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Speiseöl entsorgen: Tipps für altes Öl und Frittierfett

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 04.11.2020

Altes Speiseöl nie in den Abfluss gießen!
Foto: Shutterstock / Aleksandrs Samuilovs

Wohin mit ranzigem Speiseöl und altem Frittierfett? Auf keinen Fall in den Abfluss oder die Toilette! Wir verraten Ihnen, wie Sie Speiseöl umweltgerecht entsorgen können.

Das Wichtigste vorab: Speiseöl gehört weder in den Ausguss noch die Toilette. Kleinere Mengen von altem Speiseöl können Sie problemlos über den Restmüll entsorgen. Wir haben für Sie nützliche Tipps zum Entsorgen von Speiseöl, zur richtigen Lagerung – und dazu, wie Sie Öl weiterverwenden können.

Entsorgen von Speiseöl: So geht es richtig

  • Lassen Sie Speiseöl und Fette erkalten, bevor Sie sie wegwerfen. Wenn Sie heißes Fett in Plastikbehälter gießen, kann das Plastik schmelzen.
  • Sammeln Sie das alte Öl in einer Plastikflasche, und entsorgen Sie diese dann über den Restmüll.
  • Befindet sich das alte Speiseöl in einer Glasflasche, sollten Sie das Öl in eine PET-Flasche umfüllen und dann zum Restmüll geben. Werfen Sie mit Öl gefüllte Glasflaschen nicht in den Altglascontainer.
  • Festes Fett können Sie in Zeitungspapier wickeln und über den Restmüll entsorgen.
    Altes Speiseöl können Sie mit Hilfe eines Trichters in eine alte Plastikflasche gießen und dann im Restmüll entsorgen.
    Altes Speiseöl können Sie mit Hilfe eines Trichters in eine alte Plastikflasche gießen und dann im Restmüll entsorgen. (Foto: Shutterstock / Gabor Tokodi)
    • Frittierfett oder Speiseöl sollten auf keinen Fall in Abfluss oder Toilette gegossen werden. Da Fette und Öl nicht wasserlöslich sind, können sie die Rohre verstopfen und Ratten anlocken.
    • Auch die Biotonne und der Komposthaufen sind nicht der richtige Entsorgungsort. Die Fette dürfen nicht ins Grundwasser gelangen.
    • In manchen Städten und Kommunen gibt es auch spezielle Annahmestellen für altes Speiseöl. In dem Öl steckt wertvolle Energie, die zur Herstellung von Biodiesel, Biogas oder Tierfutter genutzt werden kann.
    • Größere Mengen Speiseöl sollten Sie beim Wertstoffhof abgeben.
      Jetzt lesen: Rapsöl-Test - die meisten Öle sind mit Mineralöl verunreinigt

      Speiseölreste verwerten

      Manche Lebensmittel wie Oliven, getrocknete Tomaten oder Fisch sind in Öl eingelegt. Diese Ölreste können Sie häufig direkt im jeweiligen Gericht fürs Anbraten verwenden. Aber auch darüber hinaus müssen Sie die Ölreste nicht wegwerfen, sondern können Sie für Salatdressings oder als Bratöl weiterverwenden.

      Öl ohne Gewürze und Kräuter können Sie auch anderweitig recyclen:

      • Olivenöl ergibt ein gutes Massageöl.
      • Oliven- und Kokosöl eignen sich zur Pflege von Glattleder.
      • Leinöl kann für die Pflege von Holzmöbeln verwendet werden.

      Speiseöl richtig lagern

      Wer sein Öl von Anfang an richtig lagert, hat länger Freude daran und sorgt für weniger Abfälle. Raffinierte Öle sind generell länger haltbar als native. Hier erfahren Sie mehr über die Unterschiede von nativen und raffinierten Ölen.

      Wichtig für die Lagerung von Oliven-, Sonnenblumen-, Raps- und anderen Speiseölen:

      • Das Öl sollte möglichst dunkel gelagert werden. Sonnenlicht kann die Inhaltsstoffe zerstören und das Öl schneller ranzig werden lassen.
      • Eine kühle Abstellkammer ist der ideale Aufbewahrungsort für Speiseöl.
      • Zu den Ölen, die in den Kühlschrank gehören, zählen Leinöl, Kürbiskernöl, Rapsöl, Walnussöl, Hanföl und Mohnöl.
      • Verschließen Sie Ölflaschen immer gut.
      • Gewürzöle sollten Sie möglichst rasch aufbrauchen.

      Tipp: Auch bei Öl gibt das Mindesthaltbarkeitsdatum lediglich einen Hinweis auf die Haltbarkeit. Öle halten in der Regel deutlich länger.

      Machen Sie einfach einen Geschmacks- und Geruchstest. Wenn Öl ranzig riecht, merken Sie das schnell. Dann sollten Sie das Öl nicht mehr verwenden – sondern entsorgen.

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