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Erkältungsmarathon bei Familien: Was hilft?

Richtig reagiert

Autor: Redaktion / dpa | Kategorie: Kinder und Familie | 08.09.2016

Erkältungsmarathon bei Familien: Was hilft?

Durch die strengen Corona-Regeln waren Kinder selten krank. Doch jetzt kommen die Infekte zurück: Derzeit sind viele Kinder krank, teilweise recht heftig. Ist das Kind krank, sind sich Eltern oft unsicher: Was tun bei hohem Fieber? Wann ist ein Besuch beim Arzt notwendig? Welche Medikamente kommen in Frage? Wir haben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zusammengestellt.

Mütter und Väter wissen: Gerade im Kindergartenalter läuft die Nase der Kleinen gefühlt den ganzen Winter. Manchmal haut es sie richtig um. Mit Husten, hohem Fieber, Ohrenschmerzen, Erbrechen oder Durchfall. Unschön, aber normal. "Im ersten Kindergartenjahr haben die Kleinen durchaus 10 bis 15 Infekte, die teilweise bis zu vier Wochen dauern können", erklärt der Jakob Maske, Sprecher des Bundesverbandes der Kinder- und Jugendärzte. Im zweiten Jahr sind es noch 5 bis 10 Infekte. Doch je länger das Kind die Kita und später die Schule besucht, desto mehr läuft sich diese Anfälligkeit aus. Weil das Immunsystem immer mehr Erreger kennengelernt hat und deswegen zunehmend robuster auf sie reagiert.

Weniger Kontakte, weniger Immunität gegen gewöhnliche Erkältungsviren

Nur der vergangene Winter war anders. Durch die strengen Corona-Regeln gingen auch andere Infektionen kaum um, die Kinder waren selten krank. Doch jetzt zeigt sich: Die Infekte kommen zurück und die Kinder holen das "Verpasste" nach - das bedeutet: Sie werden krank, teilweise recht heftig. Und ist einer in der Familie mit der Erkältung durch, fängt der Nächste an zu krächzen und zu schniefen.

Hier finden Sie Antworten auf Fragen rund um Erkältungserkrankungen, die Eltern derzeit bewegen:

Wann müssen sich Eltern Sorgen machen?

Derzeit beobachten Mediziner viele Infektionen mit dem RS-Virus. Das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) ist in der Regel für harmlose Erkältungsinfekte verantwortlich. "Gerade kleinere Kinder mit Vorerkrankungen und Frühgeborene können aber stärker erkranken", sagt Kinderarzt Maske.

Sorgen machen müssen sich Eltern vor allem, wenn die Kinder Probleme mit dem Atmen haben. "Wenn die Kinder schwere Luftnot haben oder die Atmung die Babys beispielsweise so sehr anstrengt, dass sie nicht mehr richtig trinken", sagt der Kinder- und Jugendmediziner Professor Reinhard Berner. Die Kleinen sind häufig durch die Luftnot panisch und sehr unruhig. "Grundsätzlich kann man sich das wie beim Asthma vorstellen", erklärt der Experte. "Die Luft geht in die Lunge rein, aber nicht wieder raus, weil die Bronchien anschwellen. Die Kinder pusten und keuchen wie Asthmatiker und haben vor allem Luftnot und Sauerstoffmangel und eine sehr angestrengte Ausatmung."

Bei Symptomen wie Atemproblemen und hohem Fieber sollten Eltern in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.

Fieber ist bei Kindern keine Seltenheit. Wann muss man etwas dagegen unternehmen?

Mit Fieber reagiert der Körper zum Beispiel auf körperfremde Stoffe, Entzündungen und Infektionen. Die Temperaturerhöhung heizt das Immunsystem an und die Vermehrung der Erreger wird gebremst. Riskant wird es, wenn das Fieber hoch steigt; Temperaturen über 39 Grad Celsius können dem Organismus schaden. Um die Temperaturentwicklung zu beobachten, muss man regelmäßig Fieber messen. Je nachdem wo man misst, weicht das Ergebnis von der tatsächlichen Körperinnentemperatur ab: Bei der Messung unter den Achseln oder im Ohr liegt das Messergebnis etwa 1 Grad Celsius unter der wahren Temperatur, bei der Messung im Mund etwa 0,5 Grad. Die im After gemessene Temperatur ist am genauesten.

Solange die Körpertemperatur 38,5 Grad nicht übersteigt, braucht man keine Medikamente zu geben.

  • Das Kind sollte sich schonen und viel Tee oder Wasser trinken. Drei- bis Sechsjährige brauchen etwa einen Liter pro Tag.
  • Um das Fieber zu senken, kann man Hausmittel anwenden wie Wadenwickel. Die Wickel darf man aber nur anwenden, wenn das Kind keine kalten Beine hat.
  • Bei Fieber ist Paracetamol das Mittel der Wahl, alternativ auch Ibuprofen. Beide Mittel sollte man nach ärztlicher Empfehlung dosieren, denn eine Überdosis kann gefährliche Nebenwirkungen haben. Niemals darf man fiebernde Kinder mit dem Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) behandeln, der zum Beispiel in Aspirin steckt. Denn bei Virusinfektionen wie Grippe, Erkältung und Windpocken kann ASS zum gefährlichen Reye-Syndrom führen, das sich in Hirnhautentzündung und Leberversagen äußert.

Mit einem fiebernden Kind sollte man immer den Arzt aufsuchen, wenn die erhöhte Temperatur länger als einen Tag besteht, die Körpertemperatur bei 39 Grad oder höher liegt und wenn sich weitere Symptome zeigen wie Hautausschlag, Krämpfe, Apathie, Kopfschmerzen, steifer Nacken, Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen.

Nützliche Infos zu Fieber bei Kindern:

In die Kita – oder nicht?

Diesen Herbst und Winter werden viele Kinder verschnupft sein – ohne dabei wirklich sehr krank zu sein. Auch bei leichten Symptomen steht die Frage im Raum: Ist es vielleicht doch Corona? Deshalb sind viele Kitas gerade sehr restriktiv im Umgang mit Schnupfennasen. Und auch für Eltern ist es oft eine schwierige Entscheidung, ob sie ihr Kind mit Schnupfennase und leichten Halsschmerzen in die Kita oder Schule schicken sollen.

Kinderarzt Jakob Maske sagt: "Natürlich dürfen Kinder mit einem Erkältungsinfekt in die Kita gehen, da spricht nichts dagegen. Aber manchmal ist es halt schwer zu unterscheiden: Ist es Corona oder nicht?" Er rät: Im Zweifel sollte man einen Test machen. "100 Prozent kriegt man hier nie, aber es ist eine zusätzliche Sicherheit." Für oberflächliche Erkältungsinfekte, wo es keinen Anhaltspunkt für Corona gebe, etwa durch vorherigen Kontakt mit einer infizierten Person, gilt aus Sicht des Kinderarztes Maske: ruhig ab in die Kita.

Nicht nur mit Blick auf Corona, sondern auch auf die starken Nachholeffekte bei anderen Infekten, sagt Reinhard Berner: "Kinder mit Atemwegsinfektionen sollten nicht in die Kita gebracht werden. Wer krank ist, bleibt lieber daheim." Auch wenn viele schon ansteckend sind, ehe sich Symptome zeigen: Daheimbleiben sei in dem Fall das Einzige, das wirklich etwas bewirken könne, damit die Infekte unter den Kindern nicht noch mehr um sich greifen.

Wie kann man der Erkältungs-Dauerschleife vorbeugen?

Da man ja innerhalb einer Familie schlecht "auf Abstand" bleiben kann (und will), lässt sich der internen Erkältungswelle eigentlich nur durch Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte und durch gute Hygiene vorbeugen. Ganz wichtig, um die Gefahr einer Ansteckung zu verringern, ist regelmäßiges, gründliches Händewaschen. Dafür reicht normale Seife völlig aus, antibakterielle Produkte sind überflüssig.

Vorbeugen kann man auch, indem man es möglichst vermeidet, sich ins Gesicht zu fassen. Denn an den Händen haftende Erkältungsviren gelangen so an die Schleimhäute von Nase, Mund und Augen und auf diesem Weg in den Körper. Auch bei Tellern, Tassen, Besteck, Waschlappen und Handtüchern darauf achten, dass jeder seine eigenen Utensilien benutzt.

Um das Immunsystem zu stärken, sollten sich Kinder täglich mindestens eine Stunde lang draußen bewegen - natürlich passend angezogen. Außerdem ist eine ausgewogene Ernährung wichtig, damit Kinder fit bleiben.

Hand vor den Mund oder in die Armbeuge - wie hustet und niest man eigentlich richtig?

"Halt die Hand vor den Mund!" - diese Aufforderung ist überholt und zudem nicht sinnvoll. Denn von der Hand gelangen die Erreger an Türklinken, Haltegriffe und Lichtschalter, wo der noch Gesunde sie an die Finger bekommt, mit denen er sich dann vielleicht die Augen reibt oder ins Gesicht fasst. Als hygienisch empfiehlt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung das Husten und Niesen in die Armbeuge oder in ein Papiertaschentuch. Das aber nur einmal benutzen, nicht irgendwo herumliegen lassen, sondern anschließend gleich entsorgen und Hände mit Seife waschen.

Wie können sich Eltern vor den zig Bakterien und Viren schützen, die der Nachwuchs anschleppt?

Neben dem regelmäßigen, gründlichen Händewaschen können Eltern die vielen Erreger, die die Kinder aus der Kita oder der Schule mit nach Hause bringen, eigentlich nur durch Stärkung des eigenen Immunsystems abwehren. Dafür gilt: Feuchte Schleimhäute sind eine gut funktionierende Barriere gegen die Erreger. Daher viel trinken, auf ausreichend hohe Luftfeuchtigkeit im Raum achten und Frieren sowie kalte Füße vermeiden. Stress, Schlafmangel, Zigarettenqualm und eine unausgewogene Ernährung schwächen das Immunsystem; Erkältungsviren haben dann leichteres Spiel. Viel Bewegung an frischer Luft, kneippsche Anwendungen oder Saunagänge bringen Abwehrkräfte auf Trab.

Ist man irgendwann einmal immun gegen die vielen Bakterien und Viren?

Komplett immun wird man - auch bei starkem Immunsystem - sicher nicht. Dafür gibt es einfach zu viele verschiedene Erkältungsviren. Mit ihrer Vielfalt und Vorliebe dafür, sich äußerlich ständig ein wenig zu verändern, schaffen sie es immer wieder, das Immunsystem zu überlisten und sich auf den Schleimhäuten von Nase, Rachen und Bronchien einzunisten. Zumal schon wenige Viren genügen, um einen Infekt in Gang zu setzen. Ist die Erkältung dann überstanden, hat man zwar eine gewisse Immunität gegen diesen einen Erreger, nicht aber gegen seine zahlreiche bucklige Verwandtschaft.

Was ist von homöopathischen Globuli zur Vorbeugung und Behandlung von Infekten zu halten?

Vorbeugende Mittel sind bei Kindern fehl am Platz. Denn Infekte haben ja die wichtige Aufgabe, das Immunsystem zu trainieren. Bei der Behandlung dagegen können die Kügelchen eingesetzt werden. Homöopathen sind der Ansicht, dass richtig gewählte Globuli dem Organismus helfen, sich selbst zu heilen. Bei fiebrigen Erkältungen zum Beispiel soll dieser Prozess durch Ferrum phosphoricum comp. unterstützt werden. Die Globuli, die auch schon für Säuglinge ausgelobt sind, gibt es fertig in der Apotheke zu kaufen. Darin sind etwa Pflanzenauszüge von Blauem Eisenhut, Zaunrübe, Wasserhanf oder Eukalyptus sowie eine Verbindung von Eisen und Phosphor enthalten, die alle Phasen eines grippalen Infektes abdecken sollen. Zu viel sollte man sich von den Kügelchen allerdings nicht versprechen. Ähnlich wie Hausmittel können sie höchstens Beschwerden lindern, nicht aber beseitigen. Bei homöopathischer Selbstmedikation durch die Eltern besteht auch die Gefahr, dass im Ernstfall eine notwendige (medikamentöse) Behandlung zu spät erfolgt.

Ist es sinnvoll, während eines Infekts auf Küsschen und Nähe zu verzichten? Wenn ja, wie lange?

Auch wenn es schwerfällt: Um sich vor Ansteckung zu schützen, sollten Familienmitglieder während eines Infekts Umarmungen und Küsschen möglichst vermeiden. Wenn es sich einrichten lässt, sollte der Erkrankte in einem separaten Zimmer schlafen. Auf der anderen Seite brauchen gerade kranke Kinder viel Zuwendung. Bei relativ harmlosen grippalen Infekten sollten Eltern daher abwägen, was schwerer wiegt: die heilsame Nähe für ihr Kind oder das Risiko, sich bei ihm anzustecken. Oder sie vertrauen auf die Erkenntnisse des US-amerikanischen Schnupfenforschers Elliot Dick, der herausgefunden hat, dass Küssen viel weniger ansteckend ist als angenommen.

Ist es sinnvoll, nach einer durchgestandenen Erkältung die Wohnung, Betten und Kuscheltiere mit desinfizierenden Mitteln zu behandeln?

Nein. Sauberkeit ist zwar immer noch der beste Schutz gegen krank machende Keime. Dafür reicht es aber, den Haushalt und die Wäsche mit ganz normalen Wasch- und Putzmitteln zu reinigen. Experten raten allenfalls zur Desinfektion der Toilette, falls ein Familienmitglied etwa unter einem infektiösen Durchfall leidet. Nach überstandenem Infekt sollten Bettwäsche, Handtücher und Waschlappen von Erkrankten bei mindestens 60 Grad Celsius in der Maschine gewaschen werden.

Habe ich einen Anspruch auf unbezahlten Urlaub, wenn meine bezahlten Krankheitstage aufgebraucht sind?

Grundsätzlich haben Arbeitnehmer keinen Anspruch auf unbezahlten Urlaub, allerdings gibt es Ausnahmen: Wenn der Arbeitnehmer in eine Notsituation kommt, etwa wenn ein Familienmitglied plötzlich erkrankt, muss der Arbeitgeber aufgrund seiner Fürsorgepflicht unbezahlten Urlaub gewähren. Darüber hinaus ist dieser Anspruch in einigen Tarifverträgen, Arbeitsverträgen oder Betriebsvereinbarungen festgehalten.

Sind die Krankheitstage aufgebraucht, sollten Eltern bei ihrem Arbeitgeber zunächst ausloten, ob es die Möglichkeit gibt, von zu Hause aus zu arbeiten. Auf keinen Fall sollten sich Eltern selbst bei ihrem Arbeitgeber als krank melden, wenn ihre Krankheitstage für das Kind aufgebraucht sind. Denn das kann ein Kündigungsgrund sein.

Habe ich Anspruch darauf, dass der Arzt zu uns nach Hause kommt und einen Hausbesuch macht?

Ärzte dürfen normalerweise keine Ferndiagnosen oder Therapieempfehlungen abgeben, die sich lediglich auf Telefonate oder schriftliche Berichte stützen. Ist der Patient aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, selbst in die Praxis zu kommen, kann ein Hausbesuch notwendig sein. In diesem Fall, so der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV), kann ein Arzt den Hausbesuch nur aus schwerwiegenden Gründen ablehnen.

Plötzlich ist die ganze Familie krank: Was tun, wenn Großeltern oder Freunde keine Zeit haben, um auszuhelfen?

Wenn nicht nur das Kind, sondern alle in der Familie flachliegen und keiner da ist, der sich kümmern kann, bezahlt die gesetzliche Krankenkasse gegebenenfalls eine Haushaltshilfe. Darüber hinaus bieten Vereine wie der Notmütterdienst (www.notmuetterdienst.org) bundesweit Familien- und Haushaltshilfe an.

Kann ich meinem Baby oder Kleinkind frei verkäufliche Arzneimittel selbst verabreichen, wenn ich mich an die Ratschläge des Beipackzettels halte?

Hier ist große Vorsicht geboten. Ratsam ist es, vor jeder Arzneimittelanwendung den Kinderarzt oder Apotheker zu fragen. Denn der kindliche Organismus reagiert auf Medikamente ganz anders als der Körper von Erwachsenen, egal ob es sich um Pillen, Salben oder Säfte handelt. So ist zum Beispiel die Haut von Kindern noch so dünn, dass aufgetragene Salben oder Desinfektionsmittel stärker wirken. Und bei Babys arbeitet der Magen-Darm-Trakt noch sehr langsam, eingenommene Medikamente verbleiben also länger in den Organen und ihre Wirkung ist verzögert. Bei Säuglingen sind die Enzyme noch nicht ausgereift oder nicht vorhanden, die Arzneistoffe im Körper umwandeln.

Wieso bekommen gerade kleine Kinder häufiger eine Lungenentzündung (Pneumonie)?

Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder sind besonders gefährdet, weil ihr Immunsystem noch nicht mit den Erregern der Krankheit fertig wird. Kleine Kinder leiden meist unter einer sogenannten Bronchopneumonie, die die Atemwege und das angrenzende Lungenbindegewebe betrifft. Auch kommen bestimmte Erreger bei kleinen Kindern häufiger vor als bei älteren. Säuglinge und Kleinkinder stecken sich meist mit Viren an. Sie schädigen die Schleimhäute und machen sie angreifbarer für Bakterien. So kommt es dann häufig noch zu einer zusätzlichen bakteriellen Superinfektion. Aber auch Pilze oder Chlamydien können bei Babys die Krankheit auslösen. Während bei Kindern im Vorschul- und Schulalter die infektbedingte Lungenentzündung meist mit hohem Fieber einhergeht, kann bei Neugeborenen und Babys das Fieber auch ausbleiben. Deshalb ist die Krankheit bei Säuglingen schwer zu erkennen.

Mit der Pneumonie ist nicht zu spaßen: Weltweit gehört die Lungenentzündung zu den häufigsten Todesursachen bei kleinen Kindern. Laut Weltgesundheitsorganisation erkranken auf der ganzen Welt jährlich schätzungsweise 156 Millionen Kinder unter fünf Jahren an einer Pneumonie.

Sollten die Mandeln entfernt werden, wenn das Kind immer wieder Halsentzündungen bekommt?

Früher erteilten Ärzte häufig den Rat, die Mandeln operativ zu entfernen. Heute ist man da weitaus zurückhaltender, denn die Mandeln sind Teil der körpereigenen Abwehr. Erst wenn ein Kind sich mit immer wiederkehrenden Infekten plagt, etwa fünf bis sechs Mal pro Jahr, wenn andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden oder wenn die Mandeln stark vergrößert sind und das Kind Probleme mit dem Schlucken hat, kommt eine Operation infrage. Der Eingriff wird aber möglichst nicht vor dem fünften Lebensjahr vollzogen.

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