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Neutrogena-Gesichtscreme fällt im Test durch

Autor: Ann-Cathrin Witte | Kategorie: Kosmetik und Mode | 13.02.2021

Die Neutrogena-Gesichtscreme ist im Test durchgefallen.
Foto: Öko-Test

Im Winter trocknet die Gesichtshaut schneller aus. Reichhaltige Gesichtscremes versprechen dagegen zu helfen. Blöd nur, wenn sie neben Fetten und Ölen auch bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. So auch im Fall der Neutrogena-Gesichtscreme, die in unserem Test durchgefallen ist.

Non-stop Feuchtigkeit in einer parfüm-, öl- und farbstofffreien Formel – so bewirbt Hersteller Johnson & Johnson die Neutrogena Hydro Boost Aqua Creme auf der Neutrogena-Website. Doch das Produkt enthält auch einige bedenkliche und unerwünschte Inhaltsstoffe. Deswegen fällt die Neutrogena-Gesichtscreme, wie auch zwei weitere Cremes in unserem Test, mit der Note "ungenügend" durch. 

Folgenden Stoffe kritisieren wir an der Neutrogena-Gesichtscreme:

  • halogenorganische Verbindungen
  • umstrittene PEG-Verbindungen
  • umweltbelastende Kunststoffverbindungen

Neutrogena-Gesichtscreme enthält problematischen Konservierer 

Wir erläutern die Problemstoffe im einzelnen. So enthält die Neutrogena-Gesichtscreme den Konservierungsstoff Chlorphenesin. Dieser gehört zu den halogenorganischen Verbindungen und gilt als hautreizend. Deswegen hat er unserer Meinung nach nichts in einer Creme für trockene und sensible Gesichtshaut verloren. Auffällig ist, dass die Gesichtscreme von Neutrogena als einzige Creme im Test eine halogenorganisch Verbindung enthält. 

Viele Gesichtscremes für trockene Haut setzten auf Fette und Öle.
Viele Gesichtscremes für trockene Haut setzten auf Fette und Öle. (Foto: CandyBox Images/Shutterstock)

Ungünstig sind auch die in der Neutrogena-Gesichtscreme enthaltenen PEG-Verbindungen. Diese Inhaltsstoffe werden häufig als Emulgatoren eingesetzt, um Wasser und Fett zu verbinden. Jedoch können sie die Haut auch durchlässiger für Fremdstoffe machen. PEG-Verbindungen sind in vier der insgesamt 20 getesteten Gesichtscremes enthalten. 

Das Problem mit Kunststoffverbindungen

Ebenfalls kritisch sehen wir die Verwendung von synthetischen Polymeren in der Neutrogena-Gesichtscreme. Wir bewerten diese Kunststoffverbindungen als bedenklich, weil sie über das Abwasser in die Umwelt gelangen können. Dort bauen sie sich teilweise nur langsam wieder ab. Ungeklärt ist bisher, welche langfristigen Folgen das für die Umwelt hat. 

Bislang hält das viele Hersteller jedoch nicht davon ab Kunststoffverbindungen einzusetzen. Auch in unserem Gesichtscreme-Test sind synthetische Polymere in insgesamt sieben Produkten enthalten. Das ist mehr als ein Drittel der getesteten Cremes.

Zusätzlich bemängeln wir an der Neutrogena-Gesichtscreme, dass sie eine Umverpackung aus Karton enthält. Da sie kein Glas schützt, halten wir diese für überflüssig, denn es entsteht unnötiger Müll.

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So setzt sich das Gesamturteil zusammen

Weil die Neutrogena Hydro Boost Aqua Creme halogenorganische Verbindungen und PEG-Verbindungen enthält, ziehen wir jeweils zwei Noten ab. Deswegen lautet das Teilergebnis Inhaltsstoffe "mangelhaft".

Zusätzliche Notenabzüge erhält das Produkt für die enthaltenen Kunststoffverbindungen und einen aus unserer Sicht unnötigen Umkarton. Daher lautet das Teilergebnis Weitere Mängel "ausreichend".

Das Gesamturteil setzt sich aus den Teilergebnissen Inhaltsstoffe und Weitere Mängel zusammen. Deswegen schneidet die Neutrogena-Gesichtscreme insgesamt mit "ungenügend" ab. Details zu Bewertung und Prüfmethoden lesen Sie auf der Infoseite zum Test im Abschnitt Testverfahren.

Unser Test zeigt: Mehr als die Hälfte der Gesichtscremes im Test ist rundum empfehlenswert. Durchgefallen sind lediglich vier von 20 getesteten Produkten. Ärgerlich: Obwohl die Cremes für trockene und/oder sensible Haut ausgelobt sind, enthält der Großteil der Gesichtscremes zugesetzte Duftstoffe. 

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