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In der Silvesternacht droht Feinstaubalarm

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 31.12.2018

In der Silvesternacht droht Feinstaubalarm
(Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Free-Photos)

Das Feuerwerk in der Silvesternacht hat Tradition. Aber die Knallerei verursacht riesige Müllberge und eine extreme Feinstaubbelastung. Die momentane Wetterlage könnte in manchen Regionen für besonders schlechte Luft sorgen.

Am ersten Tag des neuen Jahres erreicht die Feinstaub-Konzentration an manchen Orten Rekordwerte. Zwischen 100 und 150 Millionen Euro jagen die Deutschen zum Jahreswechsel in Form von Raketen und Böllern die Luft. „Dabei werden rund 4.500 Tonnen Feinstaub freigesetzt, diese Menge entspricht in etwa 15,5 Prozent der jährlich im Straßenverkehr abgegebenen Feinstaubmenge und circa 2,25 Prozent aller PM10-Emissionen* (2016)“, so das Umweltbundesamt. Messungen zeigten im vergangenen Jahr mancherorts Extremwerte von mehr als 1.000 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft. In der EU liegt der Grenzwert bei 50 Mikrogramm pro Kubikmeter.

Als Feinstaub (PM10) bezeichnet man Partikel mit einem Durchmesser von weniger als 10 Mikrometer. 

Wetterlage könnte für extreme Werte sorgen

Wie schnell sich die Feinstaubbelastung wieder normalisiert, hängt vom Wetter ab. Weht ein kräftiger Wind, werden die Schadstoffe schnell verteilt. Dieser Jahreswechsel verspricht aber besonders im Süden und Südwesten windstill und bewölkt zu werden. Diese Wetterlage könnte in den folgenden Tagen eine besonders hohe Feinstaubbelastung zur Folge haben, warnen Meteorologen. Im Norden Deutschlands sei dagegen mit kräftigem Wind zu rechnen, der den Feinstaub schnell verteilt.

Feinstaub gefährdet die Gesundheit 

Das Einatmen von Feinstaub ist gefährlich, vor allem für Menschen, die Probleme mit der Lunge haben oder unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden. Je kleiner die Feinstaub-Teilchen sind, desto weiter können sie sich im Körper verbreiten und dort eventuelle Schäden anrichten. Asthmatiker leiden besonders unter der hohen Feinstaubbelastung.

Riesige Müllberge in den Städten 

Vom Feuerwerk bleibt neben schlechter Luft ein Haufen Müll zurück. Allein in den fünf größten deutschen Städten (Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt a. M.) verschmutzen etwa 191 Tonnen Silvesterabfall die Straßen und Plätze, so der Verband kommunaler Unternehmen (VKU).

Damit die in den Feuerwerkskörpern enthaltenen Chemikalien nicht in den Boden einsickern, müssen die Reste der Silvesterknallerei unbedingt entsorgt werden, und zwar über die Restmülltonne. Feuerwerkskörper erst abkühlen lassen, damit es nicht zu Verletzungen oder Bränden in der Mülltonne kommt.

Auch wenn die Knallerei für viele dazu gehört: Immer mehr Städte schränken die Böllerei zum Jahreswechsel ein oder verbieten sie ganz: Feuerwerksverbot jetzt auch in Hannover

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