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WHO ändert ihre Empfehlungen zu Gesichtsmasken

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 09.06.2020

Gesichtsmasken können die Verbreitung des Coronavirus eindämmen, auch die WHO rät jetzt dazu.
Foto: CC0 / pexels / Anna Shvets

Das Tragen einer Gesichtsschutzmaske während der Corona-Pandemie war nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bislang nicht notwendig. Jetzt hat die WHO ihre Meinung geändert und empfiehlt, Mund und Nase zumindest in öffentlichen Einrichtungen zu bedecken.

Die Maskenpflicht gilt derzeit in ganz Deutschland, um das Coronavirus weiter einzudämmen. Lange war unter Experten umstritten, ob Gesichtsmasken tatsächlich dabei helfen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) riet zum Beispiel lange nicht zum Tragen der Schutzmasken. Seit einiger Zeit heißt es aber: "Durch eine Mund-Nasen-Bedeckung können infektiöse Tröpfchen, die man z.B. beim Sprechen, Husten oder Niesen ausstößt, abgefangen werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten, Niesen oder Sprechen anzustecken, kann so verringert werden." Auch Risikogruppen könnten nach Ansicht des RKI durch Gesichtsmasken in der Öffentlichkeit geschützt werden.

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WHO ändert Empfehlung für Gesichtsmasken

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zieht nun nach. Auch sie hatte das Tragen von Gesichtsmasken bislang nicht ausdrücklich empfohlen, sondern daran festgehalten, dass die Ausbreitung des Virus durch einen Mund-Nasen-Schutz nicht nachweislich verlangsamt werden könne. Nun hat die WHO ihre Empfehlungen geändert und rät in bestimmten Situationen und an bestimmten Orten zu Gesichtsmasken.

Die Empfehlungen der WHO im Detail:

  • In öffentlichen Einrichtungen, in denen das Abstandhalten schwierig ist, rät die WHO zum Tragen von Masken.
  • Die WHO empfiehlt nichtmedizinische Masken oder Stoffmasken; medizinische Masken hingegen sollten nur Gesundheitspersonal und Risikogruppen tragen. Dazu zählen Menschen über 60 Jahre, Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes, Lungenkrankheiten, Krebs oder Immunerkrankungen.
  • Menschen mit Symptomen einer Corona-Infektion sollten eine medizinische Maske tragen, sich in Quarantäne begeben und sich ärztlichen Rat holen, sobald sie sich unwohl fühlen.
  • Der Mindestabstand von mindestens einem Meter ist einzuhalten.
  • Gründliche Handhygiene und Niesregeln werden weiter empfohlen, ebenso, sich nicht ins Gesicht oder an die Maske zu fassen.

Auf der Webseite der WHO finden Sie jeweils ein Video zum korrekten Tragen einer Stoffmaske und einer medizinischen Maske. Zudem erklären wir, wie Sie Ihren Mundschutz am besten waschen: Mundschutz waschen: Vier Fehler, die Sie vermeiden sollten.

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Studie legt Wirksamkeit von Gesichtsmasken nahe

Die Universität Mainz hat erst vor ein paar Tagen eine Studie vorgelegt, die die Wirksamkeit von Gesichtsmasken vorläufig bestätigt: Als Beispiel dient darin vor allem die Stadt Jena, die bereits früh die Maskenpflicht eingeführt hatte. Die Corona-Infektionen verlangsamten sich daraufhin.

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