quitten mit einem Tuch ab, um den Flaum zu entfernen.
  2. Waschen Sie die Früchte und entfernen sie den Stiel und das Kernhaus.
  3. Schneiden Sie das Fruchtfleisch in Würfel.
  4. Geben Sie die Quittenwürfel mit dem Wasser und dem Zucker in einen Kochtopf. Kochen Sie die Mischung etwa 50 bis 60 Minuten.
  5. Legen Sie ein Sieb mit einem sauberen Küchentuch oder einem Passiertuch aus. Platzieren Sie beides auf einem großen Topf.
  6. Geben Sie die Quitten-Mischung in das Sieb, und drücken Sie die gekochten Quitten mit einem Löffel aus, damit der Quittensaft in den Topf fließt. Lassen Sie den Saft über Nacht abkühlen.
  7. Kochen Sie den Quittensaft am nächsten Tag mit dem Zitronensaft erneut auf, bis die Masse geliert.
  8. Schöpfen Sie den Schaum ab. Nun können Sie das Quittengelee direkt in die ausgekochten Gläser füllen.
  9. Verschließen Sie die Gläser sofort und stellen Sie sie einige Minuten lang auf den Kopf. Fertig!

Lagern Sie das fertige Quittengelee an einem dunklen und kühlen Ort wie einer Vorratskammer. Dort kann es sich mehrere Jahre lang halten.

Quitten haben in Deutschland von Oktober bis November Saison.
Quitten haben in Deutschland von Oktober bis November Saison. (Foto: Foto: Pixabay/ CC0/ LoggaWiggler)

Variationen: Quittengelee-Rezept mit Ingwer und Vanille

Wandeln Sie unser Quittengelee-Rezept nach Belieben ab, um ihren selbst gemachten Aufstrich zu verfeinern.

Wir haben ein paar Varianten zusammengefasst:

Ingwer: Schälen Sie etwa 30 Gramm Ingwer und schneiden Sie diesen in dünne Streifen. Kochen Sie den Ingwer gleich zu Anfang mit dem Wasser, dem Zucker und den Quitten im Topf auf. Dort gibt er seinen Geschmack an den Quittensaft ab. Für einen intensiveren Ingwergeschmack können Sie die Ingwerstücke ebenfalls im Sieb ausdrücken.

Vanille: Schneiden Sie eine Vanilleschote längs auf. Schaben Sie das Mark heraus. Geben Sie dieses zum flüssigen Quittengelee, während Sie die Mischung zum zweiten Mal aufkochen.

Quittengelee: Deshalb gelingt es ohne Gelierzucker

Für unser Quittengelee-Rezept benötigen Sie keinen Gelierzucker. Denn Quitten enthalten viel Pektin, ein natürliches Geliermittel. Indem Sie das Obst kochen, setzen Sie das Pektin frei – und das Quittengelee bildet von selbst eine feste Masse.

Quittengelee selber machen: Deshalb lohnt es sich

Wenn Sie Quittengelee selbst herstellen, entscheiden Sie über die Zutaten und den Zuckergehalt. Zudem enthält das Rezept keine Geschmackverstärker, Aromastoffe oder Konservierungsstoffe.

Bei gekauften Brotaufstrichen ist das nicht immer der Fall. Als ÖKO-TEST zuletzt Erdbeermarmeladen und -fruchtaufstriche getestet hat, fand das beauftragte Labor unter anderem zu viel Zucker in den meisten Konfitüren: Mit vielen Produkten nehmen Erwachsene bereits beim Frühstück mehr als die Tagesration Zucker zu sich, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlen wird. Außerdem kritisieren wir Pestizid-Spuren in einigen Produkten. Hier erfahren Sie mehr:

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