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7 Compact-Deos im Test

ÖKO-TEST Juni 2016
vom 25.05.2016

Deos, Compact

Anrüchig

Die kleinen kompakten Deosprays halten genauso lange wie herkömmliche Achselsprays und zwei Produkte sind insgesamt empfehlenswert. Das zeigt unser Test. Dennoch gibt es gute Gründe, um auf Deos aus der Aluminiumdose zu verzichten.

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25.05.2016 | Der Trend zum Kompakten hat nach Wasch- und Spülmitteln jetzt auch das Deoregal erreicht. Der Konzern Unilever bietet aktuell sogenannte "Compressed Deos" an und verspricht: 20 Prozent weniger Aluminium in der Verpackung und eine Halbierung beim Treibgas. Der Konzern ist so überzeugt von seiner neuen Technologie, dass er sie sogar kostenlos anderen Unternehmen überlässt, "um die Umweltauswirkungen der Branche zu reduzieren".

Im Juli 2004 hatten wir schon einmal sogenannte "Compact Deos" in einem ÖKO-TEST. Damals handelte es sich indes um Pumpsprays in schmalen Plastikdosen, die ohne Treibgas auskamen und mittlerweile wieder vom Markt verschwunden sind. Die aktuellen "Compressed Deos" enthalten zwar Treibgas, aber ein überarbeitetes Sprühsystem. Das neue Ventil versprüht trotz halber Ration Treibgas die gleiche Menge Inhalt wie ein herkömmliches Ventil. So kommt mit jedem Sprühstoß genauso viel in den Achseln an wie mit einem normalen Deospray. Und deshalb soll die 75-ml-Dose genauso lange halten wie die 150-ml-Dose.

Mittlerweile hat nicht nur Unilever, sondern haben auch weitere Unternehmen diese neuen Kompaktdeos im Angebot. Grund genug, uns die Produktgruppe einmal genauer anzusehen und dazu verschiedene Fakten rund um die Aluminiumverpackung aufzulisten.

Warum ist gerade das Spray in der Aludose die Nummer eins in der Gunst der Verbraucher? Menschen, die gern zum Spray greifen, berichten, dass es sich nicht so nass auf der Haut anfühlt. Zudem kann - wenn das Waschen einmal nicht möglich ist - nach dem Sport bequem Deo nachgelegt werden. Ein Roll-on durch die ungewaschenen Achseln zu ziehen, ist für Sprayfans keine Alternative. Sprays haben laut Industriegemeinschaft Aerosol einen beträchtlichen Marktanteil von rund 66 Prozent. Abgeschlagen mit circa 24 Prozent folgen die Roll-on-Deos sowie Zerstäuber und Co. mit insgesamt zehn Prozent.

Zwar sehen die Aludosen schick auf der Ablage im Badezimmer aus. Die Aluminiumproduktion gehört aber weltweit zu den stromfressendsten Industrien und verbrauchte 2013 immerhin drei Prozent der weltweiten Energie. Auch fällt dabei das giftige Nebenprodukt Rotschlamm an.

Aluminium wird aus dem Rohstoff Bauxit gewonnen, das überwiegend über Tage in Australien, China, Brasilien, Indien und Guinea gefördert wird. Organisationen wie Misereor und das Südwind-Institut betonen, dass der Abbau und die Verarbeitung von Erzen wie Bauxit mit Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen einhergehen. Zwar werden hohe Sozialstandards in den Bauxitminen Australiens eingehalten. In Brasilien oder Guinea sieht das aber schon anders aus, wie auch die Autoren von zwei Fallstudien im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) berichten.

Beispiel Brasilien: Die größten Bauxitvorkommen liegen im Bundesstaat Para. Für den Bauxitabbau, den Bau von Staudämmen, die Strom für die Verhüttung von Aluminium produzieren, und die erforderlichen Stauflächen wird Amazonasregenwald abgeholzt. Zudem gehen Konflikte rund um Umsiedlungen und den Dammbau

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Weitere Informationen

So haben wir getestet

Der Einkauf
Unsere Einkäufer haben sich in verschiedenen Läden wie Drogerien, Supermärkten und Discountern nach sogenannten "Compressed Deosprays" (kompakte Deosprays) umgeschaut und sind siebenmal fündig geworden: So landeten Produkte der Marken Rexona, Dove und Dusch Das von Unilever im Einkaufskorb sowie die Handelsmarken von Budnikowsky, Norma, Rossmann und dem Müller Drogeriemarkt.

Die Inhaltsstoffe
Alle Deosprays wurden auf die Standardparameter unserer Kosmetiktests wie allergisierende Duftstoffe, künstlichen Moschusduft, Formaldehyd/-abspalter und umstrittene halogenorganische Verbindungen untersucht. Den genauen Aluminiumgehalt haben wir analysieren lassen, wenn laut Inhaltsstoffliste Aluminium enthalten war. Ebenso wurde gegebenenfalls der Gehalt an Silikonen überprüft.

Die Weiteren Mängel
Wir haben die Hersteller gebeten, uns Studien vorzulegen, die ihre Wirkversprechen zu den Produkten belegen: für Deosprays ein sogenannter Sniff-Test zur deodorierenden Wirkung über die versprochene Wirkdauer am getesteten Produkt, für Antitranspirantien und Produkte, die einen Schutz vor Achselnässe versprachen, die Messung der Schweißmenge. Ob das 75- bzw. 100-ml-Deospray genauso lange hält wie das 150- bzw. 200-ml-Deospray, ließen wir anhand eines herkömmlichen Deosprays der gleichen Marke testen. Als Vergleichsgröße für die Ergiebigkeit haben wir eine typische Applikationsmenge von Zwei-Sekunden-Sprühstößen gewählt, die von der Normungsorganisation ASTM International für den sogenannten Sniff-Test empfohlen wird. Die Differenz in der Anzahl der Sprühstöße zwischen beiden Varianten haben wir in unserer Tabelle aufgeführt.

Die Bewertung
Mit einem Deospray sollten vor allem keine umstrittenen oder problematischen Substanzen auf die Haut kommen. Andererseits sollte ein Deo wirksam vor Müffeln schützen. Daher verschlechterten fehlende Wirksamkeitsnachweise oder vorgelegte Studien mit Mängeln das Testergebnis Inhaltsstoffe. Das Ergiebigkeitsversprechen hielten alle kompakten Deosprays ein.

So haben wir getestet

Ergiebigkeit: Hält die 75-ml- Dose wirklich genauso lange wie die 150-ml-Dose?

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