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Gesund oder giftig? Können Sie die weiße Haut bei Mandarinen und Orangen mitessen?

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 03.01.2022

Eine häufig gestellte Frage: Kann man das Weiße bei Mandarinen und Orangen mitessen?
Foto: Shutterstock / Vova Shevchuk

Viele schälen Mandarinen und Orangen akribisch und entfernen die weißen Fäden sorgfältig. Andere verspeisen die kleine Vitamin-C-Bombe mitsamt dem Weißen. Woraus besteht die weiße Haut eigentlich? Ist es besser, sie sorgfältig zu entfernen – oder können wir uns die Mühe sparen und sie mitessen?

Mandarinen- und Orangen-Fans lassen sich in zwei Gruppen aufteilen: Die einen lassen sich die Frucht mit Haut und Haaren schmecken – soll in diesem Fall heißen: mitsamt den weißen Fäden, die beim Schälen häufig am Fruchtfleisch hängen bleiben. Die anderen popeln das Weiße penibel ab und essen die Frucht erst, wenn sie ganz "nackt" ist. Welche Vorgehensweise ist besser?

Weiße Haut bei Mandarinen und Orangen: Giftig oder gesund?

Die weiße Haut heißt mit richtigem Namen Mesokarp oder Albedo, was so viel wie "Mittelfrucht" bedeutet. Und auch wenn sie manch einen stört und nicht wirklich lecker schmeckt (ihr Geschmack reicht von eher neutral bis leicht bitter): Die weißen Fäden sind nicht nur essbar, sie sind sogar gesund.

In den weißen Fäden stecken viele gesunde Pflanzenstoffe, Vitamin C und verdauungsfördernde Ballaststoffe.
In den weißen Fäden stecken viele gesunde Pflanzenstoffe, Vitamin C und verdauungsfördernde Ballaststoffe. (Foto: Shutterstock / Palokha Tetiana)

Die Zwischenschicht enthält nämlich jede Menge Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide. 

  • Nicht nur das Fruchtfleisch von Mandarinen und Orangen enthält jede Menge Vitamin C, das unsere Immunabwehr stärkt, sondern auch das Weiße.
  • Flavonoide stärken das Immunsystem und wirken antioxidativ, d.h. sie machen freie Radikale im Körper unschädlich und können dadurch sogar vor Krebs schützen. Zusätzlich scheinen Flavonoide Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen zu können. Einige Flavonoide sollen eine antibakterielle oder antivirale Wirkung zu haben.
  • Die weißen Fäden bestehen aus unverdaulichen Ballaststoffen, die länger in unseren Verdauungsorganen verweilen und dafür sorgen, dass wir nicht so schnell wieder Hunger bekommen.

Fazit: Es gibt keinen Grund, Mandarinen oder Orangen allzu pingelig zu schälen und das Weiße zu entfernen. Ganz im Gegenteil: Wer seiner Gesundheit etwas Gutes tun möchte, spart sich das und isst die weißen Häutchen einfach mit.

Vorsicht ist allerdings bei der Schale von Zitrusfrüchten angebracht: Diese sollten Sie auf keinen Fall mitessen. Weil konventionelle Ware häufig Rückstände von Pestiziden enthält, sollten Sie die Früchte vor dem Schälen immer mit warmem Wasser abwaschen und nach dem Schälen die Hände sorgfältig waschen. Bio-Obst ist dagegen gar nicht oder kaum belastet. 

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