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Orchideen pflegen: Tipps, damit die exotische Schönheit blüht

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 01.12.2021

Orchideen zum Blühen bringen: Die besten Tipps für Orchideen-Fans
Foto: Shutterstock / Nemika_Polted

Kennen Sie das? Sie kaufen eine Orchidee mit einer wunderschönen Blüte – und schaffen es trotz geduldiger Pflege nicht, sie jemals wieder zum Blühen zu bringen. Mit unseren Tipps für die Orchideenpflege sorgen Sie für farbenfrohe Orchideenblüten.

Orchideen verzaubern mit ihren wunderschönen, exotischen Blüten und gehören deshalb zu den beliebtesten Zimmerpflanzen. Bei den Orchideen, die in unseren Wohnzimmern stehen, handelt es sich meist um die relativ robuste Phalaenopsis, die Schmetterlingsorchidee.

In ihrer Heimat, dem tropischen Regenwald, wächst sie als sogenannte Aufsitzerpflanze auf Bäumen oder anderen großen Pflanzen. Aber auch auf unserer Fensterbank fühlt sich die exotische Schönheit wohl: Die Phalaenopsis-Orchidee gilt als relativ pflegeleichte Zimmerpflanze und erfreut durch ihre lange Blütezeit und ihre große Farbenvielfalt.

Wenn die letzten Blüten verwelkt sind, braucht die Pflanze eine längere Ruhezeit, um sich zu erholen und neue Kräfte zu sammeln. Dass sie dann einige Wochen oder auch Monate nicht blüht, ist völlig normal und erstmal kein Grund zur Sorge. Es kann aber auch an mangelndem Licht, dem falschen Standort und einigen anderen Faktoren liegen, dass Ihre Zimmerorchidee nicht mehr blüht.

Orchideenpflege für Phalaenopsis-Orchideen 

Ihre Orchidee will und will nicht blühen? Orchideenpflege ist kein Hexenwerk. Wer weiß, was Orchideen zum Gedeihen brauchen, wird mit farbenfrohen Blüten belohnt. Mit diesen Tipps bringen Sie die exotische Pflanze zum Blühen.

#1: Optimale Raumtemperatur für Orchideen

Orchideen lieben es warm! Perfekt sind ganzjährig mindestens 18 Grad, gerne auch deutlich mehr.

Beim Blick in deutsche Wohnzimmer zeigt sich: Die meisten Hobbygärtner stellen die Orchidee aufs Fensterbrett über der Heizung. Dort ist es zwar oft schön hell, aber die warme Heizungsluft von unten bekommt der Pflanze im Winter nicht. Sollte es keinen besseren Winterstandort geben, schützen Sie die Pflanze von unten durch eine geeignete Isolation, z.B. einen Korkuntersetzer oder eine Tongranulat-Drainage.

Abend- oder Morgensonne sind optimal, pralle Sonne bekommt der Orchidee dagegen nicht.
Abend- oder Morgensonne sind optimal, pralle Sonne bekommt der Orchidee dagegen nicht. (Foto: Shutterstock / Lilia Solonari)

#2: Wichtig bei der Orchideenpflege: Licht, aber keine direkte Sonne

Orchideen, die nicht blühen, werden oft aus dem Blickfeld geräumt und an ein dunkles Plätzchen verbannt. Das nimmt Ihnen die Orchidee garantiert übel. Orchideen benötigen ganzjährig ausreichend Tageslicht. Gegenüber praller Sonne sind sie aber sehr empfindlich, da sie leicht Sonnenbrand auf den Blättern bekommen. Am besten ist daher eine Fensterbank, die Richtung Westen oder Osten ausgerichtet ist und für Abend- oder Morgensonne sorgt.

#3: Keine nassen Füße

Auch in Sachen Gießen ist die Orchidee ein empfindliches Pflänzchen, das es nicht zu nass, aber auch nicht zu trocken mag. Staunässe sollten Sie auf jeden Fall vermeiden und die sensible Pflanze immer erst gießen, wenn der Wurzelballen trocken ist.

Tipp: Glänzen die Wurzeln silberfarben, deutet das auf zu wenig Wasser hin. Wenn sie sich allerdings braun verfärben, haben Sie es mit dem Gießen übertrieben. Grüne Wurzeln sind ein Zeichen dafür, dass die Orchidee optimal mit Feuchtigkeit versorgt wird.

Als Faustregel gilt: Im Sommer einmal wöchentlich, im Winter alle zwei Wochen gießen. 

Orchideen mögen weiches Wasser, optimal ist lauwarmes Regenwasser. In ihrer ursprünglichen Heimat saugen sich sie die Pflanzen bei einem kurzen, aber heftigen Regenguss schnell voll – danach müssen sie erstmal wieder ohne Wasser auskommen.

Für ihr neues Zuhause in unseren Wohnungen heißt das: Wässern Sie die Orchidee kurz und kräftig, zum Beispiel durch ein Tauchbad oder Abduschen. Lassen Sie alles Wasser ablaufen, bevor Sie sie wieder an ihren Platz stellen.

#4: Optimale Orchideenpflege dank hoher Luftfeuchtigkeit

Die Orchidee kommt ursprünglich aus dem Regenwald und mag es warm und feucht.
Die Orchidee kommt ursprünglich aus dem Regenwald und mag es warm und feucht. (Foto: Shutterstock / goffkein.pro)

In den Herkunftsländern der Orchidee ist die Luft feucht und warm. Sprühen Sie ruhig immer mal wieder Wasser auf die Blätter oder stellen Sie Wasserschalen mit Wasser auf die Fensterbank.

#5: Orchideen richtig düngen

Die Orchidee braucht zusätzliche Nährstoffe in Form von Pflanzendünger – allerdings nur während der Blütezeit. Verwenden Sie für die salzempfindlichen Pflanzen am besten speziellen Orchideen-Dünger. Wählen Sie unbedingt eine niedrige Dosierung, zu viel Dünger schadet der Pflanze mehr als dass er nützt.

#6: Standortwechsel

Leider sind Orchideen ein bisschen zimperlich, was den richtigen Standort betrifft. Wenn Sie den Standort wechseln, braucht die Pflanze Zeit, um sich einzugewöhnen. Bis zur nächsten Blütezeit kann es dann etwas länger dauern.

#7: Bitte keine normale Blumenerde

Pflanzen Sie Orchideen niemals in gewöhnliche Blumenerde, sondern verwenden Sie luftdurchlässiges, grobes Spezialsubstrat für Orchideen.

#8: Orchideen zurückschneiden

Zur Orchideenpflege gehört auch das Zurückschneiden von vertrockneten oder fauligen Wurzeln und Blättern.
Zur Orchideenpflege gehört auch das Zurückschneiden von vertrockneten oder fauligen Wurzeln und Blättern. (Foto: Shutterstock / Summer 1810)

Nach der Blüte sollten Sie den getrockneten Trieb über dem dritten Auge abschneiden. Wenn Sie Glück haben, treibt die Pflanze erneut aus.

#9: Orchideenpflege heißt Umtopfen

Alle zwei Jahre freut sich die Orchidee über ein neues Zuhause. Entfernen Sie das alte Substrat und schneiden Sie vertrocknete oder verfaulte Wurzeln großzügig ab. Der neue Topf sollte größer sein als der alte, damit die Pflanze Platz zum Wachsen hat. Der beste Zeitpunkt fürs Umtopfen ist nach der Blüte.

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