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Frühjahrsputz: Checkliste und Tipps fürs effiziente Saubermachen

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Bauen und Wohnen | 04.03.2021

Eine Checkliste hilft, den Frühjahrsputz systematisch anzugehen.
Foto: Shutterstock / VGstockstudio

Mit einer Checkliste erledigen Sie den Frühjahrsputz effizient und trotzdem gründlich. Damit Ihr Zuhause bald mit der Frühlingssonne um die Wette strahlt, geben wir Reinigungstipps für Zimmerdecken, Lampenschirme und selbst für Gardinen. 

  • Wenn draußen die Temperaturen steigen, fängt drinnen das große Reinemachen an: Für viele steht der alljährliche Frühjahrsputz auf dem Programm.
  • Die wenigsten Menschen putzen wirklich gerne. Eine Checkliste hilft, beim Frühjahrsputz nichts zu vergessen und möglichst effizient sauber zu machen.
  • Es gilt: Am sinnvollsten von oben nach unten reinigen und sich von den wenig benutzten Räumen in Wohnzimmer, Küche und Bad vorarbeiten.

Wenn die Sonne wieder stärker durch die Fenster scheint, fallen auch die Schmutzflecken und Fingerabdrücke auf den Fensterscheiben stärker auf. Fenster putzen, Staubwischen und Ausmisten stehen deshalb zurzeit in vielen Haushalten auf der To-do-Liste. Wir zeigen Ihnen, wie Sie eine Checkliste systematisch durch den Frühjahrsputz führt. Tipps für ein möglichst umweltfreundliches Putzen gibt's noch dazu.

Frühjahrsputz mit Checkliste systematisch angehen

Wenn Sie es lieben, effizient vorzugehen und gleichzeitig den Überblick zu behalten, machen Sie sich am besten einen kleinen Plan für den Frühjahrsputz. Mit einer Checkliste putzen Sie nicht nur systematischer, sondern können auch nach jedem erledigten Schritt ein Häkchen setzen. Das verschafft nach jeder Aufgabe ein kleines Erfolgserlebnis. Außerdem behalten Sie genau im Blick, was Sie bereits geschafft haben, und was noch zu tun bleibt.

Wichtig vorab: Um die gesamte Wohnung gründlich zu reinigen, brauchen Sie möglicherweise länger als einen Tag; bei einem Haus mit mehreren Stockwerken sowieso. Sie können Ihre Checkliste mit groben Zeitschätzungen ergänzen, um einen realistischen Überblick zu erhalten, wie lange Sie beschäftigt sein werden. Planen Sie Pufferzeiten ein – so vermeiden Sie Enttäuschungen und haben mehr Freude an der Hausarbeit.

Nützliche Tipps für den Frühjahrsputz 

Arbeiten Sie sich stets von oben nach unten vor: Zuerst werden Spinnweben von der Decke entfernt, dann Oberflächen abgewischt, gegebenenfalls Regale und Schränke ausgewischt und erst am Ende die Böden gereinigt. Damit verhindern Sie, dass Flächen wieder dreckig werden, die Sie zuvor sauber gemacht hatten. Dasselbe gilt für die Raumaufteilung: Arbeiten Sie immer von einem Ende des Raumes in Richtung Tür.

Säubern Sie zunächst Zimmer, die nicht so viel in Gebrauch sind, beispielsweise das Gästezimmer oder das Büro, danach das Schlafzimmer. Erst dann sind hochfrequentierte Räume wie Küche und Wohnzimmer an der Reihe. So verhindern Sie, dass Sie Schmutz in bereits geputzte Zimmer tragen. Flur und Bad sollten als Letztes gesaugt beziehungsweise geputzt werden.

Benutzen Sie für die verschiedenen Räume eigene Putzlappen, vor allem für Küche und Badezimmer und nochmals einen separaten Lappen für die Toilette. Wenn Sie die Putzlappen nach der Verwendung in die Kochwäsche geben, können Sie sie das nächste Mal wie gewohnt verwenden.

Beim Aufräumen können selbst die Kleinen helfen – da fällt der große Frühjahrsputz gleich leichter.
Beim Aufräumen können selbst die Kleinen helfen – da fällt der große Frühjahrsputz gleich leichter. (Foto: Shutterstock / Studio Romantic)

Die 10-Punkte-Checkliste für den Frühjahrsputz

1. Aufräumen und ausmisten

Alleine fürs Ausmisten könnte man sich eine ganze Woche Zeit nehmen. Beim Frühjahrsputz gilt jedoch: Räumen Sie zunächst alle Gegenstände an Ihren Platz. Besitzen Sie viele lose kleine oder größere Dinge oder liegt viel Spielzeug herum, schaffen Sie sich Kisten oder Boxen an, in denen Sie Ihre Gegenstände geordnet aufbewahren können. Holzkisten oder geflochtene Körbe sehen dazu noch schick aus.

Wenn Sie darüber hinaus Kleidung ausmisten oder den Keller entrümpeln möchten, planen Sie dafür einen zusätzlichen Tag ein. Ausmisten dauert oft länger als geplant, der Frühjahrsputz ist dann nicht noch zusätzlich zu schaffen.

2. Gardinen und Teppiche reinigen

Gardinen reinigt man nicht allzu oft – der Frühjahrsputz ist eine gute Gelegenheit dazu. Nehmen Sie alle Vorhänge ab und geben Sie sie in die Waschmaschine. Sie können auch gleich die (Kissen-)Bezüge vom Sofa und die Sitzauflagen Ihrer Stühle mitwaschen.

Teppiche saugen Sie einmal ab und bringen Sie dann vor die Tür an die frische Luft. Sie können sie später noch ausklopfen und sollten sie erst wieder in die Wohnung bringen, wenn die Böden sauber gewischt sind.

3. Abflüsse reinigen, Wasserhahn entkalken, Mülleimer leeren

Befreien Sie die Abflüsse in Bad und Küche von Haaren, Essensresten und anderen Rückständen. Dazu brauchen Sie keine chemischen Reiniger, die Hausmittel Backpulver und Essigessenz reichen völlig aus.

Tipp: Nutzen Sie Abflusssiebe, damit die Abflüsse nicht verstopfen. Sie finden sie in jeder Drogerie. Die Siebe entleeren Sie regelmäßig im Restmüll.

Entkalken Sie die Wasserhähne mit Essig. Schrauben Sie dazu entweder den Hahn mit einer Zange ab und legen ihn in Essig ein. Alternativ können Sie den Essig auch in einen Beutel füllen und über den Wasserhahn stülpen. Abgeschraubt und eingelegt kann der Essig aber noch besser einwirken. Je nach Kalkgehalt des Wassers in Ihrer Region sollten Sie die Hähne alle paar Monate entkalken. 

Wer einen Wasserkocher besitzt, kann das Essig-Wasser-Gemisch hineinfüllen, kurz aufkochen lassen und das Sieb für einige Stunden hineinlegen. So werden Wasserkocher und Hahn gleichzeitig entkalkt.

Leeren Sie anschließend alle Mülleimer und -säcke und sammeln Sie sie an der Haustür. Sie können sie am Ende des Frühjahrsputzes nach draußen bringen und bis dahin weiteren Müll sammeln, der noch anfällt.

4. Spinnweben entfernen und Lampen reinigen

In Ihrer Wohnung gibt es keine Spinnweben? Unwahrscheinlich. Feine Spinnweben erkennt man auf den ersten Blick nicht so leicht – vor allem nicht bei weißen Wänden. Gehen Sie mit einem Staubwedel über alle Decken, Kanten und Ecken oder saugen Sie sie ab. Falls vorhanden, wischen Sie auch alle Lampenschirme sauber.

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5. Oberflächen sauber machen

Von den Decken und Wänden geht es nun eine Ebene nach unten zu den Schränken, Regalen und Kommoden. Entfernen Sie zunächst alle Deko-Artikel, Lampen, Blumenvasen oder andere Objekte von den Oberflächen, damit Sie sie bequem abstauben oder – je nach Verschmutzungsgrad – feucht abwischen können.

Vergessen Sie nicht die Oberflächen in der Küche sowie in Badezimmer und Flur. Wischen Sie auch Türrahmen und Fensterbretter ab. Wer besonders gründlich ist, reinigt auch die Heizkörper.

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6. Staubsaugen und Zimmer putzen

Nun in allen Zimmern staubsaugen und dabei auch Möbel wie Sofa und Stühle sowie Kissen absaugen. Im Schlafzimmer können Sie zusätzlich die Bettwäsche wechseln, den Kleiderschrank ausräumen und alle Fächer auswischen.

Im Wohnzimmer sollten Sie auch die Couch absaugen und – falls das Sofa aus Stoff ist – mit einer Spülmittel-Wasser-Lösung reinigen. Auch Natron hilft als natürliches Reinigungsmittel.

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7. Fenster putzen

Sind die Böden vom Staub befreit, können Sie sich ans Fensterputzen machen. Spezielle Fenster- oder Glasreiniger benötigen Sie dafür nicht. Mischen Sie sich einfach eine Essig-Wasser-Lösung im Verhältnis 1:1 und geben Sie diese in eine leere Sprühflasche. Sie können dafür weißen Haushaltsessig oder Essigessenz verwenden; Letztere muss aber stärker verdünnt werden.

Wer viele Fenster zu putzen hat, kann diesen Schritt auch überspringen und an einem anderen Tag separat erledigen.

Fensterputzen gehört bei einem gründlichen Frühjahrsputz dazu.
Fensterputzen gehört bei einem gründlichen Frühjahrsputz dazu. (Foto: Shutterstock / New Africa)

8. Das Bad putzen

Fürs Putzen des Badezimmers können Sie ruhig zwei Stunden einplanen, denn beim Frühjahrsputz sollten Dusche, Badewanne, Waschbecken, Toilette und Schränke gesäubert werden. Essigreiniger oder ein selbst gemachtes Essig-Wasser-Gemisch reinigt hier zuverlässig. Um die Armaturen und Fliesen im Bad zu reinigen, eignen sich ebenfalls Essig oder Essigessenz.

Hält sich in der Toilette Urinstein, sollten Sie WC-Reiniger in die Toilette geben und am besten über Nacht einwirken lassen. Nach dem Putzen der Toilette den Lappen unbedingt wechseln. Der Frühjahrsputz ist auch eine gute Gelegenheit, um mal wieder die Klobürste auszutauschen.

Auch die Waschmaschine können Sie von außen sauber machen und von innen reinigen. Lesen Sie dazu auch: Was tun, wenn die Waschmaschine stinkt? Die besten Hausmittel

Zum Thema Waschen haben wir weitere ökologische Tipps für Sie:

9. Die Küche putzen

Eine sorgfältige Reinigung der Küche sollte beim Frühjahrsputz nicht fehlen – und ist auch aus hygienischer Sicht wichtig. Wer besonders gründlich sein möchte, räumt auch den Kühlschrank aus und reinigt die einzelnen Schubfächer sowie den Innenraum. Ebenso können Sie Backofen und Mikrowelle putzen.

Lesetipp: Backofen reinigen: Hausmittel oft wirkungsvoller als Chemie

10. Einmal durchwischen

Zum Abschluss wischen Sie noch einmal alle Böden. Danach dürfen die ausgeklopften Teppiche wieder zurück an ihren Platz, genauso wie Vorhänge und Kissenbezüge. Ihre Wohnung strahlt wie neu. 

Wie sieht ein nachhaltiger Frühjahrsputz aus?

Beim Putzen und Reinigen können Sie aus verschiedensten Produkten wählen – vom Edelstahlreiniger über den Teppichreiniger bis zum Spiegelputzmittel. In Wirklichkeit benötigen Sie jedoch keine zehn verschiedenen Reinigungsmittel: Ein Essigreiniger oder Allzweckreiniger reicht für die meisten Flecken und normal verschmutzten Flächen vollkommen aus. Übrigens: Allzweckreiniger können Sie einfach selber machen.

Hausmittel erzielen in der Regel die gleiche Putzleistung wie die Hochglanzprodukte aus dem Supermarkt. Ein weiterer Pluspunkt: Sie können mehrere natürliche Reinigungsmittel selbst ohne großen Aufwand herstellen. Hier lesen Sie mehr:

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