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Hafermilch: Wie gesund ist der Haferdrink?

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 24.05.2019

Hafer für Hafermilch
Hafer für Hafermilch (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / StockSnap)

Hafermilch liegt im Trend: Der Getreidedrink auf Haferbasis ist vegan, laktosefrei - und eine gute Alternative zu Kuhmilch. Aber wie gesund ist der Haferdrink eigentlich?

Immer mehr Menschen verzichten aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen auf Kuhmilch. "Hafermilch" ist für Veganer eine gute und gesunde Alternative. Und wer Milch nicht verträgt, hat bei Haferdrinks und anderen Getränken auf Getreidebasis keine Probleme mit seiner Laktoseintoleranz.

Hafermilch ist mittlerweile ein richtiges Trendgetränk geworden, sie wird gerne für Cappuccino verwendet. In den USA sorgte der Hype um Haferdendrink oder "Oat Milk" im vergangenen Jahr sogar für Lieferengpässe.

Wie gesund ist Hafermilch?

Hafermilch ist ein guter Milchersatz für bestimmte Allergiker: Sie enthält keine Laktose und kein Milcheiweiß. Für Zöliakie-Patienten und Menschen, die auf Gluten verzichten müssen oder wollen, ist der Drink jedoch nicht geeignet.

Hafer enthält sättigende Ballaststoffe, die sich positiv auf den Cholesterinspiegel und die Verdauung auswirken können. In dem verarbeiteten Industrieprodukt sind allerdings nicht mehr allzu viele Nährstoffe enthalten.

Für Säuglinge ist Getreidemilch laut einer US-Studie nicht als Milchersatz geeignet. Getreide-Drinks fehlen demnach Proteine und Vitamin B12, die für die kindliche Entwicklung wichtig sind.

Darum eignet sich Hafermilch gut als Milchersatz

  1. Hafermilch ist ein guter Ersatz für Kuhmilch, da sie sich bestens zum Kochen und Backen eignet.
  2. Ein Haferdrink macht sich auch im Kaffee gut. Der Geschmack ist im Vergleich zu beispielsweise Soja- oder Mandelmilch eher neutral, einige mögen das etwas getreidige Aroma. Hafermilch lässt sich gut aufschäumen und eignet sich deshalb auch für viele Cappuccino-Varianten.
  3. Hafermilch hat im Vergleich eine gute Umweltbilanz. Der Hafer für den Drink kommt oft (aber nicht immer) aus Deutschland und besitzt häufig Bio-Qualität. Hafer ist resistent gegen Unkräuter, Landwirte spritzen ihn daher kaum. Im Vergleich zu anderen Pflanzendrinks, wie etwa Mandelmilch, benötigt die Herstellung zudem weniger Wasser. Für Hafer muss kein Regenwald gerodet werden, wie es für den Sojaanbau teilweise der Fall ist.

Hafermilch hat allerdings auch Nachteile: Den Drink gibt es fast ausschließlich in Getränkekartons, die für eine große Menge Müll verantwortlich sind.

Wie viele Kalorien hat Hafermilch?

Die pflanzliche Milch enthält nur ein Prozent Fett – und damit deutlich weniger als herkömmliche Kuhmilch. Einiges an Energie ist in dem Milchersatz aber dennoch drin: 100 Milliliter haben 42 Kilokalorien. Zum Vergleich: Kuhmilch hat 64 Kilokalorien, beziehunsweise 49 Kilokalorien (fettarme Milch).

Was ist Hafermilch eigentlich?

Wenn Sie Hafermilch selbst herstellen wollen, brauchen Sie nichts außer Haferflocken und Wasser. Weichen Sie die Flocken einige Stunden ein, pürieren sie die Masse dann. Mit Hilfe eines Haushaltssiebs können sie schließlich die Hafermilch abfiltern. In die Fertig-Milch aus dem Supermarkt oder Drogeriemarkt fügen Hersteller noch Zusatzstoffe und Haltbarmacher. 

Anbieter dürfen bei dem Hafer-Getränk übrigens nicht von Milch sprechen. Der Begriff Milch ist gesetzlich geschützt. Er darf nur für Milch von Kuh, Schaf, Ziege oder Pferd verwendet werden. Lediglich für Kokosmilch gibt es eine Ausnahme. Auf den Packungen ist deshalb auch nicht die Rede von Hafermilch, der Milchersatz wird als Haferdrink beworben. Im alltäglichen Sprachgebrauch nennen Verbrauchern das Hafergetränk aber Hafermilch – schließlich wird es wie Milch verwendet.

Haferdrink kaufen

Wer einen Haferdrink kaufen möchte, findet ihn inzwischen in fast jedem Supermarkt oder Drogeriemarkt. Die Kosten pro Liter liegen etwa zwischen 1,30 und 2,50 Euro. In unserem Test Pflanzlicher Milchersatz können wir Ihnen viele "sehr gute" Hafermilch empfehlen. Vor allem die Bio-Haferdrinks überzeugen.

Achten Sie beim Kauf auf das Herkunfts- und Produktionsland. Hafer aus deutschem Bio-Anbau bedeutet kurze Transportwege und einen Anbau ohne Pestizide.

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