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Friseure öffnen wieder: Diese Corona-Regeln gelten jetzt

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kosmetik und Mode | 04.05.2020

Zur Vermeidung der Übertragung des Coronavirus herrscht auch beim Friseur Maskenpflicht - aber nicht nur das.
Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress

Der nächste Schritt zur Normalisierung in der Corona-Krise ist geschafft: Ab heute dürfen Friseursalons wieder öffnen. Doch für Friseure und Kunden ändert sich beim Friseurbesuch einiges. Nicht nur der Abstand ist einzuhalten, auch andere Vorschriften müssen wegen Corona beachtet werden.

Nachdem Friseursalons wochenlang geschlossen waren, dürfen sie diese Woche wieder ihre Türen öffnen. Endlich wird aus den viel zu langen Haaren wieder eine Frisur, endlich der graue Haaransatz gefärbt. Um eine weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, gelten allerdings einige neue Regeln, an die sich Friseure wie auch Kunden halten müssen:

  • Wer erkältet ist oder Fieber hat, sollte den Friseurbesuch um ein paar Tage verschieben. Wir haben für Sie zusammengefasst, wie Sie das Coronavirus erkennen: Das sind die typischen Anzeichen.
  • Sowohl für Personal als auch für Kunden gilt die Maskenpflicht.
  • Gehen Sie nach Möglichkeit alleine zum Friseur. Begleitpersonen zur Betreuung oder Hilfestellung sind aber erlaubt. "Es sollten sich so wenig Personen wie möglich im Salon aufhalten", erklärt die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Kinder sollten Sie nur mit in den Salon nehmen, wenn diesen auch die Haare geschnitten werden.
  • Die Haare trocken zu schneiden ist derzeit nicht erlaubt. Da sich Coronaviren auch auf den Haaren befinden können, müssen die Haare bei jedem Friseurbesuch als Erstes gewaschen werden. Das gilt auch fürs Haarefärben.
  • Kosmetische Behandlungen wie Make-up, Augenbrauen- oder Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege sind zurzeit ebenfalls untersagt. Bei all diesen Dienstleistungen, so das Argument, wird mit zu geringer Distanz gearbeitet und deshalb das Infektionsrisiko erheblich vergrößert.
  • Wer einen Cut-&-Go-Termin gebucht hat, bei dem die Haare selbst gefönt werden, muss dafür Accessoires wie Bürste und Kamm sowie den Fön selbst mitbringen.
  • Die Salons bitten, pünktlich zum Termin zu kommen. Ein Wartebereich darf momentan nicht angeboten werden.
    Kein Kaffee und keine Lektüre beim Friseurbesuch. Das Infektionsrisiko wäre zu hoch.
    Kein Kaffee und keine Lektüre beim Friseurbesuch. Das Infektionsrisiko wäre zu hoch. (Foto: CC0 Public Domain / Unsplash / Engin_Akyurt)

    In Zeiten von Corona: Keine Extras beim Friseur 

    Waren ein heißer Cappuccino und die neuesten Zeitschriften bislang fester und geliebter Teil des Friseurbesuchs, ist damit vorerst Schluss: Friseurläden sollen in der Corona-Krise keine Getränke und Zeitschriften anbieten. Die Abgabe von Getränken in Einwegbechern und -flaschen ist jedoch prinzipiell möglich, so die BGW.

    Aber auch hier gilt die Abstandsregel: "Der Konsum des Getränks ist deshalb nur in Phasen ohne Mund-Nasen-Bedeckung denkbar, in denen die Kundin oder der Kunde alleine am Friseurstuhl sitzt oder kurz darauf den Salon verlässt und das Getränk auswärts konsumiert."

    Corona-Pandemie: Kontaktdaten sind Pflicht

    Jeder Kunde muss vor dem Friseurbesuch seine Kontaktdaten, das heißt Anschrift, Telefonnummer und Mail-Adresse, angeben. Sollte es einen Krankheitsausbruch geben, kann mit Hilfe der Liste "die Infektionskette lückenlos nachverfolgt und die Betroffenen schnell informiert werden", erklärt die BGW. Wer die Angabe seiner Daten verweigert, kann nicht bedient werden. 

    Friseurbesuche könnten teurer werden 

    Ausgaben für Einmalhandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel plus zeitlicher Mehraufwand: Aus diesen Gründen könnten die Preise für den Friseurbesuch steigen. Ob ein Haarschnitt jetzt wirklich teurer wird, entscheidet allerdings jeder Salon für sich.

    Darüber hinaus gilt – wie überall – die Husten-Nies-Etikette: Niesen oder husten Sie in die Armbeuge oder in ein Einmaltaschentuch. Verzichten Sie zudem auf das Händeschütteln.

    >> Für weitere Infos: Coronavirus vorbeugen: So schützen Sie sich vor dem Coronavirus

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