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Corona: Für Infizierte und bei Quarantäne gelten besondere Müll-Regeln

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 14.10.2020

Corona: Für Infizierte und bei Quarantäne gelten besondere Müll-Regeln
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - manfredrichter

Wer positiv auf das Coronavirus getestet wurde oder unter Quarantäne steht, sollte seinen Müll nicht wie gewohnt trennen. ÖKO-TEST gibt Tipps für die Müll-Entsorgung in Corona-Zeiten.

Wenn Covid-19-Patienten oder -Verdachtsfälle in einem Haushalt unter Quarantäne stehen, sollte die Müllentsorgung anders durchgeführt werden als bisher: Nahezu sämtliche Abfälle gehören dann in die Restmülltonne. Bei der Restmüll-Verbrennung sind die Temperaturen so hoch (bis zu 1.000 Grad), dass die Viren auf jeden Fall zerstört werden.

Müll-Regeln für Corona-Haushalte

Für Quarantäne-Haushalte gilt:

  • Müll wird nicht mehr getrennt – sämtliche Wertstoffe, Verpackungen und Bio-Abfälle gehören unbedingt in die Restmülltonne. Papiertonne, Biotonne und Gelber Sack sind für Corona-Haushalte tabu.
  • Auch Taschentücher, Hygieneartikel und Schutzkleidung werden über den Restmüll entsorgt.
  • Abfälle dürfen nicht lose in die Mülltonne geworfen werden. Der Müll sollte in stabilen Müllsäcken gesammelt werden. Diese sollten fest verschlossen werden.
  • Altglas, Pfandflaschen, Elektromüll, Batterien oder Schadstoffe sollten zu Hause gesammelt und nach dem Ende der häuslichen Quarantäne wie gewohnt entsorgt werden.
  • Die Säcke gehören in die Mülltonnen und dürfen nicht daneben gelagert werden.
  • Ist die Mülltonne bereits gefüllt, sollte der Müllsack bis zur Abholung an einem möglichst kühlen Ort gelagert werden.
  • Spitze und scharfe Gegenstände sicher verpacken, damit die Mülltüten nicht durchbohrt werden.

Diese Empfehlungen gelten für die betroffenen Haushalte, bis die infizierten Personen als geheilt gelten beziehungsweise die Quarantäne aufgehoben wird. Die Maßnahmen dienen dem Schutz des Personals der Abfallentsorgungsbetriebe, des Hausmeisters und der Nachbarn in Mehrparteienhäusern oder Wohnanlagen. 

Grundlage für die Vorsichtsmaßnahmen sind die Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. "Die Bundesländer haben sich auf ein vergleichbares Vorgehen verständigt, im Detail sind Abweichungen möglich", erklärt das Bundesumweltministerium dazu.

Müll trennen für nicht betroffenen Haushalte

Damit die Restmülltonnen nicht überquellen, gilt für Haushalte, in denen keine Corona-Patienten oder -Verdachtsfälle leben, weiterhin die gewohnte Abfalltrennung. Sie sollten Ihren Müll daher wie gewöhnlich trennen, um die Entsorgungskapazitäten der Müllverbrennungsanlagen nicht unnötig zu belasten.

Die Müllentsorgungsbetriebe bitten außerdem dringend darum, derzeit auf Entrümpelungsaktionen zu verzichten beziehungsweise den Sperrmüll zu Hause zwischenzulagern.

Toilettenpapier-Ersatz gehört nicht ins Klo 

Klopapier ist derzeit Mangelware. Viele verwenden Feuchttücher, Kosmetiktücher, Zeitungspapier oder Küchenkrepp als Ersatz für Toilettenpapier – und entsorgen die Klopapier-Alternativen anschließend über die Toilette. Mit gefährlichen Folgen: Erste Kläranlagen melden bereits Verstopfungen und Probleme mit der Wasseraufbereitung.

Wichtig: Sämtliche Alternativen zu Klopapier gehören in den Restmüll. Feuchttücher, Zeitungspapier und Küchenkrepp sind reißfester als normales Klopapier und lösen sich im Wasser nicht auf. Werden sie über die Toilette in die Kanalisation gespült, können sie sich verknoten und Rohre und Pumpen blockieren.

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