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In allen Bundesländern Pflicht: Was bedeutet die Maskenpflicht?

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 01.05.2020

Alle Bundesländer habe eine Maskenpflicht eingeführt
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Tumisu

Um das Coronavirus einzudämmen, gilt in allen Bundesländern die Maskenpflicht. Wo welche Regelung zur Maskenpflicht gilt, erfahren Sie hier.

  • Alle Bundesländer haben zur Eindämmung des Coronavirus eine Maskenpflicht erlassen.
  • Die Regeln in den einzelnen Bundesländern und der Beginn der Maskenpflicht unterscheiden sich allerdings erheblich.
  • Als Maske gelten auch selbst genähte Stoffmasken, Schals und Tücher. 

Konkret bedeutet die Maskenpflicht in den meisten Bundesländern: Wer einkaufen geht oder in öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, muss eine Maske tragen. In Deutschland sind Spazierengehen, Rad fahren oder Joggen überall ohne Maske erlaubt.

Was gilt bei der Maskenpflicht als Maske?

In den Bundesländern und Städten, die bereits eine Maskenpflicht ausgesprochen haben, geht es um Alltagsmasken. Damit ist ein Mundschutz gemeint, der nicht vor einer Infektion schützt, aber davor schützen soll, andere anzustecken, sollte man selbst infiziert sein.

Als Maske gelten einfache OP-Masken, selbst gebastelte Stoffmasken oder notfalls auch ein Schal, der Mund und Nase bedeckt. Wichtig: Medizinische Schutzmasken bleiben weiterhin dem Personal in Arztpraxen und Kliniken vorbehalten.

>> Weitere Infos: Maskenpflicht: Wo kann ich eine Maske kaufen?

In welchen Bundesländern gibt es eine Maskenpflicht?

Baden-Württemberg

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Bayern

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Berlin

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt im öffentlichen Nahverkehr.

Brandenburg

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt im öffentlichen Nahverkehr.

Bremen

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Hamburg

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr

Hessen

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr

Mecklenburg-Vorpommern

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt nur im öffentlichen Nahverkehr.

Niedersachsen

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Nordrhein-Westfalen

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Rheinland-Pfalz

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Saarland

  • Maskenpflicht seit 27. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Sachsen

  • Maskenpflicht seit 20. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Sachsen-Anhalt

  • Maskenpflicht seit 23. April 2020

Schleswig-Holstein

  • Maskenpflicht seit 29. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr

Thüringen

  • Maskenpflicht seit 24. April 2020
  • Sie gilt in Geschäften, Supermärkten und im öffentlichen Nahverkehr.

Gilt die Maskenpflicht auch für Kinder? 

Zu dieser Frage haben sich noch nicht alle Bundesländer geeinigt. In vielen Bundesländern sind Kinder unter sechs Jahren von der Maskenpflicht befreit. Eltern sind angehalten, darauf zu achten, dass Kinder regelmäßig die Hände waschen und Abstand zu anderen halten.

>> Mehr dazu: Atemschutzmasken für Kinder: Was gilt es zu beachten?

Was passiert, wenn ich keine Maske trage?

Ein Verstoß gegen die Maskenpflicht gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Regelungen unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. 

Rheinland-Pfalz hat ein Bußgeld von 10 Euro beschlossen, in Mecklenburg-Vorpommern müssen Bürger mit einer Strafe von 25 Euro rechnen, in Hessen mit 50 Euro und in Baden-Württemberg ist erst ab 4. Mai ein Bußgeld in Höhe 15 Euro geplant. In Bayern ist der Verstoß gegen die Maskenpflicht besonders teuer: Wer sich hier nicht an die Regeln hält, dem droht ein Bußgeld in der Höhe von 150 Euro. Ladenbesitzer, die ihr Personal nicht mit Mundschutz ausstatten, müssen mit einem Bußgeld von 5.000 Euro rechnen.

Einige Bundesländer wie Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen appellieren an die Vernunft der Menschen – hier drohen zunächst keine Geldstrafen

Für die Einhaltung der Mundschutzpflicht sind in erster Linie die Läden selbst und die Mitarbeiter des ÖPNV zuständig. Geschäfte und auch die öffentlichen Verkehrsmittel dürfen den Zugang verwehren, wenn Bürger ohne Maske kommen.

Es könnte aber durchaus sein, dass die Polizei die Kontrollen verschärft. Anfangs wird sie wahrscheinlich lediglich Verwarnungen aussprechen, später könnte es sein, dass sie auch Bußgelder verhängt.

Weiterhin Mangel an Schutzausrüstung

Betreiber von Altenheimen und Pflegediensten klagen weiterhin über einen Mangel an Schutzausrüstung, berichtet der Deutschlandfunk. Auch in Arztpraxen sind Schutzmasken noch immer häufig Mangelware. Inzwischen dürfen Atemschutzmasken unter bestimmten Bedingungen mehrfach auch für verschiedene Patienten weiterverwendet werden. Das Robert Koch-Institut hat hier sein Papier zum ressourcenschonenden Einsatz von Mund-Nasen-Schutz und FFP-Masken entsprechend aktualisiert.

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