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Aktiv werden gegen Demenz: WHO gibt erstmals Tipps zur Vorbeugung

Autor: Benita Wintermantel | Kategorie: Gesundheit und Medikamente | 17.05.2019

Aktiv werden gegen Demenz: WHO gibt erstmals Tipps zur Vorbeugung
(Foto: Fotolia / Osterland)

Bundesweit leiden fast zwei Millionen Menschen unter Demenz. Tendenz steigend. Die Weltgesundheitsorganisation hat nun Tipps zur Prävention veröffentlicht.

In den kommenden drei Jahrzehnten wird sich die Zahl der Demenz-Fälle verdreifachen. Wirksame Medikamente sind bislang nicht in Sicht. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat jetzt Tipps veröffentlicht, mit denen Sie der Demenz vorbeugen können.

Generell gilt: Alles, was gut ist fürs Herz, ist auch gut fürs Hirn – so lautet die einfache Formel. Insofern lesen sich die Tipps auch nicht völlig neu. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus empfiehlt zur Vorbeugung und bei den ersten Anzeichen einer Erkrankung vor allem regelmäßige Bewegung.

Ebenfalls wichtig sind der Verzicht auf das Rauchen und eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Blutdruck, Cholesterin- sowie Blutzuckerwerte sollten regelmäßig überprüft werden. Von der Einnahme von Vitamin B und E sowie anderen Nahrungsergänzungsmitteln rät die WHO ausdrücklich ab.

Demenz vorbeugen – das rät die WHO 

Die wichtigsten Punkte, um Demenz vorzubeugen, sind laut der Weltgesundheitsorganisation:

  1. Körperliche Aktivität ist gut fürs Gehirn! Wissenschaftlich belegt ist: Körperlich aktive Menschen leiden seltener unter Demenz und Alzheimer. Die WHO empfiehlt Menschen über 65 Jahren entweder 150 Minuten in der Woche moderat zu trainieren oder sich 75 Minuten intensiv körperlich zu bewegen.
  2. Mit dem Rauchen aufhören
  3. Gesunde und ausgewogene Ernährung
  4. Gute Blutdruckkontrolle
  5. Auf Blutzuckerwerte achten

Die WHO hat insgesamt 20 Empfehlungen aufgelistet und diese in "stark" und "eingeschränkt" unterteilt. Für einen geringen Alkoholkonsum und Gehirnjogging spricht die WHO eine eingeschränkte Empfehlung aus, ebenso für das Vermeiden von Übergewicht.

    Risiken für eine Demenzerkrankung

    Der größte bekannte Risikofaktor für eine Demenzerkrankung ist das Alter. Unter 65 Jahren sind nur wenige Menschen betroffen. Unter den 85- bis 89-Jährigen leidet jeder Vierte an Demenz. 

    Verdreifachung der Demenzfälle bis 2050

    Die Zahl der Demenzerkrankten wird laut WHO weltweit stark steigen. Die Weltgesundheitsorganisation prognostiziert für das Jahr 2050 bis zu 150 Millionen Demenzkranke. Momentan liegt die Zahl bei rund 50 Millionen.

    Unter Demenz werden verschiedene Erkrankungen zusammengefasst, bei denen die geistige Leistungsfähigkeit stark abnimmt. Bei Demenz verändert sich das Gehirn – und nach und nach auch die Persönlichkeit des Erkrankten. Im ersten Schritt wirkt sich eine Demenzerkrankung auf das Kurzzeitgedächtnis aus, im Verlauf der Erkrankung ist zusätzlich das Langzeitgedächtnis betroffen. Die Fähigkeit, sich zu erinnern, zu denken, sich zu orientieren, zu urteilen und zu sprechen nimmt kontinuierlich ab.

    Bislang gibt es weder ein Heilmittel noch eine Impfung, die vor Demenz schützt.

    Quelle: WHO

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