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Die Puppe Bayer My First Baby, pink, ist "nicht verkehrsfähig"

Autor: Lino Wirag | Kategorie: Kinder und Familie | 14.12.2018

Die abgebildete Puppe Bayer My First Baby, pink, schnitt "ungenügend" ab.
Die abgebildete Puppe Bayer My First Baby, pink, schnitt "ungenügend" ab. (Foto: ÖKO-TEST)

Puppen sind gerade zur Weihnachtszeit ein beliebtes Geschenk. Laut den Anbietern sind einige Modelle schon für Säuglinge geeignet. In unserem aktuellen Test enttäuscht unter anderem eine Puppe von Bayer: Das Modell Bayer My First Baby, pink ist mangelhaft verarbeitet und enthält problematische Inhaltsstoffe.

Wir haben 18 Puppen testen lassen. Der Test entlarvte zahlreiche Sicherheitsmängel. Betroffen sind nicht nur Kunststoffpuppen von größeren Anbietern, sondern auch Stoffpuppen aus kleineren Manufakturen.

Nur fünf der getesteten Puppen können wir mit "sehr gut" oder "gut" empfehlen, elf dagegen sind aus unserer Sicht "nicht verkehrsfähig". Sie hätten nach Meinung von ÖKO-TEST nicht in dieser Form auf den Markt gebracht werden dürfen, weil sie nach Ansicht des von uns beauftragten Labors die Sicherheit von Kleinkindern gefährden. Von "Gefährdung" spricht ÖKO-TEST, wenn laut dem von uns beauftragen Labor eine Puppe sicherheitsrelevante Anforderungen der Spielzeugnorm EN71 nicht erfüllt.

Unter den "nicht verkehrsfähigen" Produkten befindet sich auch die abgebildete Puppe Bayer My First Baby, pink. Die Puppe zeigte sich im Test problematisch: So öffnete sich eine Naht, die die Füllung zugänglich machte. Diese können sich Kinder in den Mund stopfen und im schlimmsten Fall daran ersticken. Auch lösten sich einzelne Wimpern.

Bei der Untersuchung fand ein Labor zudem chlorierte Verbindungen im Material, außerdem kamen Ersatzweichmacher zum Einsatz. Im Material waren darüber hinaus optische Aufheller enthalten sowie mehr als 1 mg/kg Antimon im Eluat in der Füllung. Das Inhaltsstoff-Ergebnis lautet deshalb "ausreichend".

Gefährliche Spielkameraden: Erschienen in ÖKO-TEST Dezember 2018 Jetzt den ganzen Puppen-Test im Magazin lesen

Erschienen am 22.11.2018

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Anbieter Bayer teilte mit, er habe mehrere Puppen aus der gleichen Charge dem Nachtest eines unabhängigen Prüfinstituts unterzogen. Dabei seien die gesetzlichen Anforderungen erfüllt worden. Der Puppenanbieter übersandte jedoch bis Redaktionsschluss der Ausgabe Dezember 2018 keinen Prüfbericht an ÖKO-TEST, der dieser Ergebnisse bestätigt hätte.

Die Testergebnisse 2018 im Überblick: Im Test bewerten wir neben der Puppe von Bayer auch Babypuppen von Götz, Schildkröt, Simba Toys, Toys "R" Us (You & Me), Heidi Hilscher, Heless, Heunec, Nanchen, Kösener Spielzeug und Sterntaler als "nicht verkehrsfähig". Lediglich eine von 18 Puppen können wir mit "sehr gut" bewerten.

Unser Tipp: Nehmen Sie eine Puppe vor dem Kauf selbst in die Hand und ziehen sie ruhig auch einmal daran. Das Material darf nicht reißen, Kleinteile dürfen sich nicht lösen. Von Puppen mit Wimpern, langen Bändern oder Schlaufen raten wir ab.

Hier gibt es den aktuellen Testbericht von ÖKO-TEST mit allen Ergebnissen: Babypuppen im Test

Zum Weiterlesen auf oekotest.de: