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Coronavirus: Tipps, worauf Sie beim Einkaufen in der Pandemie achten sollten

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 26.12.2020

Coronavirus: Tipps, worauf Sie beim Einkaufen in der Pandemie achten sollten
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / Alexas_Fotos

Die Angst, sich beim Einkauf über den Einkaufswagen, Ware, Geld – oder über den Kontakt mit hustenden Mitmenschen mit dem Coronavirus zu infizieren, ist nach wie vor groß. So können Sie sich beim Einkaufen in Zeiten der Corona-Pandemie schützen. 

    Die Sorge, sich beim Einkaufen oder an anderen Stellen im öffentlichen Raum mit dem Virus zu infizieren, ist nach wie vor groß. Denn beim Einkaufen treffen wir auf viele Menschen, die wir nicht kennen, und es ist durchaus möglich, dass wir im Supermarkt oder bei der Post auf infizierte Menschen treffen.

    Beim Einkaufen kommt man kaum umhin, den Einkaufswagen, die Griffe von Kühlschränken und Tiefkühltruhen oder auch Geld beziehungsweise das Kartenlesegerät zu berühren. Wir sagen Ihnen, was Sie beim Einkaufen beachten sollten, um sich bestmöglich zu schützen.

    Einkaufen für Silvester: 6 Tipps für ein geringeres Infektionsrisiko

    Alle Jahre wieder wird es vor dem Jahreswechsel voll in den Supermärkten. Dieses Jahr könnte das Einkaufen besonders stressig werden: Zum einen lassen die verschärften Corona-Regeln für den Einzelhandel deutlich weniger Kunden zu. Zum anderen müssen dieses Jahr alle selber kochen, der klassische Restaurantbesuch zu Silvester ist nicht möglich. Auch Reisen sind quasi nicht möglich, was zu noch mehr Supermarktbesuchern führt.

    • Lebensmittel, die nicht verderben, sollten Sie so früh wie möglich kaufen.
    • Überlegen Sie, was Sie schon vorab einkaufen und einfrieren können. Brot hält sich wunderbar, wenn Sie es direkt nach dem Kauf einfrieren.
    • Manche Gerichte lassen sich ohne Qualitätsverlust vorkochen und ebenfalls in der Tiefkühltruhe lagern.
    • Lebensmittel können Sie mittlerweile auch ganz einfach online bestellen und nach Hause liefern lassen. Wir haben uns die acht wichtigsten Online-Supermärkte näher angeschaut.
    • Kaufen Sie frische Produkte nicht nur im Supermarkt, sondern auf dem Wochenmarkt oder in Fachgeschäften. Hier ist oft weniger los.
    • Gehen Sie am besten alleine und nicht mit der ganzen Familie einkaufen. 
    • Checken Sie die Öffnungszeiten der Supermärkte, viele öffnen derzeit schon um 6 Uhr.

    Coronavirus kann bis zu 28 Tage auf Oberflächen überleben

    Laut einer Studie der australischen Wissenschaftsbehörde "Csiro" können Coronaviren auf glatten Oberflächen wie Handydisplays oder Bankautomaten bis zu 28 Tage überleben. Bislang war man von einer maximalen Überlebensdauer von drei Tagen ausgegangen. Die Überlebensdauer ist dabei stark von der Umgebungstemperatur abhängig: Je kälter es ist, desto länger überleben die Viren.

    Das Experiment wurde im Dunkeln durchgeführt. Die Wissenschaftler weisen darauf hin, dass Sonnenlicht das Virus jedoch schnell abtöten kann.

    Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) gibt es bislang keinen Fall, in dem nachgewiesen wurde, dass das Coronavirus über kontaminierte Oberflächen auf Menschen übertragen wurde und es dadurch zu einer Infektion kam.

    Gesundheitsexperten gehen zudem davon aus, dass die Virusmenge im Alltag deutlich kleiner ist als bei Tests im Labor. So gibt auch der Virologe Christian Drosten in seinem Podcast zu bedenken, dass wir im Alltag meist nur sehr geringen Mengen des Virus begegnen.

    Laut den US-amerikanischen Centers of Disease and Prevention (CDC) besteht allerdings eine geringe Gefahr, wenn man sich nach dem Berühren einer kontaminierten Fläche sofort im Gesicht berührt. 

    Gründlich Händewaschen ist und bleibt die wichtigste Hygiene-Regel.
    Gründlich Händewaschen ist und bleibt die wichtigste Hygiene-Regel. (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / ivabalk)

    Corona: Hygiene-Regeln im Supermarkt 

    • Erstellen Sie einen Einkaufsplan, und überlegen Sie genau, was Sie die nächsten Tage benötigen. So müssen Sie nicht jeden Tag aufs Neue losziehen.
    • Kaufen Sie nicht zu Stoßzeiten ein. Um die Mittagszeit und kurz nach Feierabend sind die Läden meistens besonders voll.
    • Halten Sie, sofern möglich, den empfohlenen Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ein.
    • Bringen Sie eine eigene Tasche mit.
    • Nehmen Sie unverpacktes Obst und Gemüse nur in die Hand, wenn Sie es kaufen wollen.
    • Auf Riechtests bei frischem Obst sollten Sie vorsichtshalber verzichten.
    • Fassen Sie sich während und nach dem Einkaufen nicht ins Gesicht, bis sie Ihre Hände gründlich gewaschen haben.
    • Desinfizieren Sie nach Möglichkeit Ihre Hände, wenn Sie den Einkaufswagen zurückgestellt haben. So vermeiden Sie es, Viren auf das Lenkrad des Autos oder den Fahrradlenker zu übertragen.
    • Zu Hause sollten Sie als Erstes Ihre Hände gründlich waschen.
    • Doppelt hält besser: Waschen Sie die Hände nach dem Ausräumen der Einkaufstaschen am besten nochmals.
    • Waschen Sie Obst und Gemüse gründlich vor dem Verzehr.

    Wir beantworten Ihnen wichtige Fragen zum Schutz vor dem Coronavirus:

    Was ist beim Tragen des Mundschutzes wichtig?

    Damit sie das Risiko einer Ansteckung senkt, muss die Maske richtig aufgesetzt, aufbewahrt und gereinigt werden. Andernfalls bringt sie mehr Risiko als Nutzen. Hier finden Sie die wichtigsten Tipps und Hinweise zum Aufsetzen, Tragen und Aufbewahren der Maske.

    Darf ich im Supermarkt auch ein Face-Shield statt einer Maske tragen?

    Kunststoffvisiere sind zwar eine praktische Alternative zu Stoffmasken – in den meisten Bundesländern sind jedoch nicht als Ersatz erlaubt. Das Robert-Koch-Institut (RKI) hält die Gesichtsvisiere nicht für eine "gleichwertige Alternative" zu den herkömmlichen Mund-Nasen-Masken. Wann ein Gesichtsvisier dennoch Sinn macht, erfahren Sie hier: Gesichtsschutz statt Stoffmaske: Bieten Face Shields ausreichend Schutz?

    Sind Einmal-Handschuhe hilfreich?

    Ja und nein. Auch Handschuhe helfen nur unter der Voraussetzung, dass man sich mit ihnen nicht ins Gesicht fasst, nachdem man eine kontaminierte Fläche berührt hat. Allerdings halten die ungewohnten Handschuhe an den Händen eher davon ab, sich unbewusst an Nase, Mund oder Augen zu berühren.

    Wenn Sie Einmal-Handschuhe verwenden: Berühren Sie beim Ausziehen nicht die Außenseite der Handschuhe, und werfen Sie sie nach Gebrauch direkt in den Mülleimer. Hier finden Sie detailierte Infos zu Einmalhandschuhen beim Einkaufen.

    Nicht nur in Corona-Zeiten: Obst und Gemüse muss vor dem Verzehr gewaschen werden!
    Nicht nur in Corona-Zeiten: Obst und Gemüse muss vor dem Verzehr gewaschen werden! (Foto: CC0 Public Domain / Pixabay / raggio5)

    Kann das Coronavirus über Lebensmittel übertragen werden? 

    Bei importierten Waren (egal ob Lebensmittel oder Gegenstände) ist eine Infektion "unwahrscheinlich", so das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

    Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) rät: "Obwohl eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte unwahrscheinlich ist, sollten beim Umgang mit diesen die allgemeinen Regeln der Hygiene des Alltags wie regelmäßiges Händewaschen und die Hygieneregeln bei der Zubereitung von Lebensmitteln beachtet werden. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden."

    Kann das Coronavirus über Geld übertragen werden?

    In den meisten Läden heißt es mittlerweile: "Bitte mit Karte bezahlen". Der Verzicht auf Bargeld soll Kunden und Verkäufer schützen. Denn rein theoretisch ist es möglich, sich über Banknoten mit dem Coronavirus zu infizieren. Ob die Virusmenge auf Geldnoten und Münzen für eine Infektion überhaupt ausreicht, ist aber unklar. Virologen gehen davon aus, dass Geld kein besonderes Ansteckungsrisiko darstellt.

    Und auch wer mit Karte bezahlt, kommt um Berührungen nicht umhin: Er muss die Geheimnummer eingeben oder mit einem Stift oder dem Finger unterschreiben. Nur beim vollständig kontaktlosen Bezahlen mit Karte oder Smartphone können keine Viren oder Bakterien übertragen werden.

    So schaffen Sie es, seltener in den Supermarkt zu gehen

    Je seltener Sie einkaufen gehen, umso geringer ist die Zahl der Kontakte. Mit diesen Tipps reduzieren Sie die Zahl Ihrer Einkäufe:

    1. Speiseplan erstellen
    Erstellen Sie ein- oder zweimal wöchentlich einen Speiseplan und notieren Sie alle Zutaten, die Sie dafür kaufen müssen auf einer Einkaufliste – entweder traditionell auf Papier oder elektronisch übers Handy (Apps wie Bring!, Die Einkaufsliste oder Listonic helfen beim Führen der Einkaufsliste). Welche Lebensmittel Sie wie häufig auf den Speiseplan setzen sollten, zeigt Ihnen die Ernährungspyramide, beziehungsweise die Vegane Ernährungspyramide.

    2. Ordnen Sie Ihre Vorräte 
    Werfen Sie mal wieder einen kritischen Blick in Ihre Vorratskammer oder den Schrank mit den Vorräten: Was sollte dringend verbraucht werden? Was ist schon lange abgelaufen? Und von welchen Produkten möchten Sie derzeit mehr zu Hause haben? Hier erfahren Sie, mit welchen Vorräten Sie gut durch eine eventuelle Corona-Quarantäne kommen.
    Je genauer Sie wissen, was Sie vorrätig haben, desto geringer, dass Sie in letzter Sekunde doch nochmals in den Supermarkt müssen, weil der Reis aufgebraucht ist.

    3. Produkte für ein ausbaufähiges Lieblingsessen
    In jedem Haushalt gibt es ein Essen, das unkompliziert ist, das alle mögen und das ohne viele frische Zutaten auskommt. Achten Sie darauf, dass Sie diese Produkte immer daheim haben. Auch so vermeiden Sie, nochmals extra losziehen zu müssen, wenn sich zum Beispiel der Speiseplan nicht einhalten lässt oder ein Freund noch zum Essen bleibt.

    4. Lagern Sie Ihre Vorräte richtig
    Wer Vorräte richtig lagert, hat länger etwas davon. Hier erfahren Sie, wie Sie 

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