Waschbare Abschminkpads: Das sind die Vor- und Nachteile

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Kosmetik und Mode | 27.09.2022

Waschbare Abschminkpads können im Vergleich zu Wattepads viel Müll einsparen.
Foto: Shutterstock / gpointstudio

Wattepads sind zum Abschminken sehr praktisch – produzieren aber auch viel Müll. Waschbare Abschminkpads werden deshalb immer beliebter. Wir verraten die Vorzüge und Nachteile – und erklären, wie die wiederverwendbaren Pads im Vergleich zu Wattepads im Test abschneiden.

Zum Abschminken benutzen viele gerne Wattepads. Die Vorteile liegen auf der Hand: Die Pads sind praktisch und passen in jeden Kulturbeutel. Doch konventionelle Wattepads landen nach der Benutzung im Abfall – wiederverwendbare Pads hingegen können viel Müll einsparen. Wir haben uns angesehen, wie gut die waschbaren Abschminkpads im Vergleich zu den Einwegpads wirklich sind.

Waschbare Abschminkpads: Die Vorteile der wiederverwendbaren Pads

Waschbare Pads sparen beim Abschminken Abfall, denn sie können sehr oft wiederverwendet werden, bevor sie entsorgt werden müssen. Laut Herstellerangaben können Sie die wiederverwendbaren Pads zwischen 200 bis 300 Mal benutzen – eine gute Pflege vorausgesetzt.

Die Abschmink-Mehrwegpads können aus verschiedenen Materialien gefertigt sein. Überwiegend bestehen sie aber aus Polyester (Mikrofaser) – einem Kunststoffmix aus Polyester und Polyamid –, Baumwolle oder Bambusviskose.

Waschbare Mehrwegpads sind meist deutlich teurer als Wattepads. Durch die wiederholte Benutzung zahlt sich der höhere Preis jedoch wieder aus. Auch die Ökobilanz der waschbaren Abschminkpads ist besser: Natürlich verbraucht das wiederholte Waschen der Pads jeweils Wasser und Energie – dafür müssen sie aber auch nur einmal hergestellt werden. Der relativ hohe Wasserverbrauch, der dafür anfällt, schlägt bei wiederverwendbaren Abschminkpads deshalb nur einmal zu Buche.

Nachteile der waschbaren Abschminkpads

Einweg- oder Mehrwegpad: Wattepads landen im Müll, die wiederverwendbaren Pads werden in der Maschine mitgewaschen. Dadurch können Make-up-Rückstände und Mikroplastik ins Abwasser und unsere Umwelt gelangen. Denn zahlreiche Kosmetikprodukte enthalten Mikroplastik, wie unter anderem unser Gesichtspeeling-Test zeigte.

Tipp: Kaufen Sie am besten zertifizierte Naturkosmetik. Diese Produkte kommen in der Regel ohne Mikroplastik aus. So gelangen auch kein Plastikteilchen in die Umwelt.

Abschminkpads sollen Make-Up zuverlässig entfernen. Im Test überzeugten aber nicht alle waschbaren Abschminkpads.
Abschminkpads sollen Make-Up zuverlässig entfernen. Im Test überzeugten aber nicht alle waschbaren Abschminkpads. (Foto: Shutterstock / Stella Photography)

Wie gut schneiden wiederverwendbare Abschminkpads im Test ab?

Die wohl wichtigste Eigenschaft von Abschminkpads: Wie gut nehmen die Pads Make-up und Schmutz auf? Bei ÖKO-TEST schnitten die Mehrwegpads schlechter ab als die Wattepads. Nur die Hälfte konnte in Sachen Reinigungskraft überzeugen – bei den Einweg-Wattepads hingegen gelang dies über 80 Prozent der getesteten Produkte.

Auch bei der Reißfestigkeit unterscheiden sich die rund 30 getesteten Produkte deutlich. Insgesamt waren die waschbaren Pads zwar stabiler als die Wattepads, doch auch viele Wattepads waren "stabil" oder "sehr stabil". Lesen Sie alle Details im Test der Wattepads und Mehrwegpads:

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Waschbare Abschminkpads richtig waschen

Wiederverwendbare Abschminkpads können Sie nach der Benutzung einfach in der Waschmaschine mitwaschen. Am besten geben Sie die Pads in einen kleinen Baumwoll-Waschbeutel, damit sie nicht verloren gehen. Eine Wäsche bei 30 oder 40 Grad reicht meist aus, um die Abschminkpads wieder sauberzubekommen.

Im Wattepads-Test prüften wir alle wiederverwendbaren Abschminkpads auf ihre Auswaschbarkeit. Rund die Hälfte der getesteten Pads erzielte dabei Bestnoten. Bei den anderen war der Make-up-Fleck nach dem Waschgang stellenweise wenig entfernt, schwach erkennbar oder es gab an wenigen Stellen noch leichte Reste.

Fazit: Wer Müllberge beim Abschminken vermeiden möchte, greift besser zu Mehrwegpads in Bio-Qualität. Ansonsten gilt: Wenn schon Wattepads, dann am besten Bio. Denn sowohl beim Anbau als auch bei der Reinigung und Aufbereitung von Baumwolle kommt viel Chemie zum Einsatz.

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