1. Home
  2. Ratgeber

Corona-Risikogebiet – was bedeutet das genau?

Autor: Lena Pritzl | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 09.10.2020

In Risikogebieten gelten strenge Regeln, von denen nicht nur Reisende betroffen sind.
Foto: Tobias G. Sommer/Shutterstock

Vor zwei Wochen München, seit Tagen Teile Berlins und jetzt auch Frankfurt am Main: Städte, Stadtteile und Gemeinden werden derzeit zum Corona-Risikogebiet erklärt. Was bedeutet das für Bewohner und Reisende?

Die Corona-Fallzahlen steigen wieder: Derzeit vergeht fast kein Tag, ohne dass eine andere Stadt oder Kommune zu einem sogenannten Corona-Risikogebiet erklärt wird. Wir haben für Sie zusammengefasst, welche Folgen das für unseren Alltag hat.

Wann wird eine Region zum Risikogebiet?

Eine Gemeinde, Stadt oder Region wird in der Regel zum Risikogebiet erklärt, wenn die Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen den Wert 50 übersteigen. Dann wird in Politik und Medien oft vom Siebe-Tage-Inzidenzwert gesprochen.

Um die Neuinfektionen wieder zu senken, gelten in den Risikogebieten dann strengere Regeln für den öffentlichen Raum sowie für öffentliche und private Zusammenkünfte. In Frankfurt etwa besteht aktuell eine Maskenpflicht für mehrere öffentliche Plätze und Straßen in der Innenstadt.

Was Einwohner von Corona-Risikogebieten beachten sollten

Derzeit gibt es noch kein bundesweit geltendes Regelwerk, welche Maßnahmen für Corona-Risikogebiete gelten sollen. Das kritisieren einige Politiker, und auch die Europäische Kommission fordert eine EU-weit einheitliche Definition von Risikogebieten.

Wird Ihr Wohnort zum Risikogebiet deklariert, sollten Sie sich deshalb genau informieren, welche Regeln dort gelten. Die Internetseite der Landesregierung ist hier eine empfehlenswerte Adresse. Auch Tageszeitungen und Radio informieren über die lokalen Corona-Regelungen.

Was ohnehin gilt: AHA-Regeln beachten: Abstand halten, Hygiene beachten und Alltagsmaske.

Corona-Risikogebiete in Deutschland: Das gilt für Reisende

Verreisen in Deutschland ist derzeit nicht ganz einfach. Wird eine Region zu einem Risikogebiet erklärt, entscheidet das jeweilige Bundesland, welche Konsequenzen das für Reisende hat. In einigen Bundesländern dürfen Einreisende aus Risikogebieten beispielsweise nicht übernachten.

Wenn Sie aus einem Risikogebiet kommen oder in eines reisen möchten, sollten Sie sich deshalb vorab genau informieren, welche Regeln dort gelten. Zuverlässige Informationen dazu stellen die Webseiten der Landesregierungen zur Verfügung. Bund und Länder haben die Bürger aufgerufen, auf nicht notwendige Reisen in Risikogebiete und aus Risikogebieten heraus zu verzichten.

>> Lesen Sie auch: Grippewelle trifft auf Coronavirus: Das müssen Sie wissen

Risikogebiete und Reisen ins Ausland

Das Bundesgesundheitsministerium definiert ein Risikogebiet außerhalb Deutschlands folgendermaßen: "Ein Risikogebiet ist ein Staat oder eine Region außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, für den oder die zum Zeitpunkt der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland ein erhöhtes Risiko für eine Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht."

Für Reisen ins Ausland aktualisiert das Auswärtige Amt regelmäßig seine Reisewarnungen. Dort finden Sie ebenfalls Informationen, ob Ihr Zielreiseland derzeit Einreisen aus Deutschland gestattet. Auch das Robert-Koch-Institut (Rki) stellt eine fortlaufende aktualisierte Liste der Risikogebiete zur Verfügung.

Neu seit Anfang Oktober: Für Länder, die als Risikogebiet ausgewiesen sind, gilt eine Reisewarnung.

Wer aus einem Risikogebiet im Ausland nach Deutschland zurückkehrt, muss sich auf das Coronavirus testen lassen oder ein negatives Testergebnis vorweisen, das nicht älter als 48 Stunden ist.

Weiterlesen auf oekotest.de: