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Ratgeber: Der richtige Sonnenschutz

ÖKO-TEST Juli 2016
vom 30.06.2016

Der richtige Sonnenschutz

Überwiegend heiter

Sonnenbrand ist gefährlich. Das hat sich inzwischen herumgesprochen. Dennoch bleiben Unsicherheiten beim Thema Sonnenschutz. Wie hoch muss der Lichtschutzfaktor sein? Braucht man im Schatten auch Sonnencreme? Und wie wasserfest sind die Lotionen? Wir bringen Licht ins Dunkel.

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30.06.2016 | Ist Sonne generell ungesund?

Nein, denn Sonnenlicht tut Psyche und Körper gut. Das Licht regt im Körper die Produktion von Botenstoffen an, die aktiv und glücklich machen. Sonnenlicht kurbelt den Stoffwechsel an, die Wärme weitet die Gefäße, das Blut kann schneller fließen und die Zellen werden besser mit Sauerstoff versorgt. Selbst für die Sehschärfe ist Sonnenlicht gut, so Frank Schaeffel vom Zentrum für Augenheilkunde des Universitätsklinikums Tübingen. Bei Kindern, die sich täglich zwei Stunden im Freien aufhalten, sinke die Wahrscheinlichkeit kurzsichtig zu werden um mehr als die Hälfte. Der einfache Grund: Am Tag ist es draußen bis zu 200 Mal heller als in geschlossenen Räumen.

Für die Vitamin-D-Produktion ist UV-Strahlung ebenfalls unentbehrlich. Der Körper bildet Vitamin D aus eigener Kraft, wenn die UV-Strahlen der Sonne auf die Haut fallen. Vitamin D verhindert, dass der Calciumspiegel im Blut absinkt. Es wirkt außerdem beim Stoffwechsel von Calcium und Phosphat mit und hat damit einen indirekten Anteil am Knochenaufbau. Studien lassen darauf schließen, dass das Vitamin möglicherweise auch vor Krankheitserregern schützt. Etwa 15 bis 20 Minuten Sonnenlicht täglich auf Gesicht und Hände reichen, um das Vitamin zu bilden. Allerdings spielt auch die Hautpigmentierung, das Alter und die Intensität der Sonnenstrahlung eine Rolle.

Wie wirken die UV-Strahlen auf die Haut?

Insbesondere die kurzwellige UV-B-Strahlung ist biologisch hochaktiv. Sie erzeugt zwar jene Bräune, die so beliebt ist, ruft aber auch Mutationen in den Hautzellen hervor. UV-B-Strahlen sind sehr energiereich und dringen in die äußeren Hautschichten ein. Dort können sie bewirken, dass sich die Erbsubstanz der Zellen verändert oder gar zerbricht. In der Folge kann die Zelle nicht mehr richtig arbeiten und wird im schlimmsten Fall zur Krebszelle.

Lange glaubte man, dass nur UV-B-Strahlen die Haut schädigen. Erst in den 1990er-Jahren wurde man auf die Wirkung der UV-A-Strahlung aufmerksam. Sie ist langwelliger als UV-B-Strahlung, dringt daher zehnmal tiefer in die Haut ein und durchdringt die mittlere Hautschicht - die sogenannte Lederhaut. Dort zerstört sie zwar seltener die Erbsubstanz, kann dafür aber das Kollagen der Haut beschädigen. Folge: Die Elastizität der Haut nimmt ab, sie wird schlaff, lederartig und knittrig. Studien zufolge ist die Sonne zu 90 Prozent für die Hautalterung verantwortlich. Mit der Zeit führt die als schön empfundene Bräune also zu sehr unschönen Falten. Und nicht nur das: Auch das Entstehen eines schwarzen Hautkrebses, des malignen Melanoms, wird nach allem, was man heute weiß, durch übermäßige UV-A-Strahlung begünstigt. UV-A-Strahlung fördert außerdem Hautallergien.

Wie steht es mit dem Eigenschutz der Haut?

Bis zu einem gewissen Maß kann sich die Haut allein gegen UV-Strahlung zur Wehr setzen. Als Sofortmaßnahme bildet sie Urocaninsäure, die sich wie ein schützender Film auf die Haut legt. Aber das funktioniert nur, solange die Haut

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