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Eier-Test: So erkennen Sie, ob ein Ei noch gut ist

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Essen und Trinken | 10.12.2021

Eier-Test: Frisches Ei erkennen
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / melkhagelslag

Ist das Ei noch gut – oder schon verdorben? Wie frisch rohe und hartgekochte Eier sind, können Sie mit ein paar ganz einfachen Tricks feststellen.

Frische Eier tragen immer ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Bei richtiger Lagerung können Sie sie aber auch nach diesem Datum noch problemlos verzehren. Dennoch will natürlich niemand ein verdorbenes Ei essen. Denn: Sind Eier nicht mehr gut, steigt die Gefahr einer Salmonellen-Infektion.

Wichtig zu wissen: Verkauft werden dürfen Eier bis zu drei Wochen nach dem Legedatum. Ab diesem Zeitpunkt empfiehlt es sich, Eier im Kühlschrank zu lagern. Davor ist das nicht nötig.

Eier testen: Der Wasser-Test

Wenn Sie testen möchten, ob ein Ei noch frisch ist, machen Sie am besten den Wasser-Test. Legen Sie das Ei in ein mit Wasser gefülltes Glas und beobachten Sie, was geschieht. Das sagt Ihnen ungefähr, wie frisch das Ei noch ist:

  • Ist das Ei frisch, bleibt es auf dem Boden liegen.
  • Bei Eiern, die ungefähr eine Woche alt sind, hebt sich das stumpfe Ende.
  • Ist ein Ei etwa zwei Wochen alt, steht es im Wasser.

Der Grund für das langsame Ansteigen ist die Luftkammer im Ei, die mit der Zeit immer größer wird. Ab einem Alter von vier Wochen schwimmt das Ei ohne Kontakt zum Boden. Wenn das Ei schwimmt, sollten Sie es nicht mehr essen.

Das frische Ei (links) versinkt im Wasser, das vermutlich faule Ei (rechts) treibt an die Oberfläche.
Das frische Ei (links) versinkt im Wasser, das vermutlich faule Ei (rechts) treibt an die Oberfläche. (Foto: Shutterstock/Stanislaw Mikulski)

Dotter und Eiweiß verraten viel über die Frische

Wenn Sie das Ei aufschlagen, können Sie leicht erkennen, ob das Ei noch frisch ist. Dann ist das Eiweiß zäh, der Eidotter sitzt erhaben auf dem Eiweiß. Ist das Ei nicht mehr gut, ist der Eidotter eher flach und das Eiweiß wässrig.

Wie lange dürfen Eier gegessen werden?

Für Frischei-Speisen wie Tiramisu, Zabaione oder Mayonnaise verwenden Sie besser nur Eier, die nicht älter als zehn Tage sind. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums (28 Tage nach dem Legedatum) sollten Sie Eier mindestens zehn Minuten kochen.

>> Lesen Sie dazu auch: Eier kochen: So lange müssen harte und weiche Eier kochen

Woran erkenne ich, ob hartgekochte Eier noch frisch sind?

Gekochte Eier stehen oft wochenlang im Supermarkt. Erstmal ist das unproblematisch, denn hartgekochte Eier zählen nicht zu den leicht verderblichen Lebensmitteln. Das Kochen tötet die Bakterien ab, die rohe Eier enthalten können. Gekochte Eier in der Packung müssen ein Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) tragen. Aber auch danach sind Eier oft noch eine ganze Zeit bedenkenlos verzehrbar.

  • Die gefärbten Eier aus dem Supermarkt, die industriell gekocht wurden, sind bis zu drei Monate haltbar – und das sogar ohne Kühlung. Hier macht der in der Eierfarbe enthaltene Lack die Eier haltbar, durch ihn dringt keine Luft ins Ei.
  • Eier, die Sie zu Hause selbst hartgekocht haben, können im Kühlschrank zwei Wochen aufbewahrt werden.
    Werden gefärbte Eier lose angeboten, muss kein Haltbarkeitsdatum aufgedruckt werden.
    Werden gefärbte Eier lose angeboten, muss kein Haltbarkeitsdatum aufgedruckt werden. (Foto: Shutterstock/Emma Lidou)

    "Werden die Eier lose – also ohne Umverpackung – angeboten, erfährt man nicht einmal das Haltbarkeitsdatum", erklärt Ernährungsexpertin Gertraud Huisinga von der Verbraucherzentrale Bremen. Ob gefärbte Eier wirklich frisch sind, ist für Verbraucher nur schwer zu beurteilen.

    Diese Tricks helfen:

    • Weist das Ei großflächige Verfärbungen auf, könnte das daran liegen, dass die Schale defekt war. Dann sollten Sie es nicht mehr verzehren.
    • Ein weiterer Trick, um die Frische eines Eis zu beurteilen, ist die Lage des Dotters. Liegt er schön mittig, ist das Ei frisch. Bei älteren Eiern wächst die Luftkammer, der Eidotter verschiebt sich immer mehr in Richtung Schale.
    • Wenn ein Ei faulig riecht, ist die Sache klar: Ab in die Tonne!

    Übrigens: Auch wenn Sie das Innere eines Eis vielleicht nicht mehr gebrauchen können, dann lassen sich die Schalen immer noch als effektiver Pflanzendünger verwenden. Weitere Tipps in: Eierschalen nicht wegwerfen: 8 Recycling-Tipps

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