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Der Mülleimer stinkt: 10 Tipps und Hausmittel gegen üble Gerüche

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Bauen und Wohnen | 06.08.2021

Mülleimer stinkt: Tipps und Hausmittel gegen stinkende Mülltonnen
Foto: Shutterstock / Zyn Chakrapong

Müll riecht nie angenehm – erst recht nicht im Sommer, wenn es draußen heiß und drinnen oft warm und stickig ist. Wir verraten Ihnen, was Sie gegen einen stinkenden Mülleimer tun können und wie Sie lästige Gerüche mit einfachen Mitteln vermeiden können.

Im Sommer verbreitet der Küchen-Mülleimer deutlich früher unappetitliche Gerüche als in jeder anderen Jahreszeit. Zu den Eigengerüchen weggeworfener Lebensmittel- und Essensreste kommt der nicht so feine Duft, der durch Gär- und Faulprozesse im Rest- oder Biomüll entsteht.

Mit den folgenden Hausmitteln, Tipps und Tricks sorgen Sie dafür, dass Ihr Mülleimer künftig keine Chance mehr hat, sich zu einer Quelle des Gestanks zu entwickeln.

Mülleimer stinkt: 10 Strategien gegen üble Gerüche

1. Mülleimer regelmäßig leeren

Der erste Tipp ist so einfach wie logisch: Wenn es draußen warm ist, muss der Mülleimer im Haus öfter geleert und in die großen Tonnen oder Container vor dem Haus gebracht werden.

Den Biomüll sollten Sie im Sommer alle ein bis zwei Tage leeren, beim Restmüll genügen alle drei bis vier Tage.

2. Zeitungspapier saugt auf und dichtet ab

Die schlimmsten Übeltäter sind eiweißhaltige Lebensmittel (z.B. Fisch), Zwiebeln und fauliges Obst. Wickeln Sie diese in ein paar Lagen Zeitungspapier, bevor Sie sie in den Biomüll geben. Noch besser: Machen Sie einen Extra-Gang zum Müllhäuschen und entsorgen Sie Abfall, der besonders stark riecht, gleich dort.

Auch feuchten Müll können Sie in Zeitungspapier wickeln. Wenn es sich um Biomüll handelt – kein Problem: Zeitungspapier kann kompostiert werden und darf deshalb mit in die braune Tonne.

Wenn Sie das Problem haben, dass sich auf dem Boden des Mülleimers immer wieder eine unangenehm riechende, bräunliche Pfütze bildet, obwohl wenn Sie ihn regelmäßig leeren: Auch hier hilft Zeitungspapier. Einfach ein paar Blatt unten in den Eimer legen. Das alte Zeitungspapier kann dann beim Müllrausbringen direkt mit in die Tonne.

3. Backpulver hilft, wenn der Mülleimer stinkt

Wenn Sie kein Zeitungspapier zur Hand haben, können Sie auch Backpulver auf den Boden des Abfalleimers streuen.

Backpulver ist im Haushalt ohnehin ein wahres Wundermittel: Das Pulver sorgt nicht nur für lockere Teige, sondern hilft auch, Flecken aus der Wäsche zu zaubern, den Backofen und verkrustete Töpfe zu reinigen – und eben auch, Gerüche zu neutralisieren.

4. Kaffeebohnen gegen Gerüche

Auch Kaffee hilft, unangenehme Gerüche zu vertreiben. Sie können einfach ein paar Kaffeebohnen in einem offenen Schälchen auf dem Boden des Abfalleimers unter der Mülltüte platzieren. Die Bohnen sollten Sie immer wieder auswechseln.

>> Lesen Sie dazu: Kaffee-Test: Vor allem Bio-Kaffee überzeugt

5. Mit Natron gegen Stinkemüll

Erst den Mülleimer gründlich reinigen und trocknen lassen, dann zwei Esslöffel Natron (Backsoda) auf dem Eimerboden verteilen. Das Natron verbleibt im Mülleimer und wird regelmäßig ausgewechselt. Es hat die Fähigkeit, Feuchtigkeit zu binden und dank seiner desodorierenden Wirkung unschöne Gerüche zu überdecken. 

6. Der Feuchtigkeit keine Chance

Feuchtigkeit fördert Zersetzungsprozesse, die zu unappetitlichen Gerüchen führen. Deshalb sollten Sie Teebeutel, Kaffeefilter und andere feuchte Bioabfälle immer gut abtropfen lassen, bevor Sie sie in den Mülleimer geben.

Biomüll am besten in einem kleinen Gefäß sammeln und direkt zur Biotonne bringen.
Biomüll am besten in einem kleinen Gefäß sammeln und direkt zur Biotonne bringen. (Foto: Shutterstock / Candle photo)

7. Gründliche Reinigung für den Mülleimer – aber bitte ohne Bleichmittel

Wenn der Mülleimer zum Himmel stinkt, hilft nur eins: Sie müssen ihn gründlich reinigen. In einigen Veröffentlichungen wird empfohlen, hierfür Bleichmittel zu verwenden. Wir raten ab: Bleichmittel sind umweltschädlich – und sollten deshalb nur bei extremen Verunreinigungen verwendet werden.

8. Kein Platz an der Sonne

Outdoor-Mülltonnen sollten am besten nicht an einem sonnigen Platz stehen. Je heißer es in der Tonne wird, umso stärker wird der Gärungsprozess beschleunigt. Bakterien und Keime verbreiten sich schneller, und die Tonne fängt früher und stärker an, zu stinken.

9. Tipps für den Mülleimer-Kauf

Wenn Sie einen neuen Mülleimer benötigen, kaufen Sie am besten einen aus Edelstahl oder Aluminium. An diesen Materialien bleiben Gerüche weniger haften als an Plastik. Noch ein Tipp: Je kleiner der Mülleimer, desto geringer das Problem mit dem Gestank.

10. No-Go: Mülleimer-Deo

Mülleimer-Deo, das in Drogeriemärkten erhältlich ist, sollten Sie nicht verwenden: Die Mittelchen riechen oft mehr chemisch als natürlich, belasten die Raumluft mit ihren Duftstoffen und sind alles andere als nachhaltig. Manche Mülleimer-Deos können außerdem zu Haut- und Augenreizungen führen und sind giftig für Wasserorganismen.

Dazu kommt: Die Lufterfrischer lösen das eigentliche Problem keineswegs, sondern übertünchen nur die lästigen Gerüche. Besser und wirkungsvoller sind ein paar Zitronenscheiben oder Kaffeebohnen (siehe 4.).

Best-Practice-Tipps für den Mülleimer

  • Sammeln Sie den Biomüll in der warmen Jahreszeit in einem kleineren Gefäß, dann fallen Ihnen die kürzeren Leerungs-Intervalle leichter.
  • Müllbeutel, die Sie draußen in die große Mülltonne werfen, sollten Sie immer gut verschließen.
  • Den eigenen Mülleimer regelmäßig mit warmem Wasser und Seife auswaschen und dabei mit Schwamm oder Bürste reinigen.
  • Rest- und Verpackungsmüll in der Wohnung immer verschlossen aufbewahren. Offene Müllbehälter ziehen Insekten an.
  • Fauliges Obst im Mülleimer zieht Fruchtfliegen an. Hier erfahren Sie, wie Sie die kleinen Fliegen loswerden: Fruchtfliegen loswerden: So bauen Sie eine Fruchtfliegenfalle

Gut zu wissen: Wenn Müll zu lange steht, bilden sich Bakterien und Schimmelpilze. Für gesunde Menschen ist das unbedenklich, Menschen mit einem geschwächten Immunsystem sollten aber besser vorsichtig sein und Abstand halten. Bei ihnen sind Infektionen oder allergische Reaktionen nicht völlig auszuschließen.

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