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Kurkuma in der Schwangerschaft: Ja oder nein?

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Kinder und Familie | 20.07.2022

Kurkuma in der Schwangerschaft: Gesund oder gefährlich?
Foto: Shutterstock / NIKCOA

Kurkuma gilt als Superfood: Die gelbe Knolle soll unter anderem bei Entzündungen und Verdauungsbeschwerden helfen. In der Schwangerschaft ist das Kult-Gewürz jedoch mit Vorsicht zu genießen. Hier lesen Sie, was beim Verzehr von Kurkuma und Kurkuma-Präparaten in der Schwangerschaft zu beachten ist.

Kurkuma ist ein Ingwergewächs und Bestandteil vieler Curry- und Gewürzmischungen. Das enthaltene Kurkumin ist verantwortlich für die wunderschöne gelbe Farbe. Kurkuma begegnet uns aber nicht nur als Gewürz in niedriger Dosierung, sondern auch höher dosiert im Trendgetränk 'Kurkuma Latte' – auch 'Goldene Milch' genannt, hier unser Rezept für Goldene Milch – und als Nahrungsergänzungsmittel.

Kurkuma werden positive Wirkungen auf die Verdauung nachgesagt, so soll das Gewürz bei Blähungen und Völlegefühl nach dem Essen helfen. Der Wirkstoff Kurkumin soll zudem entzündungshemmend und antioxidativ wirken.

Hier erfahren Sie mehr über die Wirkung von Kurkuma:

Kurkuma in der Schwangerschaft und Stillzeit

In der Schwangerschaft ist eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Die werdende Mutter muss ihr Ungeborenes miternähren und hat deshalb einen erhöhten Nährstoffbedarf. Was liegt also näher als der Griff zu den diversen als Superfood bekannten Lebensmitteln? Bei Kurkuma raten Mediziner allerdings zu Vorsicht.

Ist Kurkuma in der Schwangerschaft verboten?

Die kurze Antwort lautet: Auf die Dosis kommt es an. 

Die lange Antwort ist ein bisschen komplexer: Wer Kurkuma als Gewürz für sein Curry verwenden oder im Restaurant ein asiatisches Gericht genießen möchten, muss sich keine Sorgen um sich oder das Baby machen. Kurkuma als Gewürz ist in der üblichen Dosierung unproblematisch und ungefährlich für die werdende Mutter und ihr Kind, da sind sich Mediziner einig.

Kurkuma-Produkte bei ÖKO-TEST

Wenn Sie Kurkuma kaufen möchten, sollten Sie sich allerdings vorher mit unseren Test-Ergebnissen auseinandersetzen. Denn: Wir haben gemahlene Kurkuma-Produkte auf Schadstoffe getestet – und in der Mehrheit der Produkte Mineralöl sowie in einigen Produkten bedenkliche Pestizide gefunden. Hier erfahren Sie mehr:

Anders sieht es bei einer höheren Kurkuma-Dosierung aus: Kurkuma sollten Sie besser nicht in großen Mengen oder als Nahrungsergänzungsmittel konsumieren, wenn Sie schwanger sind oder Ihr Baby stillen.

Denn: Der in Kurkuma enthaltene Wirkstoff Kurkumin kann den Östrogenspiegel im Körper verändern; das wiederum könnte zu Wehentätigkeit führen.

Vorbeugend auf Kurkuma verzichten

Noch gibt es allerdings keine zuverlässigen wissenschaftlichen Untersuchungen über den Verzehr von Kurkuma in der Schwangerschaft. Bis dahin sollten schwangere und stillende Frauen vorbeugend auf Kurkuma-Extrakte verzichten.

Auch Menschen, die unter Gallensteinen leiden oder Gerinnungshemmer, Chemotherapeutika oder Medikamente gegen Lebererkrankungen einnehmen, sollten ohne Rücksprache mit ihrem Arzt keine Präparate mit Kurkumin einnehmen. 

Gut zu wissen: Auch von größeren Mengen Kardamom, Zimt oder Nelken sollten Sie in der Schwangerschaft Abstand nehmen.

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