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Ratgeber: Schmerzmittel

Wichtige Verbündete

Spezial Rücken | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 17.04.2015

Ratgeber: Schmerzmittel

Tabletten, Salben und Spritzen sind unentbehrliche Hilfsmittel im Kampf gegen Rückenschmerzen - aber trotzdem mit Vorsicht zu genießen. Wegen ihrer möglichen Nebenwirkungen sollten sie nur kurzfristig eingesetzt werden.

Medikamente lindern bei Rückenbeschwerden nicht nur den Schmerz. Sie verhindern auch einen Teufelskreis: Denn wegen der Schmerzen wird häufig eine Schonhaltung eingenommen, die wiederum durch die falsche Körperhaltung zu noch mehr Schmerzen führt. Allerdings haben die Mittel auch Nebenwirkungen, ein sorgfältiger Umgang mit ihnen ist deshalb besonders wichtig. Die regelmäßige Einnahme über Wochen hinweg kann unerwünschte, teils gravierende Folgen haben wie Nierenleiden, chronische Kopfschmerzen, Magen- und Leberschäden oder gar bösartige Tumore. Bis zu 400 Patienten werden jedes Jahr durch Schmerzmittelmissbrauch dialysepflichtig. Schon seit einigen Jahren wird deshalb darüber diskutiert, einige gängige Schmerzmittel ohne Rezept nur noch in Packungsgrößen abzugeben, die einem Vier-Tages-Bedarf entsprechen. Dies solle dem Kranken, der die Mittel ohne Rezept in der Apotheke kauft, signalisieren, dass die Medikamente bei längerem Gebrauch eben nicht unbedenklich sind. Umgesetzt wurde der Vorschlag, der vom Sachverständigenausschuss für Verschreibungspflicht beim Bundesinstitut für Arzneimittel kam, aber bislang noch nicht.

In der Regel verschreibt der Arzt auch bei starken Rückenschmerzen zuerst Wirkstoffe, wie sie in frei verkäuflichen Medikamenten vorkommen. Allerdings meist in höheren Dosierungen, die dann auch von den gesetzlichen Krankenkassen erstattet werden. Die Nationale Versorgungsleitlinie Kreuzschmerz rät den Ärzten in erster Linie zu Paracetamol, Ibuprofen, Diclofenac oder Naproxen. Acetylsalicylsäure, vielen als Aspirin bekannt, wird wegen der stärkeren Nebenwirkungen nicht empfohlen. Pflanzliche Präparate und Salben sind wegen mangelnder Wirkungsnachweise nicht berücksichtigt.

Wirkstoffe in rezeptfreien Schmerzmitteln

Acetylsalicylsäure (ASS) wirkt entzündungshemmend, fiebersenkend und schmerzstillend.

Verträglichkeit: Greift die Magen-Darm-Schleimhaut an, das kann zu Entzündungen und Blutungen führen. ASS macht das Blut dünnflüssiger und verzögert für mehrere Tage die Blutgerinnung. Nicht einnehmen bei bestehenden oder wiederholt aufgetretenen Magen- oder Darmgeschwüren oder Blutungen, bei krankhaft erhöhter Blutungsneigung, bei Leber- und Nierenversagen sowie schwerer Herzinsuffizienz. Auch in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft ist ASS tabu. Vorsicht ist geboten bei bestehenden Allergien, eingeschränkter Leber- und Nierenfunktion, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz und vor Operationen - auch wenn nur ein Zahn raus muss. Bei Kindern und Jugendlichen, die an Grippe oder Windpocken leiden, kann ASS das lebensgefährliche Reye-Syndrom - eine akute Leberschädigung - hervorrufen.

Dosierung: Meist genügen für Erwachsene ein bis zwei Tabletten mit je 500 Milligramm ASS. Die empfohlene tägliche Höchstmenge ist 3.000 Milligramm. Die Wirkung einer Tablette hält vier bis sechs Stunden an, bei Frauen länger als bei Männern.

Paracetamol wirkt schmerzstillend und fiebersenkend, aber nicht gegen Entzündungen. Bei Rückensc

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vom 17.04.2015
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Erschienen am 17.04.2015

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