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Kaffee kochen: Diese 8 Fehler können Sie ganz leicht vermeiden

Autor: Redaktion (bw) | Kategorie: Essen und Trinken | 04.04.2022

Kaffee kochen: Diese Fehler können Sie ganz einfach vermeiden
Foto: Shutterstock / Rido

Kaffeekochen ist kein Hexenwerk. Oder doch? Wenn Sie diese acht häufigen Kaffee-Fehler vermeiden, wird Ihr Kaffee zum absoluten Genuss.

Für viele ist das erste To do nach dem Aufstehen: Kaffee kochen. Mit einer Tasse frisch gebrühtem Kaffee startet es sich einfach besser in den Tag. Doch rund ums Kaffeekochen gibt es ein paar Fehler, die es zu vermeiden gilt.

Diese Fehler macht fast jeder beim Kaffee kochen

Egal ob Sie schon lange Kaffeeliebhaber sind oder den aromatischen Wachmacher erst für sich entdecken: Kaffee zu kochen ist eine hohe Kunst – und das Geheimnis von köstlichem, aromatischem Kaffee gar nicht so leicht zu knacken. Denn Kaffeekochen ist ein sensibles Zusammenspiel von Kaffeebohnen, Mahlgrad, Röstung, Wasser, Temperatur und Zeit.

Gut zu wissen: Wenn Kaffee nicht schmeckt, liegt es meist nicht am Kaffee selbst, sondern an der Zubereitung. Kaffee ist ein Genussmittel – und eine entsprechende Sorgfalt haben sich die feinen Bohnen beim Kaffee kochen auch verdient.

Fehler 1: Kaffee falsch mahlen

Jede Zubereitungsart von Kaffee erfordert den passenden Mahlgrad: Für Filterkaffee empfiehlt es sich, mittelfein gemahlenen Kaffee zu verwenden. Für Espresso und die French Press eignet sich am besten ein gröberer Mahlgrad und für den traditionellen Handfilter empfehlen wir fein gemahlene Kaffeebohnen.

Kaffee kochen ist nicht so leicht wie es auf den ersten Blick ausschaut.
Kaffee kochen ist nicht so leicht wie es auf den ersten Blick ausschaut. (Foto: Shutterstock / jazz3311)

Fehler 2: Kaffee auf Vorrat mahlen

Viele Kaffeeliebhaber haben eine Kaffeemühle daheim – und machen dann den Fehler, die Kaffeebohnen auf Vorrat zu mahlen. Ein Fehler. Gemahlener Kaffee verliert schnell an Aroma und insgesamt an Geschmack. Am besten schmeckt Kaffee, wenn Sie die Bohnen jeden Morgen frisch mahlen.

Wenn Sie sich überlegen, sich eine Kaffeemühle zuzulegen: Ein hochwertiges Mahlwerk lohnt sich.

Fehler 3: Kaffee im Kühlschrank lagern

Immer wieder wird der Kühlschrank als idealer Lagerort für den Kaffee(bohnen) angeraten. Das ist keine gute Idee: Im Kühlschrank besteht die Gefahr, dass der aromatische Kaffee die Gerüche anderer Lebensmittel annimmt und seinen Geschmack verändert.

Für die Lagerung von Kaffee ist wichtig: Kaffee liebt es dunkel, kühl und trocken. Am besten bewahren Sie den Kaffee in seiner Originalverpackung auf. Schließen Sie die Verpackung immer gut.

Andersrum gilt: Nicht umsonst wird Kaffee in Form von Bohnen oder als Pulver als "Aroma-Magnet" bezeichnet. Bei unangenehmen Gerüchen im Kühlschrank oder im Auto ist frisch gemahlenes Kaffeepulver ein wunderbarer Geruchsneutralisierer.

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Fehler 4: Kaffee kochen

Die Rede ist zwar vom "Kaffeekochen" – wer aber seinen Kaffee wirklich kocht, zerstört dabei die feinen Aromen. Wenn Sie kochend heißes Wasser über das Kaffeepulver gießen, ist das Ergebnis ein bitteres Getränk mit wenig Aroma – das obendrein noch schlecht für den Magen ist.

Optimal ist eine Temperatur von 90 bis 95 Grad Celsius. Wenn Sie kein Thermometer haben, lassen Sie das kochende Wasser einfach ein bis zwei Minuten abkühlen, bevor Sie Ihren Kaffee aufgießen. 

Fehler 5: Falsche Menge Kaffeepulver

Die einen mögen ihn stark, die anderen lieben eher "Blümchen-Kaffee". Wenn Sie sich nicht so ganz sicher sind, wie Sie das Kaffeepulver dosieren sollen: Pro Tasse Kaffee benötigen Sie sieben bis zehn Gramm Kaffeepulver. Das entspricht etwa einem Esslöffel. Experimentieren Sie ein bisschen mit der Menge Kaffeepulver, bis Sie die optimale Dosis gefunden haben.

Beim Kaffee kochen kann man folgenschwere Fehler begehen, z. B. das Kaffeepulver mit kochendem Wasser übergießen.
Beim Kaffee kochen kann man folgenschwere Fehler begehen, z. B. das Kaffeepulver mit kochendem Wasser übergießen. (Foto: Shutterstock / karanik yimpat)

Fehler 6: Falsches Wasser fürs Kaffeekochen

Nicht nur die Bohnen sind entscheidend für den Geschmack des Kaffees, auch das Wasser spielt eine Rolle. Wenn Ihnen der Kaffee nicht schmeckt, kann das durchaus am Wasser liegen. Wenn das Wasser zu hart ist, d.h. viel Kalk enthält, schmeckt der Kaffee immer leicht abgestanden. Am Leitungswasser lässt sich zwar nichts ändern – aber Sie können für Ihr Kaffeewasser auch gefiltertes Wasser oder stilles Mineralwasser verwenden.

Weitere Infos:

Fehler 7: Nicht-fairen Kaffee kaufen

Guter Kaffee ist mehr als nur hochwertige Kaffeebohnen, die professionell geröstet werden. Wichtig sind bei Kaffee auch die Produktions- und Verkaufsbedingungen entlang der Lieferkette. Unsere Tests zeigen: Beim Kaffee geht es immer noch überwiegend ungerecht zu. Auch Entwaldung ist ein Problem. Darauf können Sie beim Kauf von Kaffee achten: 

  • Ein gutes Zeichen für Bemühungen ist, wenn Kaffee sowohl ein Bio-Label als auch eines für fairen Handel wie Fairtrade oder Hand in Hand trägt.  

In unserem Test von Espresso-Kaffeebohnen zeigte sich: Was die Transparenz und die Produktionsbedingungen in den Anbauländern betrifft, können nur zwei Bio-Kaffees im Test überzeugen. Beide Anbieter haben die gesamte Lieferkette bis zu den Kaffeebauern hin offengelegt.

Espresso-Bohnen im Test: Jetzt ePaper kaufen

Beim Test von gemahlenem Kaffee konnten nur sechs Anbieter die Lieferkette für ihre Kaffees komplett transparent machen und durch Dokumente belegen. Ein paar andere konnten ihre Lieferkette zumindest teilweise belegen. Lediglich ein gemahlener Kaffee im Test ist mit "gut" empfehlenswert – und knapp die Hälfte der überprüften Produkte fällt durch. Das hat vor allem zwei Gründe: Krebsverdächtige Stoffe und fehlende Bemühungen um Menschenrechte und Umweltschutz in den Produktionsländern.

Fehler 8: Kaffeesatz einfach wegwerfen

Was viele nicht wissen: Kaffeesatz ist kein Abfall. Für das Überbleibsel vom morgendlichen Milchkaffee gibt es jede Menge Verwendungsmöglichkeiten. Ob als natürlicher Dünger, biologisches Scheuermittel oder Körper-Peeling ohne Mikroplastik, mit altem Kaffeesatz lassen sich viele Produkte ersetzen, die nicht gut für die Umwelt sind. Ab heute gilt: Kaffeesatz bitte nicht wegwerfen.

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