1. Home
  2. News

Blutkonserven werden knapp: Spahn ruft zum Blutspenden auf

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 27.07.2021

Blutspenden ist wichtig, während der Coronakrise sind Blutkonserven knapp.
Foto: CC0 Public Domain / Pixabay - michellegordon2

Täglich werden in Deutschland rund 15.000 Blutspenden benötigt. Momentan werden die Blutkonserven knapp. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rufen deshalb bundesweit zum Blut- und Plasmaspenden auf. Hier finden Sie Infos und Tipps rund ums Blutspenden.

Deutschen Krankenhäusern geht das Blut aus. Der Bestand an Blutkonserven hat sich aufgrund der Corona-Pandemie und aktuell auch wegen der Urlaubszeit stark verringert. Zusätzlich werden durch die Flutkatastrophe in einigen Regionen Deutschlands dringend Blutpräparate benötigt, um die vielen Verletzten versorgen zu können. Erschwerend kommt hinzu, dass die Infrastruktur in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten teilweise so beschädigt ist, dass einige Blutspendedienste zurzeit keine Termine anbieten können.

Nach Auskunft von Blutspendediensten ist die Lage so gravierend, dass bereits die Reserven für Notfälle knapp werden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) rufen bundesweit zur Blut- und Plasmaspende auf: "Jede Spende hilft, das Leid der Menschen zu lindern und die Versorgung sicherzustellen. Darum nutzen Sie die Angebote der Blutspendedienste und gehen Sie zur Blut- oder Plasmaspende!", bittet der Bundesgesundheitsminister.

Wird zu wenig Blut gespendet, können Unfallopfer oder Menschen, die an einer Krebserkrankung oder einer Blutbildungsstörung leiden, nicht ausreichend versorgt werden.

Blutspenden werden kontinuierlich benötigt

Blutprodukte haben zum Teil eine geringe Haltbarkeit. Während Erythrozyten-Konzentrate bis zu sechs Wochen gelagert werden können, verfallen Thrombozyten-Konzentrate schon vier bis fünf Tage nach der Blutspende. "Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, dass wir die Lager regelmäßig mit neuen Blutspenden auffüllen können, um den Bedarf zu decken", erläutert Professor Dr. med. Hermann Eichler, erster Vorsitzender der DGTI. Zu Blutspenden gibt es keine künstliche Alternative.

Blutspende auch in Corona-Zeiten ungefährlich

Auch in der Vergangenheit waren Blutspenden immer wieder knapp, die Corona-Pandemie hat die Lage jedoch verschärft. Viele Menschen meiden Veranstaltungen aus Angst, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Dazu gehören auch Blutspendetermine. Zudem können viele Termine zum Blutspenden in Schulen oder Firmen aufgrund der Corona-Auflagen nicht stattfinden.

Blutspender müssen sich allerdings keine Sorgen machen, sich beim Blutspenden mit dem Coronavirus anzustecken. Denn: Bei den Blutspendediensten gelten strenge Hygienevorschriften.

Blutspenden: Das sollten Sie wissen

  • Wer Blut spenden möchte, findet Infos beim Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und bei kommunalen und privaten Blutspendezentren.
  • In Deutschland können Menschen im Alter von 18 bis 68 Jahren Blut spenden. 
  • Frauen dürfen höchstens vier Mal, Männer höchstens sechs Mal innerhalb von zwölf Monaten Blut spenden. 
  • Auch nach einer Impfung gegen das Coronavirus ist eine Spende möglich. Viele Blutspendedienste erlauben eine Blut- oder Plasmaspende schon 24 Stunden nach der Impfung. Der Impferfolg wird durch die Blut- oder Plasmaspende nicht eingeschränkt.
  • Spendewillige mit Symptomen wie Halsschmerzen, Schüttelfrost oder Husten sind dagegen nicht zur Blutspende zugelassen. 
  • Personen, die Kontakt zu einem mit COVID-19 infizierten Menschen hatten, sollten vier Wochen kein Blut spenden. Bei Personen, die selbst infiziert waren, beträgt dieser Zeitraum acht Wochen.
  • Da eine Übertragung von Coronaviren über das Blut nicht bekannt ist, wird das Spenderblut nicht auf das Coronavirus untersucht.

Weiterlesen auf oekotest.de: