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ÖKO-TEST Jahrbuch für 2012
vom

Körperlotionen, trockene Haut

Machen wir glatt!

Wenn die Haut rau und schuppig ist, versprechen Körperlotionen sanfte Glättung. Viele Lotionen im Test zeigen sich von ihrer zarten Seite. Doch etliche bekannte Marken fallen unangenehm auf.

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14.10.2011 | Ob die Haut trocken oder normal ist, das hängt vor allem mit dem Wasserhaushalt zusammen. Bei normaler Haut kann die oberste Schicht, die Hornschicht, etwa 10 bis 20 Prozent Wasser speichern. Liegt der Anteil darunter, wird die Haut als trocken wahrgenommen. Trockene Haut kann angeboren sein oder sich aus normaler Haut entwickeln. Besonders häufig passiert das im Herbst und Winter.

Wir haben 23 Körperlotionen eingekauft, die meisten davon zur Pflege trockener Haut. Wir wollten wissen, ob sie Stoffe enthalten, die die Haut eher belasten als pflegen.

Das Testergebnis

Immerhin neun Körperlotionen sind "sehr gut". Viele bekannte Marken finden sich jedoch am unteren Ende der Notenskala wieder.

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So haben wir getestet

Der Einkauf
In den Herbst- und Wintermonaten neigen mehr Menschen zu trockener Haut als im Sommer. Kalte Temperaturen und trockene Luft tragen ihren Teil dazu bei. Deshalb haben wir beim Einkauf für den Oktobertest vor allem nach Körperlotionen für trockene Haut Ausschau gehalten.

Die Inhaltsstoffe
Körperlotionen enthalten in erster Linie Wasser, der Anteil kann über 80 Prozent betragen. Weil sich Keime in Wasser besonders gut vermehren, müssen Körperlotionen konserviert werden. Viele Inhaltsstoffe können eine konservierende Wirkung haben. So machen sich etwa Naturkosmetika die konservierende Wirkung von ätherischen Ölen und Alkohol zunutze und kommen häufig ohne klassische Konservierungsmittel aus. Die konventionellen Lotionen enthalten alle Konservierungsmittel, deren Einsatz in der Kosmetikverordnung geregelt wird, denn diese Stoffe dürfen nicht in beliebiger Menge eingesetzt werden. Da die Konservierungsmittel gegen lebende Keime wirken, können sie auch das biologische System Haut angreifen. Als vollkommen unproblematisch ist also kein Konservierungsmittel anzusehen. Trotzdem werten wir nicht alle gleichermaßen ab - schließlich stellen verkeimte Kosmetika auch ein Risiko für die Gesundheit dar. Die meisten konventionellen Produkte enthalten etwa Parabene. Da von ihnen eine vergleichsweise geringe Allergiegefahr ausgeht, werten wir diese Stoffe nicht ab. Halogenorganische Konservierungsmittel oder problematische Formaldehyd/-abspalter führen jedoch zum Notenabzug.

Die Bewertung
Wir bewerten bei unseren Kosmetiktests nicht, ob sich ein Produkt besonders gut verteilen lässt oder ob der Duft einer Lotion vielen Probandinnen angenehm ist. Stoffe, die hier für positive Effekte sorgen, können an anderer Stelle Nachteile haben. Silikone etwa sorgen für eine gute Verteilbarkeit, versorgen die Haut aber nicht mit natürlichen Fettsäuren. Wir bewerten auch keine Messungen etwa zur Feuchtigkeitsanreicherung in der Haut. Solche Messungen werden unter anderem von Herstellern genutzt, um gegenüber den Behörden Aussagen über die Produkte zu belegen. Ob die Werte aber positiv für den individuellen Hautzustand sind, wird nicht berücksichtigt. Die mittel- und langfristigen Effekte eines Kosmetikums auf die Haut können durch diese Momentaufnahmen nicht erfasst werden. Der Schwerpunkt der ÖKO-TEST-Bewertungen liegt auf den Inhaltsstoffen. Einen hohen Anteil künstlicher Silikone/Paraffine/Erdölprodukte werten wir beispielsweise um eine Note ab, umstrittene PEG/PEG-Derivate, die häufig als Emulgatoren eingesetzt werden, um zwei Noten.

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