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Ratgeber: Haare färben - aber richtig

Ratgeber Kosmetik 2016
vom 09.06.2016

Ratgeber: Haare färben - aber richtig

Gelungener Farbwechsel

Mausgrau oder straßenköterblond - vor allem Frauen sind nicht sehr gnädig in der Beurteilung ihrer Haarfarbe. Eine riesige Palette an Färbeprodukten sorgt dafür, dass sich keine damit abfinden muss, was die Natur ihr mitgegeben hat. Doch chemische Haarfarben sind nicht ohne.

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09.06.2016 | Frauen tun es wesentlich häufiger als Männer (oder stehen zumindest eher dazu): Sie färben ihre Haare. Weil sie ihre natürliche Haarfarbe langweilig finden, die ersten grauen Strähnen abdecken wollen, um ihren modischen Vorbildern nachzueifern oder einfach aus Lust an der Abwechslung. Ob beim Friseur oder im Do-it-yourself-Verfahren mit Produkten aus der Drogerie - mit synthetischen Farben lassen sich traumhafte und brillante Ergebnisse erzielen, keine Frage. Alles andere als traumhaft ist dagegen, was in den chemischen Kolorationen steckt.

ÖKO-TEST hat Haarfarben - chemische wie pflanzliche - im Laufe der Jahre immer wieder auf den Prüfstand gestellt: Die konventionellen Oxidationshaarfarben, Blondierungen und Colorationen schnitten dabei stets miserabel ab. Der Grund: problematische Färbechemikalien, die zum Teil als extrem sensibilisierend gelten, also schwere allergische Reaktionen auslösen können. Dieser Hinweis muss - neben einem Ausrufezeichen im Warndreieck - daher seit November 2011 auf den Verpackungen von Haarfärbemitteln stehen. Außerdem auch der Satz: "Dieses Produkt ist nicht für Personen unter 16 Jahren bestimmt."

Andere Haarfärbesubstanzen stehen im Verdacht, das Erbgut zu verändern oder sind - wie im Fall von p-Aminophenol - im EU-Chemikalienrecht als CMR-Stoff (cancerogen, mutagen und reproduktionstoxisch) eingestuft. Solche Stoffe dürfen laut Kosmetikverordnung gar nicht in kosmetischen Produkten verwendet werden dürfen. Doch durch eine Hintertür gelangen Substanzen wie p-Aminophenol dann doch in Kosmetika wie Haarfarben: Wenn das Beratergremium der EU-Kommission die Meinung vertritt, es bestehe bei der vorliegenden Einsatzkonzentration kein Risiko, dann gibt es trotz der klaren Einstufung grünes Licht.

Auf der sicheren Seite ist leider auch nicht in jedem Fall, wer seinen Schopf im guten Glauben Naturhaarfarben anvertraut, die mit "bio", "natürlich" oder "mit Henna" beworben werden. Statt um echte Natur- bzw. Pflanzenhaarfarben handelt es sich häufig um konventionelle Colorationen mit grünem Deckmäntelchen. Denn rechtlich genießt der Begriff Naturhaarfarbe oder Pflanzenhaarfarbe keinen Schutz.

Leider sind auch nicht alle Naturfarben völlig unbedenklich. Einige stammen aus zweifelhaften Quellen, sie werden manchmal in internationalen Supermärkten oder Billigshops angeboten. Finger weg, wenn dem Produkt die INCI-Deklaration (Internationale Nomenklatur für kosmetische Inhaltsstoffe) fehlt, denn eine korrekte Deklaration ist auch ein Hinweis auf eine ordentliche Qualitätskontrolle.

Auch Henna war geraume Zeit im Gerede. Der natürliche Farbstoff Lawson, der in Henna steckt, wurde vom wissenschaftlichen Ausschuss der EU als erbgutschädigend eingestuft. Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung gab jedoch Entwarnung, nachdem sich nach Tierversuchen keine Erbgutschädigung durch Lawson nachweisen ließ.

Am ehesten können Sie sich auf Pflanzenhaarfarben mit einem anerkannten Naturkosmetik-Siegel verlassen. In unseren Test


Ratgeber: Haare färben - aber richtig
Ratgeber Kosmetik 2016 Seite 70
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Ratgeber Kosmetik 2016 Seite 72
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4 Seiten
Seite 70 - 73 im Ratgeber Kosmetik 2016
vom 09.06.2016
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