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19 Wimperntuschen im Test

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ÖKO-TEST September 2016 | Kategorie: Kosmetik und Mode | 25.08.2016

19 Wimperntuschen im Test

Volumen, natürliche Inhaltsstoffe, lang anhaftend? Welche Wimperntusche den eigenen Anforderungen gerecht wird, muss jeder für sich herausfinden. Was die Inhaltsstoffe betrifft, können wir immerhin zehn Mascaras uneingeschränkt empfehlen - darunter sogar ein wasserfestes Produkt.

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Aus tausenden Badezimmern ertönt täglich ein schmatzendes "Plopp" - immer dann, wenn die Bürste aus einem Mascararöhrchen gezogen wird. Für viele Frauen gehört das Schminkritual am Morgen dazu wie für andere der Kaffee. Ohne getuschte Wimpern aus dem Haus? Undenkbar! Dass das Geschäft lohnt, zeigen Zahlen der Marktforscher von IRI Information Resources: Allein in Deutschland wurden 2015 insgesamt rund 42 Millionen Mascaras verkauft.

Der auffällige Effekt der Wimperntusche entsteht dadurch, dass die natürlichen Wimpern zur Spitze hin heller werden und so kürzer aussehen, als sie in Wirklichkeit sind. Durch die Farbe wird ihre gesamte Länge sichtbar, sie wirken voller. Allerdings hält dieser Effekt nicht ewig - nach einer Fitnesseinheit oder einem herzergreifenden Liebesfilm ärgern sich viele Frauen über verwischte "Pandaaugen". Nicht jeder Mascara hält Schweiß, Tränen oder Berührungen stand, Ränder und Schatten um die Augen sind die Folge. Viele Anwenderinnen benutzen deshalb am liebsten wasserfeste Wimperntusche. Wer aber auf Naturkosmetik schwört, hat hier schlechte Karten: Wasserfest funktioniert nur mit Chemie.

Dafür, dass die schwarze Paste auf den Wimpern haften bleibt und sich weder von Krokodilstränen noch von Schwimmbadwasser beeindrucken lässt, sorgen ein verringerter Wasseranteil sowie Paraffine und Silikonöle. Die erdölbasierten Substanzen sind bei anerkannten Naturkosmetikzertifizierern verboten. Wer unbedingt einen wasserfesten Mascara möchte, muss aber solche Produkte verwenden. Mit rein natürlichen Rohstoffen lässt sich dieser Halt nicht erreichen. Das bestätigten uns viele der Naturkosmetikhersteller, die wir nach neuen Forschungsansätzen gefragt hatten.

In den Zutatenlisten mancher Naturkosmetik-Mascaras steht jedoch eine Substanz, die inhaltsstoffkundige Verbraucher irritieren könnte: Dodecane. Darunter ist gemeinhin ein Paraffin auf Erdölbasis bekannt. Das wollte ÖKO-TEST genauer wissen. Dm antwortete für sein Alverde-Produkt: "Das in der Rezeptur enthaltene Dodecane ist ein 100 Prozent pflanzlicher Kohlenwasserstoff und damit eine natürliche Alternative zu Silikon." Sabine Kästner, Unternehmenssprecherin des Naturkosmetikherstellers Laverana, erläutert: "Die INCI Dodecane unterscheidet nicht zwischen synthetischen und natürlichen Inhaltsstoffen, sodass die Inhaltsstoffe nicht ohne Weiteres gleich als natürlich zu erkennen sind. Dodecane können aus der Petrochemie hergestellt werden oder stammen aus erneuerbaren Rohstoffen, zum Beispiel aus Ölen wie Palmöl oder Kokosöl."

Beide Anbieter lassen ihre Produkte vom Branchenverband Natrue zertifizieren. Sowohl dort als auch beim Zertifizierer BDIH erklärte man uns, dass der Ursprung des Dodencans pflanzlich sein müsse und nicht aus Erdölrohstoffen stammen dürfe, um mit den Zertifizierungskriterien konform zu sein. Die Verbände beteuern, dass Verbraucher sich auf die Standards und die regelmäßige Überprüfung ihrer Einhaltung verlassen könnten.


Wimperntusche: Wir haben diese Produkte für Sie getestet

Lavera Deep Darkness Mascara
  • Laverana (Naturwarenladen)

Logona Mascara Natural Look
  • Logocos Naturkosmetik

Essence I love extreme Volume Mascara Waterproof
  • Cosnova

Alverde 12 Hours Long Stay Mascara
  • Dm

Terra Naturi Extreme Volume Mascara
  • Müller Drogeriemarkt

Sante Mascara Volume Sensation
  • Logocos Naturkosmetik

L'Oréal False Lash Schmetterling Waterproof
  • L' Oréal

Benecos Natural Mascara Vegan Volume
  • Cosmondial (Naturwarenladen)

Astor Big & Beautiful Boom! Waterproof
  • Astor

Maybelline Jade Lash Sensational Waterproof
  • Maybelline

Artdeco All in One Mascara Waterproof
  • Artdeco

La Roche Posay Respectissime Waterproof
  • La Roche-Posay (Apotheke)

Dr. Hauschka Volume Mascara
  • Wala

Manhattan Volcano Explosive Volume Mascara Waterproof
  • Manhattan

Max Factor False Lash Effect Waterproof
  • Procter & Gamble

Rival de Loop 3in1 Multi Effect Mascara Waterproof
  • Rossmann

Alva Coleur Mascara
  • Alva (Naturwarenladen)

P2 High Impact Mascara Waterproof
  • Dm

Alterra Sensational Definition Mascara
  • Rossmann

19 Wimperntuschen im Test
ÖKO-TEST September 2016 Seite 52
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Seite 52 - 56 im ÖKO-TEST September 2016
vom 25.08.2016

Testverfahren

So haben wir getestet

Der Einkauf

Wasserfest oder Naturkosmetik - beides sind für viele Kunden wichtige Argumente bei der Wahl ihrer Wimperntusche. Die beiden Eigenschaften in einem Produkt zu vereinen, ist allerdings derzeit nicht möglich. Wir haben zehn konventionelle, wasserfeste Mascaras und neun Naturkosmetiktuschen eingekauft. 10 Milliliter der günstigsten Wimperntusche sind für 2,29 Euro zu haben, die gleiche Menge der teuersten kostet mit 23,55 Euro mehr als das Zehnfache.

Die Inhaltsstoffe

Stecken problematische Substanzen wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Formaldehyd/-abspalter, halogenorganische Verbindungen oder Schwermetalle in der schwarzen Paste? Darauf wurden die Mascaras im Labor überprüft. Aber welche Inhaltsstoffe sorgen eigentlich für die besonderen Eigenschaften wasserfester Mascaras - und gibt es in der Naturkosmetik Forschungsansätze, in Zukunft ebenfalls wasserfeste Wimperntuschen auf den Markt zu bringen? Darauf wollten wir von den Herstellern Antworten haben.

Die Weiteren Mängel

Im Labor wurde außerdem getestet, ob die Kunststoffverpackungen der Wimperntuschen möglicherweise mit umweltschädlichen chlorierten Verbindungen belastet sind. Außerdem haben wir uns angesehen, ob Verbraucher anhand eines Hygienesiegels erkennen können, ob die Tusche vor dem Kauf schon einmal geöffnet war. Probiert jemand anders das Produkt womöglich im Laden aus und legt es anschließend zurück, könnten unter Umständen Keime eindringen.

Die Bewertung

Massiven Punktabzug gibt es für stark erhöhte PAK-Werte, da viele Vertreter dieser Gruppe als krebserregend oder krebsverdächtig eingestuft sind. Abwertungen gab es zudem für umstrittene PEG/PEG-Derivate sowie für bedenkliche halogenorganische Verbindungen und Parabene.

Aktuelle Ausgabe
ÖKO-TEST Dezember 2018: Schwerpunkt Lachs
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Zugehörige Ausgabe:
ÖKO-TEST September 2016
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Erschienen am 25.08.2016

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