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Corona-Schnelltest: Wo kann man einen Selbsttest für zu Hause kaufen?

Erste Selbsttests erhalten Sonderzulassung

Autor: Benita Wintermantel, Lena Pritzl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 01.03.2021

Corona-Schnelltest: Welche Tests gibt es?
Foto: Shutterstock / Girts Ragelis

Vor dem Treffen mit der Familie oder mit Freunden einen Corona-Schnelltest machen: Das kann – unter bestimmten Bedingungen – das Risiko einer Corona-Infektion minimieren. Die ersten Selbsttests sind nun zugelassen. Die Antigen-Schnelltests liegen allerdings häufiger falsch als die PCR-Tests und haben auch sonst einige Schwächen. Alle Infos rund um den Antigen-Test für zu Hause im Überblick.

  • Nach langer Diskussion sind Corona-Selbsttests für zuhause nun erlaubt. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die ersten drei Sonderzulassungen für Selbsttests erteilt.
  • Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sollte es ab März kostenlose Schnelltests für alle Bürger geben. Nun wird darüber aber erst am 3. März beraten.
  • Ein neuer Plan des Bundesgesundheitsministeriums sieht nun zwei kostenlose Schnelltests pro Woche für alle Bürger vor.
  • Wichtig zu wissen: Ein Schnelltest ist immer nur eine Momentaufnahme und weniger zuverlässig als ein PCR-Test.

Dieser Artikel wird kontinuierlich aktualisiert. Letzte Aktualisierung: 01. März 2021

Wann gibt es Corona-Schnelltests für zu Hause?

Viele Menschen wünschen sich einen Schnelltest für zu Hause. So könnte man vor dem Treffen mit den Großeltern kurz checken, ob man – zumindest zum Zeitpunkt des Tests – corona-negativ ist. Konzerte, Sportveranstaltungen und Messen könnten schneller wieder stattfinden, wenn ein negativer Coronatest das Einlasskriterium wäre, so die Hoffnung. Die ersten Selbsttests wurden jetzt zugelassen.

Welche Arten von Corona-Selbsttests gibt es?

Bislang gibt es drei Methoden für den Corona-Schnelltest, der zuhause durchgeführt werden kann:

  • Stäbchentest für einen Abstrich in Hals oder Rachen
  • Gurgeltest
  • Spucktest

Bislang galt, dass Apotheken Corona-Tests nicht an Privatpersonen, sondern nur an Ärzte und Krankenhäuser verkaufen dürfen. Seit 3. Februar 2021 gilt eine Erweiterung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung. Danach dürfen Selbsttests von nun an auch für die Eigenanwendung an Privatpersonen verkauft werden. Die ersten Selbsttests haben jetzt eine Sonderzulassung erhalten (siehe oben).

Für die Anwendung daheim könnten sich künftig Gurgeltests eignen. Für die Schnelltests per Rachenabstrich gilt weiterhin: "Die PoC-Antigenschnelltests dürfen nur von eingewiesenen oder geschulten Personen angewandt werden", so das Bundesgesundheitsministerium.

Für weitere Infos: Alternative zum Rachenabstrich: Corona-Gurgeltests

Welche Corona-Selbsttests sind zugelassen?

Laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sollen die Corona-Selbsttests für zuhause "schnellstmöglich geprüft und zugelassen" werden. Die Laien-Selbsttests sollen dann für alle zugänglich sein. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat bereits Sonderzulassungen für drei Selbsttests auf das Coronavirus erteilt. Die zugelassenen Heimtests werden von de Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH, Technomed Service GmbH und der Lissner Qi GmbH vertrieben. Das sind die vom BfArM zugelassenen Selbsttests für zuhause im Detail:

  • Testname: CLINITEST Rapid COVID-19 Self-Test
    Hersteller: Healgen Scientific LLC
    Antragsteller für die Zulassung: Siemens Healthcare Diagnostics Products GmbH
  • Testname: Rapid SARS-CoV-2 Antigen Test Card
    Hersteller:Xiamen Boson Biotech Co., Ltd
    Antragsteller für Zulassung: Technomed Service GmbH (Österreich)
  • Testname: LYHER® Covid-19 Antigen Schnelltest (Nasal)
    Hersteller: Hangzhou Laihe Biotech Ltd., Co.
    Antragsteller für Zulassung: Lissner Qi GmbH

Bereits in einigen Tagen sollen die Selbsttests erhätlich sein. Die Bunderegierung möchte sie nicht nur in der Apotheke verkaufen, sondern auch in Supermärkten, Drogerien und online. Weitere Zulassungen für Corona-Selbsttests sollen folgen.

Machen Corona-Selbsttests für zu Hause Sinn?

Vor Familientreffen beispielsweise sei der Schnelltest eine gute Idee, so der Berliner Virologe Christian Drosten in dem NDR-Podcast "Das Coronavirus-Update". Für das Bundesgesundheitsministerium geben die Corona-Selbsttests für zu Hause mehr Sicherheit im privaten Raum, beispielweise bei Familienfeiern.

Der Virologe Alexander Kekulé fordert schon seit Monaten Antigen-Schnelltests, mit denen sich jeder daheim testen kann. Er traut es den Menschen durchaus zu, sich selbst zu testen.

Was man bei der Euphorie um Schnelltests nicht vergessen darf:

  • Antigen-Schnelltests sind nicht so genau wie PCR-Tests.
  • Das Ergebnis eines Schnelltests stellt immer nur eine Momentaufnahme dar.
  • Ein Schnelltest senkt das Risiko, dass man ohne Corona-Symptome unwissentlich andere infiziert. Eine 100%-ige Sicherheit bietet er nicht.
  • Auch wer negativ getestet wird, muss sich an die Hygieneregeln halten.
  • Die Schnelltestung macht nur Sinn, wenn der Abstrich tief im Rachen (an der hinteren Rachenwand) oder in der Nase sorgfältig durchgeführt wird. 
  • Ein positives Ergebnis muss durch einen PCR-Test überprüft werden.

Corona-Schnelltest: Wo kann man sich testen lassen?

Der Einsatz von Corona-Schnelltests soll ab März deutlich ausgedehnt werden. Laut Spahn "sollen alle Bürgerinnen und Bürger kostenlos von geschultem Personal mit Antigen-Schnelltests getestet werden können." Zunächst war von 01. März die Rede, jetzt soll erst am 3. März darüber beraten werden.

Um die Schnelltests zu ermöglichen, sollen Kommunen Testzentren oder Apotheken mit Schnelltests beauftragen können. Auch in Arztpraxen sollen die Schnelltests durchgeführt werden dürfen. Die Kosten dafür trägt der Bund, das hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz bestätigt. Die Schnelltests müssen bislang noch von geschultem Personal durchgeführt werden. Nach 15 Minuten erhält man das Ergebnis. Da die Schnell-Tests jedoch als nicht so genau gelten wie die Labortests, muss ein positives Ergebnis laut Robert Koch-Institut (RKI) daher per PCR-Test bestätigt werden.

Neu: Ein neues Diskussionspapier des Bundesgesundheitsministeriums sieht nun zwei kostenlose Schnelltests pro Woche für alle Bürger vor. Die Schnelltests sollen von geschultem Personal durchgeführt werden, das die Bürger in Testzentren und Praxen, aber auch bei weiteren Dienstleistern testet. Das Ergebnis der Schnelltests soll den Bürgern schriftlich oder digital zur Verfügung gestellt werden und könnte dann bei der Einreise aus bestimmten Risikogebieten oder beim Besuch in einem Pflegeheim vorgezeigt werden.

Fällt das Ergebnis eines solchen Corona-Schnelltests positiv aus, soll man künftig vor Ort noch einen weiteren Coronatest machen können, um das Ergebnis zu überprüfen.

Die Kosten für die Schnelltests trägt der Bund. Wann diese Bürgertests genau starten sollen, ist noch nicht bekannt. Es ist aber ein Zeitraum im März bis Ende Juni geplant.

Mittlerweile gibt es auch immer mehr private Schnelltestzentren, die innerhalb von 15 Minuten auf das Coronavirus testen können. Für den Test braucht man keine ärztliche Überweisung, die Kosten von 40 bis 60 Euro müssen aus der eigenen Tasche gezahlt werden. Im Internet finden Sie die Stationen für einen Schnelltest, wenn Sie "Schnelltest + Ihre Stadt" eingeben. 

Apotheken dürfen Antigentests durchführen

Apotheken dürfen künftig bei symptomfreien Patienten Antigentests zur Feststellung einer Corona-Infektion durchführen, teilt die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) mit. "Nach Auffassung des Bundesgesundheitsministeriums und der für die Aufsicht zuständigen Landesministerien steht es jedem Apothekenleiter frei, Antigentests durchzuführen. Da umfangreiche Arbeitsschutzmaßnahmen vorgeschrieben sind und die Apotheken durch Pandemie-Maßnahmen ohnehin schon stark beansprucht werden, wird aber wohl nur eine begrenzte Zahl von Apotheken diese Dienstleistung kurzfristig anbieten", sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA.

Die Kosten für den Schnelltest legt jede Apotheke eigenständig fest, sie müssen vom Verbraucher aus der eigenen Tasche bezahlt werden.

"Neben Schulen und Obdachlosenunterkünfte dürfen künftig PoC-Antigenschnelltests auch an weitere Einrichtungen abgegeben werden. Dazu gehören Flüchtlingsunterkünfte, Justizvollzugsanstalten, berufsbildende Schulen und überbetriebliche Ausbildungsstätten, Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, Wohnformen der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen, Frauenhäuser, Einrichtungen der Erziehungshilfe sowie ambulante Pflegedienste, die Menschen in Intensivpflege-Wohngruppen und ähnlichen Einrichtungen betreuen", besagt die geänderte Medizinprodukte-Abgabevorordnung.

Antigen-Schnelltest kaufen

Wenn Sie online recherchieren, ob es vielleicht doch eine Möglichkeit gibt, einen Corona-Schnelltest zu kaufen, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass es sich um einen Antigen-Test handelt.

Die meisten Corona-Testkits, die man im Internet als "Schnelltest für zu Hause" bestellen kann, sind Antikörper-Tests. Bei einem Antikörper-Test werden über einen Tropfen Blut nicht das Virus selbst, sondern Antikörper nachgewiesen. Ein Antikörper-Test kann kann nur eine Aussage darüber machen, ob man bereits mit Sars-CoV-2 infiziert war. Da das Immunsystem ungefähr zehn Tage braucht, um Antikörper gegen das Virus zu bilden, kann mit dem Test keine aktive Coronainfektion nachgewiesen werden. 

Weitere Infos finden Sie hier: Corona-Test: Alles Wichtige zu den möglichen Testverfahren

Schnelltests: Auch Laien testen zuverlässig

Eine Studie der Charité in Berlin ist der Frage nachgegangen, ob sich die Schnelltests wegen der nicht ganz einfachen Probenentnahme überhaupt als Selbsttest eignen. Untersucht wurde, ob ein Selbstabstrich aus der vorderen Nase unter medizinischer Anleitung eine mögliche Alternative zu einem professionellen tiefen Nasenabstrich darstellt.

Die Ergebnisse zeigen, dass auch Laien zuverlässig testen: "Die Studie zeigt uns, dass die angeleiteten Selbstabstriche für den untersuchten Antigentest nicht schlechter als professionelle Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum sind", erklärt Claudia Denkinger, Leiterin der Sektion Klinische Tropenmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg und Mit-Autorin der Studie.

Die Studien-Ergebnisse sind im Fachjournal "European Respiratory Journal" erschienen.

Forscher raten zu Vorsicht bei Corona-Schnelltests

Studien zeigen, dass Corona-Schnelltests teilweise nicht so zuverlässig sind wie die Hersteller angeben. Zwei Münchner Universitätskliniken haben die Qualität von Antigen-Schnelltests getestet. Bei ihrer Untersuchung überprüften die Mediziner gut 850 Abstriche, die mit zwei unterschiedlichen Schnelltests durchgeführt wurden.

"Nach unseren Untersuchungen werden nur sechs von zehn Sars-Cov-2-Infektionen erkannt", sagt Oliver Keppler, Chef der Virologie am Max-Pettenkofer-Institut der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. "Anderseits erhalten auch zwei von hundert nicht-infizierten Personen ein falsch-positives Ergebnis."

Das Problem sei, so Keppler gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, dass die Antigen-Schnelltests in erster Linie "hochinfektiöse Menschen mit hohen Viruslasten" erkennen.

Die Mediziner warnen davor, einen negativen Schnelltest als Freifahrschein zu betrachten. Das Einhalten der Hygieneregeln sei nach wie vor wichtig.

Welche Schnelltests sind gut?

Beim Kauf von Schnelltests für den Privatgebrauch ist höchste Vorsicht angebracht. Zwar wird das Angebot im Internet immer größer. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) listet alle Schnelltests, die in Deutschland erlaubt sind, auf seiner Online-Seite auf. Problem hier: Die Tests dürfen verkauft werden – sie wurden aber nicht überprüft.

Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) dagegen hat einige der Schnelltests getestet und in der Liste "Vergleichende Evaluierung der Sensitivität von SARS-CoV-2 Antigenschnelltests" aufgelistet. Aktuell (Stand 03.02.2021) sind hier inzwischen 38 Tests zu finden, die als "dem derzeitigen Stand der Technik entsprechend" bewertet wurden. Tests, die keine ausreichende Sensitivität haben, sind in der Liste des Paul-Ehrlich-Instituts nicht gelistet.

Hier eine Übersicht über Corona-Schnelltests, die vom Paul-Ehrlich-Institut evaluiert wurden:

Antigen-Schnelltest von Roche

Seit Ende September ist der SARS-CoV-2 Rapid Antigen Test von Roche in Deutschland erhältlich. In dem Test-Kit sind alle zur Durchführung notwendigen Materialien enthalten.

Apotheken dürfen den Schnelltest mittlerweile verkaufen, allerdings nicht an jedermann, sondern ausschließlich an Arztpraxen und Krankenhäuser.

Daten und Fakten: 

  • Sensitivität (Erkennungsrate): 96,52 %
  • Spezifität (Prozentsatz, zu dem nicht infizierte Personen als gesund erkannt werden): 99,68 %
  • Dauer: Das Testergebnis liegt nach 15 Minuten vor.
  • Abstrich: über die Nase
  • Kein Analysegerät notwendig
  • Einsatz: Gut zur schnellen Risikoabschätzung, zum Beispiel bei Besuchern von Altenheimen oder Reiserückkehrern

Für ein zuverlässiges Ergebnis muss das Teststäbchen tief in die Nase eingeführt werden. Das ist unangenehm und kostet Überwindung – wer den Test bei sich selbst durchführt, würde möglicherweise eine minderwertige Probe entnehmen.

Nadal Covid-19 Antigentest

Der Nadal Covid-19 Ag Schnelltest gehört zu den vom PEI gelisteten Tests.
Der Nadal Covid-19 Ag Schnelltest gehört zu den vom PEI gelisteten Tests. (Foto: obs/nal von minden GmbH)

Bei dem Nadal Covid-19 Antigentest des deutschen Herstellers nal von minden kann sowohl über einen Nasen- als auch über einen Rachenabstrich getestet werden.

Daten und Fakten:

  • Sensitivität (Erkennungsrate): 97,56 %
  • Spezifität (Prozentsatz, zu dem nicht infizierte Personen als gesund erkannt werden): > 99,9 %
  • Dauer: Das Testergebnis liegt nach 15 Minuten vor.
  • Abstrich: Nasen-Rachen-Abstrich
  • Für die Auswertung ist kein Analysegerät oder medizinisches Personal notwendig.

LEPU-Medical Selbstest

Der "LEPU Medical SARS-CoV-2 Antigen Rapid Test" aus China läuft auch unter dem Namen "Nasenbohrer-Test" - aus dem einfachen Grund, weil man bei diesem Schnelltest mit dem Stäbchen nicht tief im Hals abstreichen muss, sondern nur im vorderen Bereich der Nase. Mit dem Test wurde an österreichischen Schulen bereits im großen Stil getestet.

Daten und Fakten:

  • Sensitivität (Erkennungsrate): 92 %
  • Spezifität (Prozentsatz, zu dem nicht infizierte Personen als gesund erkannt werden): 99,26 %
  • Dauer: Das Testergebnis liegt nach 15 Minuten vor.
  • Abstrich: Nasen-Abstrich
  • Für die Auswertung ist kein Analysegerät oder medizinisches Personal notwendig.

Antigen-Schnelltest von Siemens-Tochter

Siemens Healthineers hat ebenfalls einen Antigentest auf den Markt gebracht, der ohne Laborgeräte funktioniert und das Ergebnis in 15 Minuten liefert. Der Clinitest COVID-19-Antigen-Schnelltest ist bereits erhältlich.

Daten und Fakten:

  • Sensitivität (Erkennungsrate): 96,72 %
  • Spezifität (Prozentsatz, zu dem nicht infizierte Personen als gesund erkannt werden): 99,22 %
  • Dauer: Das Testergebnis liegt nach 15 Minuten vor.
  • Abstrich: Nasen-Rachen-Abstrich
  • Für die Auswertung ist kein Analysegerät oder medizinisches Personal notwendig.
  • Einsatz: "Mit unserem Test möchten wir insbesondere für Orte mit hohem Verkehrsaufkommen und dort, wo sich Menschen häufig versammeln, einen Beitrag zur Risikobegrenzung leisten", so Christoph Pedain, zuständiger Bereichsleiter von Healthineers.

    PCR-Schnelltest von Bosch

    Der PCR-Schnelltest von Bosch eignet sich für mobile Testzentren.
    Der PCR-Schnelltest von Bosch eignet sich für mobile Testzentren. (Foto: Bosch)

    Der neue Coronatest der Firma Bosch soll der weltweit schnellste PCR-Test sein. Sein Ergebnis liegt bereits nach 39 Minuten vor. Der Test ist kein Test für zu Hause, denn für die Auswertung ist ein teures Analysegerät nötig. Ein Gerät kann derzeit nicht mehr als 160 Tests pro Tag auswerten. Damit ist der Einsatz bei einem Fußballspiel oder Popkonzert nicht denkbar.

    Daten und Fakten:

    • Sensitivität (Erkennungsrate): 98 %
    • Spezifität (Prozentsatz, zu dem nicht infizierte Personen als gesund erkannt werden): 100 %
    • Dauer: Das Testergebnis liegt nach 39 Minuten vor.
    • Abstrich: Probe aus Nase oder Rachen
    • Für die Auswertung ist ein teures Analysegerät notwendig.
    • Einsatz: Das Verfahren könnte in mobilen Testzentren an Raststätten oder Flughäfen zum Einsatz kommen.

      Wie funktionieren Corona-Antigentests?

      Bei Antigen-Tests werden – im Unterschied zu PCR-Tests – nicht das Erbgut des Virus, sondern Proteinfragmente des Coronavirus nachgewiesen.

      Man benötigt keine zusätzliche Laborausrüstung, das Prinzip ähnelt einem Schwangerschaftstest. Ein Teststreifen zeigt an, ob das Erbgut gefunden wurde und ob der Patient Corona-positiv oder -negativ ist.

      An dieser Stelle informieren wir Sie über Schnelltests und Heimtests gegen das Coronavirus. Der Artikel wird laufend aktualisiert.

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